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Formel-1-Pilot Rubens Barrichello warnt: "Zu viele Knöpfe am Lenkrad"

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Rubens Barrichello: "Nur mit Drücken beschäftigt"

02.02.2011, 07:57 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com

Formel-1-Pilot Rubens Barrichello warnt: "Zu viele Knöpfe am Lenkrad". Knöpfe über Knöpfe: So sah die Red-Bull-Schaltzentrale in der Saison 2010 aus. (Foto: xpb.cc)

Knöpfe über Knöpfe: So sah die Red-Bull-Schaltzentrale in der Saison 2010 aus. (Foto: xpb.cc)

Es ist das zentrale Bedienelement in jedem Auto: das Lenkrad. In der Formel 1 ist das kleine, handliche Bauteil allerdings nicht nur für die diversen Richtungsänderungen zuständig. Das Steuer eines F1-Boliden ist gespickt mit einer Unmenge von Knöpfen und Stellrädern, deren Betätigung sich direkt auf das Fahrverhalten auswirken. Und in der neuen Saison kommen gleich noch ein paar Knöpfe dazu.

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Für Rubens Barrichello wurden die ersten Testkilometer im spanischen Valencia so zur wahren Tortur. "Es gibt einfach zu viele Knöpfe am Lenkrad", sagte der Brasilianer. "Das macht keinen Spaß. Du bist nur mit Drücken beschäftigt."

"Bin besorgt, dass es zu einem großen Unfall kommen kann"

Barrichello hält die vielen Einstellungen während einer Runde sogar für durchaus gefährlich. "Du musst Deine Augen von der Straße weg auf das Lenkrad richten. Es gibt nicht eine einzige Gerade, auf der wir nicht einen Knopf am Lenkrad drücken werden - zusätzlich zum Gangwechsel, wohlgemerkt. Ich bin besorgt, dass es zu einem großen Unfall kommen kann, wenn der Fahrer vor Dir plötzlich Gas wegnimmt und Dich auffahren lässt."

Zustimmung erhält Barrichello von Weltmeister Sebastian Vettel. "Das Wichtigste ist - genau wie im Straßenverkehr -, dass die Augen wirklich auf der Straße sind und nicht irgendwo anders. Unsere Arbeit sollte es sein, ins Lenkrad zu greifen und zu fahren."

Schumacher freut sich darauf, "genau diese Knöpfe einzusetzen"

Im Fahrerlager sind allerdings auch gänzlich andere Stimmen hören. So bleibt zum Beispiel Vitaly Petrov (Lotus Renault GP) ganz ruhig, wenn er an die vielen Knöpfe denkt. "Als Fahrer wird man von nun an sicherlich sehr beschäftigt sein. Das ist es aber schon. Es ist nicht weiter kompliziert. Man braucht halt einfach seine Zeit, um sich daran zu gewöhnen."

Michael Schumacher freut sich sogar darauf, vor allem die neuen Knöpfe für KERS und den verstellbaren Heckflügel sorgen bei ihm für Verzückung. "Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Im Vorjahr war es manchmal absolut unmöglich, jemanden zu überholen. Das sollte jetzt einfacher werden." An ein Überhol-Wunder glaubt er aber nicht. "Es wird nicht passieren, dass wir den Knopf drücken und dann ganz easy am Vordermann vorbeiziehen. Trotzdem freue ich mich schon darauf, genau diese Knöpfe einzusetzen."

Was kann ein Fahrer alles per Lenkrad bedienen?

- Allein vier Drehknöpfe sind für die richtige Einstellung des Differenzials zuständig. Mit ihnen nimmt der Fahrer direkt Einfluss auf das Fahrverhalten in Kurven. Die Einstellungen können wann immer nötig verändert werden.

- Die Fahrer haben die Möglichkeit, den Benzinfluss zu regulieren.

- Druckpunkt der Kupplung, wann greift die Kupplung, wie ist die perfekte Stellung der Kupplung - all das wird den Fahrern von den Ingenieuren per Funk mitgeteilt und dann am Lenkrad eingestellt.

- Der bewegliche Frontflügel hat sich in der vergangenen Saison nicht wirklich durchsetzen können, war aber dennoch per Knopf am Lenkrad einstellbar.

- Das Fahrzeug muss auf unterschiedliche Reifentypen eingestellt werden. Slicks, Regenreifen, Intermediates, sie alle benötigen ein anderes Setup des Boliden - Aufgabe des Fahrers.

- Über den Radio-Button kann der Fahrer mit der Boxencrew Kontakt aufnehmen, der Boxenfunk-Kanal wird geöffnet.

- Bei der Einfahrt in die Boxengasse muss der Limiter gedrückt werden. Der stellt sicher, dass die in der Gasse vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten wird.

- Bekommt der Fahrer vom Kommandostand die Ansage, in die Box zu kommen, drückt er den Knopf "pit confirm". Dann gehen in der Box diverse Lichter an und die Boxencrew weiß, dass das Auto auf dem Weg zu ihnen ist.

- Ab der Saison 2011 ist das Energie-Rückgewinnungssystem KERS wieder an Bord. Per Knopfdruck kann der Fahrer einmal pro Runde bis zu 70 Extra-PS freisetzen, die ihm beim Überholen zur Hilfe kommen sollen.

- Ebenfalls neu ist der verstellbare Heckflügel. Dieses System soll wie KERS das Überholen erleichtern und damit die Rennen attraktiver machen.

Die Lenkräder der einzelnen Teams unterscheiden sich natürlich voneinander. Einige Knöpfe und Einstellmöglichkeiten sind geheim und nur den entsprechenden Piloten bekannt.

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