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Formel 1: Der neue Silberpfeil soll's richten

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Mercedes GP  

Mercedes zieht die richtigen Lehren aus 2010

30.01.2011, 11:59 Uhr | dpa, motorsport-total.com, dpa, Motorsport-Total.com

Formel 1: Der neue Silberpfeil soll's richten. Michael Schumacher freut sich auf den Silberpfeil für 2011. (Foto: dpa)

Michael Schumacher freut sich auf den Silberpfeil für 2011. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Mehr Glanz, mehr Risiko - beim Silberpfeil für die kommende Formel-1-Saison setzt Mercedes auch auf mehr Mut. "Wir wussten schnell, was am 2010er Auto falsch war und haben all diese Dinge maßgeblich verbessert", wurde Rekordweltmeister Michael Schumacher von der "Bild am Sonntag" zitiert. "Letztes Jahr musste ich einige spannende Vorschläge meiner Ingenieure ablehnen. Beim neuen Auto soll das anders aussehen", kündigte Teamchef Ross Brawn verheißungsvoll an und prophezeite Ideen, die "vielleicht erst mal etwas schräg aussehen".

Grade kommt die neue Nase des MGP W02 daher, allerdings soll er sie höher tragen, so wie der neue Ferrari. Die seitlichen Lufteinlässe sollen extrem gewölbt sein, berichtete die "BamS". Im Inneren des Autos, mit dem Schumacher und sein rund 17 Jahre jüngerer Teamkollege Nico Rosberg endlich den ersehnten ersten Mercedes-GP-Sieg einfahren wollen, setzt das Team vor allem auf das Energierückgewinnungssystem KERS. "Es wird ein großer Schritt", meinte Brawn.

KERS kehrt zurück

In der Saison 2009 war dem damaligen Mercedes-Premium-Partner McLaren mit dem Hybridantrieb der Schwaben der erste KERS-Sieg in der Königsklasse gelungen. 2010 wurde das System, bei dem beim Bremsen Energie gewonnen wird, die dann auf Knopfdruck wieder entladen werden kann, aus den Rennwägen verbannt.

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Am 1. Februar soll der neue Silberpfeil ohne großes Ballyhoo der Öffentlichkeit eigentlich erst vorgestellt werden, ein paar Minuten nach dem neuen Red-Bull-Auto von Weltmeister Sebastian Vettel. Am 13. März beginnt die neue Saison mit dem Großen Preis von Bahrain. Es wird Schumachers zweites Jahr in seiner zweiten Formel-1-Karriere. Und es soll erfolgreicher werden als das erste.

Den nächsten Schritt machen

"Ein siebenmaliger Weltmeister tritt an, weil er den Titel holen will", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in einem Interview der "Welt am Sonntag" über den 42 Jahre alten Rekordchampion. Dessen 91 Grand-Prix-Siege warten auf eine Fortsetzung. 2010 reichte es mit dem Auto aber nicht mal fürs Podest. Mit dem damaligen Silberpfeil, dessen matte Lackierung manchem im Nachhinein wie ein schlechtes Omen vorgekommen sein muss, kam Schumacher einfach nicht auf Touren.

Haug merkte an: "Wenn wir uns nicht nach vorn entwickeln, machen wir etwas falsch. Wir werden wieder gewinnen, aber von Platz vier auf eins geht es in der höchsten Liga nicht von einem Tag auf den anderen." Von einem Schicksalsjahr 2011 will Haug aber nichts wissen: "Nein, wir werden langfristig dabei bleiben. Wir durchlaufen einen ständigen Lernprozess."

Zwei Autos für das Ziel der Perfektion

Damit im Kampf um den Titel beim Drei-Jahres-Projekt Schumacher/Mercedes womöglich nicht doch alles erst auf 2012 hinausläuft, fährt der deutsche Autobauer in der Vorbereitung quasi zweigleisig. Bei den dreitägigen Tests in Valencia sowie anschließend in Jerez soll ein "Vanille-Eis-Mercedes pur" (Brawn) zum Einsatz kommen.

In Barcelona und zum Testfinale in Bahrain wird das zweite Auto mit weiteren Neuerungen erprobt. Öffentlich ist meist die Rede davon, dass man einige Male aus eigener Kraft um Siege mitfahren wolle. Etwas anders hört sich Schumachers Kollege Nico Rosberg an: "Diese Saison ist extrem wichtig für uns", sagte der 25-Jährige in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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