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Verhandlungen gescheitert, US-Profiliga NFL sperrt Spieler aus

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Erster Lockout in der NFL seit 24 Jahren

14.03.2011, 20:38 Uhr | sid, sid

Verhandlungen gescheitert, US-Profiliga NFL sperrt Spieler aus. Die Spielerbänke in der NFL bleiben vorerst leer (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Spielerbänke in der NFL bleiben vorerst leer (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Verhandlungen zwischen der Spielergewerkschaft und den Klubbesitzern sind gescheitert, die amerikanische Football-Profiliga NFL hat ihren ersten Lockout seit knapp 24 Jahren. Im Laufe des Samstages bestätigte die Liga offiziell den Beginn der Aussperrung. Die Aussperrung der Football-Profis durch ihre Klubs begann unmittelbar nach dem Ablauf der bisherigen Vereinbarungen um 6.00 Uhr MEZ (24.00 Uhr Ortszeit) und legt alle Aktivitäten der Liga sowie jegliche Vertragsverhandlungen und übrigen Gespräche zwischen Spielern und Klubs auf Eis.

Sollte es keine Einigung zwischen den Parteien geben, könnte die im Spätsommer beginnende neue Saison teilweise oder ganz ausfallen. Zuvor hatten sich die Spielergewerkschaft NFLPA und die 32 Klub-Eigner auch am letzten Tag ihrer Gespräche über einen neuen Tarifvertrag in Washington keine Einigung erreicht.

Spieler verklagen NFL

Insgesamt zehn Spieler, darunter die Star-Quarterbacks Tom Brady (New England Patriots), Peyton Manning (Indianapolis Colts) und Drew Brees (New Orleans Saints), haben die US-amerikanische Football-Profiliga NFL nach den gescheiterten Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag mittlerweile verklagt. Das Kartellverfahren kommt am 6. April in Minnesota vor Gericht, die Profis werfen den NFL-Verantwortlichen konspirative und wettbewerbsbehindernde Praktiken vor.

Sollte es weiterhin keine Einigung zwischen den Parteien geben, könnte die im Spätsommer beginnende neue Saison teilweise oder ganz ausfallen. Sollten die Spieler mit ihrem Vorstoß Erfolg haben, müsste die NFL die Aussperrung wieder aufheben und den Spielbetrieb wie ursprünglich geplant aufnehmen. Voraussichtlich unter den Bedingungen des alten Tarifvertrags.

Hauptstreitpunkt zwischen den beiden Parteien ist die Verteilung der NFL-Einnahmen in Höhe von jährlich rund neun Milliarden Dollar (rund 6,5 Milliarden Euro). Bisher streichen die Klubbesitzer davon grundsätzlich eine Milliarde (rund 723 Millionen Euro) sowie zusätzlich 40 Prozent des übrigen Geldes ein. Die verbliebenen 60 Prozent gehen an die Spieler.

Barack Obama: "Ich habe viele andere Dinge zu tun"

Während die Profis mit dem bisherigen Modell zufrieden sind, wollen die Teameigentümer künftig ihre Garantiesumme auf zwei Milliarden (rund 1,447 Milliarden Euro) erhöhen. Dies sei nötig, um die Entwicklung der Liga weiter voranzutreiben und die Infrastruktur zu verbessern.

In der Krise in Amerikas Nationalsport hatte sich zuletzt sogar US-Präsident Barack Obama zu Wort gemeldet, ein persönliches Eingreifen als Schlichter aber ausgeschlossen. "Es gibt die Teambesitzer, von denen die meisten fast eine Milliarde Dollar besitzen. Und es gibt die Spieler, die Millionen von Dollar verdienen. In einer Zeit, in der sich viele Menschen einschränken müssen, sollten sich die beiden Parteien einigen können, ohne dass der Präsident der Vereinigten Staaten intervenieren muss", sagte Obama. "Ich habe viele andere Dinge zu tun."

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