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Erzgebirge Aue ist Herbstmeister der 2. Liga

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Erzgebirge Aue ist Herbstmeister der 2. Liga

01.02.2011, 19:47 Uhr | t-online.de, sid, sid, t-online.de

Erzgebirge Aue ist Herbstmeister der 2. Liga. Fabian Müller (li.) im Duell mit Frankfurts Gledson. (Foto: dpa)

Fabian Müller (li.) im Duell mit Frankfurts Gledson. (Foto: dpa)

Der FC Erzgebirge Aue hat sich nachträglich den Titel des Herbstmeisters in der 2. Bundesliga gesichert. Das Team von Trainer Rico Schmitt schlug im Nachholspiel des 17. Spieltags den FSV Frankfurt mit 3:1 (1:0). Durch den Sieg überholte der Aufsteiger aus Aue in der virtuellen Hinrunden-Abschlusstabelle den damaligen Spitzenreiter FC Augsburg.

Aktuell steht das Überraschungsteam der Saison auf Rang vier und hat den Kontakt zu den Aufstiegsrängen wieder hergestellt. Enrico Kern hatte den Gastgeber in der 41. Minute in Führung geschossen. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Jürgen Gjasula (65.) konterte Tobias Kempe (68.) prompt zur erneuten Führung der Hausherren, ehe Skerdilaid Curri in der 89. Minute für den Endstand sorgte.

7150 Zuschauer sahen auf schwer bespielbarem Rasen eine mäßige Partie, in der Aue aber die wesentlich engagiertere Mannschaft war. Pechvogel beim FSV war Routinier Björn Schlicke, der die ersten beiden Gegentore mit haarsträubenden Stellungsfehlern begünstigte. Beste Spieler bei Aue waren Kempe und Marc Hensel, beim FSV überzeugten vor allem Torhüter Patric Klandt und Gjasula.

Schmitt freut sich über den "Titel"

Zuletzt hatte 1998 der SSV Ulm als Aufsteiger die Herbstmeisterschaft in der zweiten Liga gewonnen. "Das ist schon eine Sensation", sagte Erzgebirge-Trainer Schmitt und ergänzte schmunzelnd: "Einen Titel nehmen wir schon mal mit aus dieser Saison." Da seitdem schon wieder drei Spieltage absolviert sind, belegt Aue in der aktuellen Tabelle als Vierter nicht einmal einen Aufstiegsplatz, ist aber punktgleich mit dem Zweiten Augsburg.

Präsident tritt auf die Bremse

Frankfurt beendet die ebenfalls überraschend gute Vorrunde nachträglich als Siebter und belegt aktuell Rang acht mit fünf Zählern Rückstand auf Aue. Aues Präsident Bernd Keller zeigte sich trotz der Statistik, nach der die letzten sechs Herbstmeister alle am Saisonende in die Bundesliga aufstiegen, bescheiden. "Jeder hat Visionen, aber wir bleiben auf dem Teppich und wollen uns erst einmal etablieren. Wenn wir erst mal 42 Punkte auf dem Konto haben, können wir über alles reden."

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