Sie sind hier: Home > Sport >

Robert Kubicas Co-Pilot schildert den Unfallhergang

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

"Die Leitplanke bohrte sich durch das Auto"

08.02.2011, 08:45 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, t-online.de, Motorsport-Total.com

Robert Kubicas Co-Pilot schildert den Unfallhergang. Das Unfall-Wrack von Robert Kubica. (Foto: ap)

Das Unfall-Wrack von Robert Kubica. (Foto: dapd)

Die Bilder von Robert Kubicas völlig zerstörtem Skoda Fabia gingen um die Welt. Videoaufnahmen, wie es zu dem Unfall kam, gibt es bislang allerdings nicht. Nun bringt Kubicas Co-Pilot Jakub Gerber ein wenig Licht ins Dunkel - und zeichnet ein wahrlich erschreckendes Bild der Vorkommnisse bei der Ronde di Andora.

"Wir wussten wegen der Feuchtigkeit, dass es rutschig war, aber wir waren darauf vorbereitet", schildert er der "Gazzetta dello Sport" den Unfallhergang. "Wir rutschten in die Leitplanken und drückten diese nach außen - und dann krachten wir in die darauffolgende Leitplanke. Die bohrte sich durch das Auto. Ich habe sofort erkannt, dass es ernst war, denn Robert schlug mit dem Kopf gegen das Lenkrad und hatte ein übel gequetschtes Auge."

Rettungscrew fehlt das richtige Werkzeug

Daraufhin sei Kubica in Ohnmacht gefallen. "Ich kletterte aus dem Fenster, denn die Tür ging nicht mehr auf", erinnert sich Gerber an den Unfall. "Die Rettung war sofort da und dann kam auch die Feuerwehr. Sie brauchten mehr als eine halbe Stunde, um ihn rauszuholen."

Die erste Crew hatte allerdings nicht die richtigen Metallschneider dabei. "Also mussten sie auf eine andere Crew warten. Dann konnte auch der Helikopter nicht landen. Durch all das wurde viel Zeit verloren."

"Diese Öffnung macht keinen Sinn"

Gerber übt somit Kritik an den Rettungskräften, aber auch am Veranstalter, weil die Leitplanken an der Unfallstelle unterbrochen waren. Wären sie durchgängig gewesen, wäre der Unfall möglicherweise glimpflich ausgegangen. "Diese Öffnung macht keinen Sinn", sagt der Pole.

"Vor allem aber sollten wir keine Autos mit so wenig Schutz an der Front haben. Es ist nicht das erste Mal, dass so ein Unfall passiert. Der Verband sollte sich etwas einfallen lassen, um das Cockpit zu schützen."

Leitplanke bohrt sich durch den gesamten Wagen

Auslöser des Unfalls dürfte ersten Vermutungen zufolge aber ein Fahrfehler gewesen sein. Einer entsprechenden Frage der "Gazzetta dello Sport" weicht Gerber aus: "In einem Wettbewerb versuchst du immer, so schnell wie möglich zu fahren. Robert ist der Typ Mensch, der scharfsinnig denkt, immer einen Schritt nach vorne schaut, präzise ist, schnell und sauber - einfach ein kompletter Fahrer."

Vom Unfall an sich gibt es noch keine Fotos oder Videos. Auf dem Internetportal YouTube wurden aber die Onboard-Aufnahmen des nachfolgenden Piloten, Mauro Moreno, veröffentlicht. Dieser berichtet von einem "horrenden Anblick", der sich ihm bot. "Ich rief ihn ein paar Mal beim Namen, aber er reagierte nicht, weil er halb bewusstlos war und nicht sprechen konnte. Außerdem ragte das Stahlblatt aus der Heckklappe."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Harte Schale, kalter Kern: Bauknecht Haushaltsgeräte
OTTO.de
Shopping
Highspeed-Surfen für nur 19,95 € mtl. im 1. Jahr*
www.telekom.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017