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Werder Bremen auf dem Weg in die zweite Liga

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Werder Bremen auf dem Weg in die zweite Liga

29.01.2011, 18:59 Uhr | t-online.de, t-online.de

Werder Bremen auf dem Weg in die zweite Liga. Die beiden Bremer Mikael Silvestre (li.) und Per Mertesacker verlassen nach Spielende enttäuscht den Platz. (Foto: dpa)

Die beiden Bremer Mikael Silvestre (li.) und Per Mertesacker verlassen nach Spielende enttäuscht den Platz. (Foto: dpa)

Ausgerechnet der FC Bayern verschärft die Krise bei Werder Bremen. War der Nord-Süd-Gipfel noch bis zum vergangenen Jahr ein unumstrittenes Topspiel, spielte an diesem 20. Bundesliga-Spieltag ein Champions-League-Anwärter bei einem Abstiegskandidaten. Und spätestens nach der 1:3-Heimpleite gegen den deutschen Rekordmeister ist der ehemalige Spitzenklub von der Weser endgültig im Tabellenkeller angelangt. Angesichts der Roten Karte von Tim Wiese und dem bevorstehenden Programm droht Bremen erstmals seit 1980 wieder der Gang in die Zweitklassigkeit.

So schnell kann es gehen. In der vergangenen Saison stürmten die Bayern als Meister und Bremen als Dritter noch Seite an Seite in die Champions League. Schnee von gestern. Während sich jetzt Louis van Gaal mit dem dritten Auswärtssieg der Saison gegenüber seinen Kritikern etwas Luft verschaffen konnte, wird eben diese für seinen Kollegen auf der Bremer Trainerbank angesichts Platz 15 immer dünner. Lediglich drei Punkte trennen die Grün-Weißen vom auf dem Relegationsplatz rangierenden 1. FC Köln.

Wann beginnt die Trainer-Diskussion?

Noch ist die Trainer-Diskussion im beschaulichen Bremen verboten. Schließlich ist Schaaf seit 1999 für die Profimannschaft verantwortlich und hat sich in den zurückliegenden elf Jahren viele Meriten verdient. Drei DFB-Pokalsiege (1999, 2004, 2009) und ein Meistertitel (2004) sprechen für sich. Doch spätestens wenn Bremen auf einem Abstiegsplatz rangiert, dürfte auch im Norden die Trainer-Debatte geführt werden.

"Die Mannschaft folgt dem Trainer, das Verhältnis ist absolut intakt. Und deswegen haben wir von unserer Seite auch nie Thomas Schaaf in Frage gestellt. Und das bleibt natürlich weiterhin auch so", stärkte Geschäftsführer Klaus Allofs nach der Partie Trainer Schaaf gegenüber LIGA total! den Rücken.

Mertesacker trifft ins eigene Tor

Das Spiel gegen den FC Bayern offenbarte wie schon in der Woche zuvor bei der peinlichen 0:3-Klatsche in Köln Auflösungserscheinungen. Zwar lieferten Torsten Frings und Co. den Gästen zunächst einen engagierten Fight, doch am Ende zerfiel Bremen in seine Einzelteile. "Ich denke nicht, dass wir cleverer waren, sondern einfach besser", zog van Gaal ein nüchternes Fazit aus Bayern-Sicht.

Per Mertesacker brachte Werder in der 47. Minute in Führung, sorgte aber mit seinem Eigentor auch für die Führung der Gäste (75.) Zuvor traf Arjen Robben (65.) zum Ausgleich. Ausgerechnet der Ex-Bremer Miroslav Klose (86.) sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung. Doch den unrühmlichen Schlusspunkt setzte Wiese. Der Keeper trat Bayerns Angreifer Thomas Müller um und sah folgerichtig die Rote Karte. Der Nationaltorhüter wird den Bremern im Abstiegskampf einige Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Allofs ist enttäuscht

"Das ist natürlich dumm, so hinzugehen und das ist natürlich Frust. Man ist verärgert, man ist so dicht dran, man hat geführt, kriegt dann den Ausgleich, dann das Eigentor zum 2:1 und dann ist man natürlich wahnsinnig enttäuscht“, zog Allofs ein frustriertes Fazit. "Das hilft uns nicht und macht die Sache natürlich noch ein bisschen schwerer."

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Eine gefährliche Abwärtsspirale hat Bremen im Vergleich zu Ligaprimus Dortmund erfasst. Der Spitzenreiter kann zurzeit machen, was es will und hat immer das positive Ende für sich. So sitzt beim 3:0-Erfolg gegen Wolfsburg gleich der erste Angriff durch Lucas Barrios und als Nuri Sahin kurz vor der Pause zum Pressschlag geht, landet der Ball an der Latte und anschließend ein paar Millimeter hinter der Linie. Mit diesem Glück wird man Meister.

Charakterschwacher Kader

Klicken Sie für die Großansicht auf das Bild. Klicken Sie für die Großansicht auf das Bild. Bremen dagegen wird beim Stande von 1:1 gegen den FC Bayern ein klarer Handelfmeter verweigert, anschließend holt sich Wiese die Rote Karte ab. Mit diesem Pech steigt man am Ende ab. In solchen Situationen sagen die Protagonisten oftmals, dass man sich das Glück wieder erarbeiten müsse. Und haben damit nicht unrecht. Allerdings scheint Bremen nicht die Charaktere im Team zu haben, die – im Gegensatz zum BVB - dazu in der Lage wären.

Für die Zusammenstellung des Kaders sind Allofs und Coach Schaaf verantwortlich. Man darf den beiden unaufgeregten und in all den Jahren sehr erfolgreich arbeitenden sportlichen Verantwortlichen nur wünschen, dass Bremen irgendwie den Schalter doch noch umlegen kann. Doch angesichts der kommenden Aufgaben fehlt allein der Glaube bei den Werder-Fans.

Werder-Spieler haben Klausel für die 2. Liga

Manager Allofs hat den Verein auf alle Eventualitäten vorbereitet. "Bei uns haben die Verträge aller Spieler auch in der 2. Liga Gültigkeit", sagte Allofs der "Bild". Die prominent besetzte Werder-Elf könnte also im Falle eines Abstiegs unverändert gegen Mannschaften wie Rot-Weiß Oberhausen und den SC Paderborn 07 auflaufen. Realistisch ist dies aber nicht. Die Klausel in den Verträgen der Spitzenspieler wie Frings, Pizzarro, Wiese und Mertesacker bringt Werder aber finanzielle Sicherheit. Denn bei einem Abstieg könnten die Bremer für ihre Top-Spieler zumindest eine Ablösesumme aufrufen.

Hartes Programm

Der SVW muss nun nach Mainz, Hamburg und Freiburg reisen und empfängt Hannover 96 und Bayer Leverkusen. Die nächsten fünf Partien muss Werder ausschließlich gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel bestreiten. Man darf gespannt sein, ob Schaaf danach noch auf der Bank sitzen wird.

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