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Vettel in Sorge: Unruhen in Bahrain

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Vettel: "Wenn es gefährlich ist, fahren wir nicht"

19.02.2011, 09:04 Uhr | dpa, motorsport-total.com, dpa, Motorsport-Total.com

Vettel in Sorge: Unruhen in Bahrain. Sebastian Vettel in Sorge: Unruhen in Bahrain. (Foto: imago)

Sebastian Vettel in Sorge: Unruhen in Bahrain. (Foto: imago)

Für Weltmeister Sebastian Vettel geht es in der heiklen Frage um den Formel-1-Saisonauftakt in der Krisenregion Bahrain nur um eins. "Die Sache ist ganz einfach. Wenn es sicher ist, fahren wir, wenn es gefährlich ist, fahren wir nicht", sagte der Red-Bull-Pilot, nachdem er bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona die Tagesbestzeit gefahren war.

Genau dieser Kurs in Spanien steht auch für den Fall der Fälle als Ausweichort parat - zumindest für die letzten Testfahrten vor dem Saisonbeginn. Die Verantwortlichen erklärten ihre Bereitschaft. Ob es notwendig wird, weiß derzeit niemand. "Es ist noch zu früh, etwas dazu zu sagen. Ich drücke die Daumen, dass sich noch alles zum Guten wendet", meinte Rekordweltmeister Michael Schumacher. Eine Woche nach den Testfahrten soll am 13. März in Bahrain der erste von 20 WM-Läufen stattfinden.

Weitere blutige Zusammenstöße in Bahrain

Bernie Ecclestones Optimismus, dass sich die Lage in Bahrain wieder beruhigt, währte am gestrigen Freitag nur kurz. Der Formel-1-Boss hatte am Nachmittag noch davon gesprochen, dass die Durchführung von Testfahrten und Grand Prix in dem Inselstaat im persischen Golf wieder wahrscheinlicher werden. Doch seine Einschätzung wurde von aktuellen Ereignissen überholt.

Gestern kam es bei der Beisetzung der Todesopfer der Unruhen zu weiteren blutigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Oppositionellen. Nach Medienberichten gingen die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Manama mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Soldaten sollen sogar mit Flugabwehrkanonen Warnschüsse über die Köpfe der Menschen hinweg abgegeben haben. Die Rede ist von mindestens 30 weiteren Verletzten. Betroffen von den Unruhen sei auch ein Stadtviertel Manamasa mit Hotels, in denen das Formel-1-Personal normalerweise untergebracht ist.

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"Wir wissen nicht genau, worum es genau geht"

Ecclestone und die FIA werden nun von vielen Seiten gedrängt, bald eine Entscheidung zu treffen und den Grand Prix abzusagen. Der Formel-1-Boss will die Lage noch beobachten, aber nicht mehr lang. "Wir sollten abwarten, was über das Wochenende passiert", sagte Ecclestone gestern Abend in einem Interview mit der BBC. "Ich weiß nicht, was heute Nachmittag passiert ist, weil ich gereist bin, aber was man mir gesagt hat, war etwas anderes als am Vormittag."

"Ich fürchte mich vor nichts. Ich denke einfach, dass sich die Dinge geändert haben. Und dass wir abwarten und über das Wochenende sehen sollten, was sich dort genau ändert. Es scheint, dass die Leute vor ein paar Wochen noch dachten, es sei demokratisch ... Warten wir es ab, denn wir wissen nicht genau, worum es bei den Protesten genau geht", sagte Ecclestone.

Sicherheit der Teams hat höchste Priorität

Auf die erneute Frage, ob der Test und das Rennen abgesagt werden sollten, antwortete Ecclestone: "Wir haben uns noch nie in Religion oder Politik eingemischt. Wir haben da nie eine Entscheidung getroffen. Wir sind nicht diejenigen, die ein Land führen."

Aus kommerzieller Sicht sei es natürlich besser, das Rennen durchzuführen, so Ecclestone. Eine Absage wäre "nicht gut, da die TV-Sender die Übertragung eingeplant haben. Wir werden Mitte nächster Woche eine Entscheidung treffen, denke ich." Die Sicherheit der Teams habe aber höchste Priorität, betont der 80-Jährige.

"Menschen wurden getötet, und darüber ist niemand glücklich"

Er könnte sich auch vorstellen, den Bahrain-Termin nach hinten zu verschieben. Das gab es bereits 1995, als das Rennen in Spa wegen des aufbrechenden Asphalts verschoben werden musste. "Das könnten wir hier auch so machen. Ich hoffe, dass wir gar nichts machen müssen, ich hoffe, dass alles ganz normal weitergehen wird. Menschen wurden getötet, und darüber ist niemand glücklich."

Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff hat unterdessen wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte seinen geplanten Staatsbesuch in Bahrain abgesagt. Und immer mehr Regierungen sprechen Reisewarnungen für den Inselstaat im Golf aus, darunter die USA, Großbritannien und Australien.

Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Bahrain ab

Das deutsche Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Bahrain angesichts der angespannten Lage verschärft. "Von nicht notwendigen Reisen nach Bahrain wird angesichts der aktuellen Zuspitzung der Lage abgeraten", heißt es auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes. Und weiter: " In den vergangenen Tagen ist es in Bahrain zu teilweise gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Hierbei gab es Tote und Verletzte. Menschenansammlungen sollten daher weiträumig gemieden und den Weisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden Folge geleistet werden."

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