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MercedesGP künftig komplett bei Daimler

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MercedesGP künftig komplett bei Daimler

02.02.2011, 11:47 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

. Zugpferd bei Mercedes: Michael Schumacher im neuen Silberpfeil (Foto: dpa)

Zugpferd bei Mercedes: Michael Schumacher im neuen Silberpfeil (Foto: dpa)

Der Formel-1-Rennstall MercedesGP geht zu 100 Prozent an den Stuttgarter Autokonzern. Das berichtet das Fachmagazin "auto, motor und sport" auf seiner Internetseite. Demnach übernimmt Mercedes die noch fehlenden 24,9 Prozent von Teamchef Ross Brawn und vier weiteren Partnern.

Bis zum ersten Grand Prix der Saison 2011 am 13. März in Bahrain soll der Deal perfekt sein. Damit wäre der Rennstall dann zu 100 Prozent in Händen der Stuttgarter und des Daimler-Großaktionärs Aabar aus Abu Dhabi.

Konzern hüllt sich in Schweigen

Von Seiten des Konzerns gab es für die bevorstehende Transaktion noch keine offizielle Bestätigung. "Zu Spekulationen nimmt unser Haus generell keine Stellung. Nur wenn es Fakten geben sollte, werden wir zu gegebener Zeit informieren", sagte ein Mercedes-Sprecher. Mercedes hatte im November 2009 gemeinsam mit Aabar 75,1 Prozent der Anteile des damaligen Weltmeisterteams Brawn übernommen. Die Transaktion soll laut einer Aussage von Aabar-Chef Scheich Khadem Abdulla Al-Qubaisi angeblich rund 123,65 Millionen Euro gekostet haben.

Mercedes hofft auf mehr Flexibilität

Brawn hatte knapp ein Jahr zuvor gemeinsam mit Team-Geschäftsführer Nick Fry und weiteren Geldgebern nach dem Formel-1-Ausstieg von Honda den Rennstall der Japaner übernommen. 2009 gewann Brawn in Eigenregie mit Jenson Button den Fahrertitel sowie den WM-Titel bei den Konstrukteuren. Laut "auto, motor und sport" soll die neue Konstellation dem Team mehr Flexibilität ermöglichen, obwohl Mercedes und Aabar schon zuvor mehr als dreiviertel der Anteile in Besitz hatten.

Neuer Simulator wird gebaut

Bei notwendigen Investitionen müssten die Stuttgarter die englischen Partner um Brawn nicht mehr fragen, ob sie die Kosten gemäß ihrer Beteiligung mittragen wollen, beispielsweise für einen neuen Simulator. Weil das Team bislang in diesem Bereich deutlichen Nachholbedarf beispielsweise gegenüber Weltmeister Red Bull oder Ex-Mercedes-Partner McLaren hat, wird im Laufe dieses Jahres ein neuer Simulator gebaut. Solche Maschinen kosten zwischen fünf und zehn Millionen Euro.

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