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Formel-1-Auftakt in Bahrain wohl abgesagt

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Medien: Formel-1-Auftakt in Bahrain abgesagt

21.02.2011, 07:31 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, sid, dpa, dpa, sid, t-online.de, Motorsport-Total.com

Formel-1-Auftakt in Bahrain wohl abgesagt. Wann die Piloten in Bahrain ihre Runden drehen, ist noch unklar. (Foto: imago)

Wann die Piloten in Bahrain ihre Runden drehen, ist noch unklar. (Foto: imago)

Die Spekulationen haben offenbar ein Ende: Wie "Gulf News" berichtet, ist die Absage des Formel-1-Auftakts am 13. März in Bahrain wegen der politischen Unruhen im Golfstaat beschlossene Sache. Demnach soll das Rennen am Ende der Saison vor dem Finale in Brasilien nachgeholt werden.

Eine offizielle Entscheidung über eine Verlegung wird wohl erst nach einem Gespräch zwischen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Scheich Salman bin Hamad al-Chalifa fallen. Er werde heute Nachmittag mit dem Kronprinzen des Golfstaats reden, wurde Ecclestone übereinstimmend in britischen Medien zitiert: "Dann können wir einige Entscheidungen treffen, was wir genau machen wollen."

Von Sicherheit kann keine Rede sein

In den vergangenen Tagen hatte sich die Lage in Bahrain zwar ein wenig entspannt, von Sicherheit kann aber keine Rede sein. Noch immer gibt es Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten. Vieles spricht somit für eine Verschiebung des Formel-1-Auftakts. Sollte der gegenwärtige Rennkalender für die Saison 2011 ansonsten Bestand haben, kämen nur das erste und das dritte Wochenende im November als möglicher Ausweichtermin in Frage. Da vom 11. bis 13. November der Grand Prix von Abu Dhabi geplant ist, wären die Teams zumindest schon geografisch in der Nähe Bahrains, ein Transport des Materials wäre also unter logistischen Gesichtspunkten durchaus möglich.

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Ecclestone gleich doppelt auf der sicheren Seite

Eine Verlegung wäre wohl auch für Ecclestone ein tragbarer Kompromiss, nachdem er sich in Bezug auf eine Absage zunächst abwartend geäußert hatte. "Vielleicht können wir das Rennen auch auf einen späteren Zeitpunkt in der Saison verlegen", hatte Ecclestone am Sonntag verlauten lassen. Der gewiefte Brite hatte zuvor bereits verkündet, der Kronprinz solle die Entscheidung über die Durchführung des Rennens fällen und sich damit gleich doppelt auf die sichere Seite begeben.

Zum einen müsste das Königshaus für mögliche Schäden im Falle einer Austragung aufkommen. Und im Falle einer Absage müsste Bahrain das Startgeld in Höhe von 35 Millionen Dollar - von denen die Hälfte an die Teams geht - dennoch bezahlen. Die beiden GP2-Rennen am vergangenen Wochenende waren bereits abgesagt worden.

Hat Vater Vettel schon den Flug storniert?

Im Zuge dessen kursieren derzeit zahlreiche Gerüchte. So soll Norbert Vettel, Vater von Weltmeister Sebastian Vettel, seinen Flug nach Bahrain bereits storniert haben. Ein Rennstall, angeblich Ferrari, habe einen entsprechenden Passus in den Verträgen, nach dem Teammitglieder die Reise nach Bahrain verweigern könnten. Auch ein Aufruf der Gewerkschaften zum Reiseverzicht galt als möglich. In Deutschland und England haben die Auswärtigen Ämter bereits von Reisen in die Region abgeraten, darauf könnten sich Angestellte zahlreicher Rennställe berufen.

Die Fachzeitschrift "auto, motor und sport" machte zudem auf eine weitere Gefahr aufmerksam: Sollte der Formel-1-Tross überhaupt die Reise nach Bahrain antreten, könnte die Fracht leicht blockiert werden. Dann seien möglicherweise sogar die nächsten Rennen in Australien - das am 27. März zum Auftakt werden würde - Malaysia und China gefährdet.

Haug: "Die Sicherheit ist das Wichtigste"

Bei den Teams glaubt jedenfalls kaum einer daran, dass sich die Lage in Bahrain so deutlich verbessert, dass eine Reise bedenkenlos wäre. "Die Erfahrung bei ähnlichen Ereignissen in anderen Ländern zeigt, dass es meistens schlimmer als besser wird", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und ergänzte: "Die Sicherheit unserer Angestellten ist das Wichtigste."

Auch Renault-Pilot Nick Heidfeld würde eine Absage befürworten. "Die Bilder aus Bahrain sind schon erschreckend. Wenn es nicht sicher ist, will ich da nicht fahren", sagte er. Weltmeister Vettel drückte sich diplomatisch aus: "Es ist ganz einfach. Wenn es gefährlich ist, werden wir nicht fahren. Wenn es nicht gefährlich ist, fahren wir."

Testfahrten schon abgesagt

Die geplanten Formel-1-Tests sind angeblich bereits abgesagt. Nach Informationen von Sky News haben sich die Teams wegen der anhaltenden politischen Unruhen im Land bereits auf eine Absage der für die Zeit vom 3. bis 6. März angesetzten Tests im Königreich verständigt.

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