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Pressestimmen zur Formel-1-Absage in Bahrain

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"Die Vernunft hat im Krisenherd Bahrain gesiegt"

22.02.2011, 11:49 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Pressestimmen zur Formel-1-Absage in Bahrain. Der Grand Prix in Bahrain für 2011 ist abgesagt. (Foto: imago)

Der Grand Prix in Bahrain für 2011 ist abgesagt. (Foto: imago)

Die Formel-1-Saison 2011 lässt auf sich warten. Der Grund: Das Auftaktrennen, das am 13. März in Bahrain stattfinden sollte, wurde abgesagt. Die politischen Unruhen in dem Königreich sind zu gefährlich. Obwohl es eine solche Absage noch nie in der Geschichte der Königsklasse gegeben hat, begrüßen die Medien die Entscheidung. t-online.de präsentiert die Pressestimmen aus aller Welt:

Großbritannien:

"The Times": "Die Königsfamilie von Bahrain hat sich nur dem Unvermeidbaren gefügt. Nur ein paar Meilen entfernt von den Straßen, auf denen eine Nation weiterhin vom Protest eingehüllt wird, war kein Platz für Multimillionäre, um den verschwenderischsten Sport der Welt zu veranstalten. (...) Die Demonstranten auf den Straßen haben sich den Grand Prix als eine Möglichkeit ausgesucht, die Regierung in Verlegenheit zu bringen, wenn sie ihre Forderungen nicht erfüllt. Das Rennen abzusagen ist beschämend; doch das Eröffnungsrennen der Formel-1-Saison stattfinden zu lassen, während der Sahkir-Rennkurs von Panzern bewacht wird und Tränengas in die Tribünen zieht, wäre weitaus schlimmer gewesen."

"The Guardian": "Die oft extrem gespaltene Welt der Formel 1 stieß einen leisen Seufzer der Erleichterung über die Absage des Grand Prix in Bahrain aus, obwohl das dazu führen könnte, dass sich die Saison bis Ende Dezember hinzieht."

"Daily Mail": "Es gibt wenig, gegen das der Zirkusdirektor der Formel 1 nichts tun kann, wenn es um die Welt der Grand-Prix-Rennen geht; aber am Ende erwies sich der Wille einer Nation, politische Reformen durchzusetzen, als außerhalb der Einflusssphäre von Bernie Ecclestone. (...) Vonseiten der Teams war wenig Lust zu verspüren, in das Golf-Königreich zu fahren. Den Fahrern, Teamchefs und Technikern war allesamt nicht besonders behaglich dabei zumute, den Grand-Prix-Zirkus in ein Land zu bringen, dessen Regierung Gewalt genutzt hatte, um ursprünglich friedliche Proteste zu unterdrücken."

"Daily Mirror": "Der Sport muss auf dem Rücksitz Platz nehmen."

"Daily Telegraph": "Dass der Dachverband FIA in keinster Weise seine leitende Funktion ausfüllte und dort niemand eine Hand rühren wollte - in der Erwartung, dass die Verantwortlichen in Bahrain schon irgendwann von alleine ihren eigenen Großen Preis absagen würden, damit niemand die Verantwortung übernehmen muss, zeigt, dass der Sport in einem moralischen Vakuum operiert."


Italien:

"La Gazzetta dello Sport": "Bahrain wurde gestrichen. Es gab keine Alternative. Die Formel-1-Fans müssen sich nun gedulden. Aber es gab keine andere Möglichkeit."

"Tuttosport": "Im Chaos von Bahrain gibt es keine Formel 1."

"Corriere dello Sport": "Krieg im Mittleren Osten. Der Formel-1-Grand-Prix fällt aus."

"Il Messaggero": "Flucht aus Bahrain! Der Beschluss war unvermeidbar und ist eklatant."


Österreich:

"Kurier": "Sechs tote Demonstranten, Aufruhr in den Straßen. Nach den Protesten gegen die Regierung haben die Menschen in Bahrain andere Sorgen, als sich um ein Formel-1-Rennen zu kümmern."

"Österreich": "Eine Entscheidung, mit der alle leben können."

"Kronen Zeitung": "Grand-Prix-Absage war einzig richtige Reaktion."

Schweiz:

"Blick": "Die Vernunft hat im Krisenherd Bahrain gesiegt. Der Kronprinz telefonierte mit Ecclestone: No race!"

"Neue Zürcher Zeitung": "Mitten im politischen Sturm. Die Frage nach der Moral wird in der Formel 1 selten gestellt, vielleicht viel zu selten. So ist auch die Absage des Großen Preises von Bahrain, wo am 13. März in die neue Saison hätte gestartet werden sollen, nicht primär mit der Achtung von Menschenrechten zu begründen. Vielmehr geht es um Sicherheit und Geld.

Spanien:

"AS": "Der Konflikt von Bahrain schiebt den Sport beiseite."

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