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VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg: Niedermeier versaut Magaths Comeback

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VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg  

Niedermeier versaut Magaths Comeback

20.03.2011, 19:25 Uhr | dpa, dpa

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg: Niedermeier versaut Magaths Comeback. Der Stuttgarter Christian Träsch (re.) im Zweikampf mit Diego vom VfL Wolfsburg. (Foto: dpa)

Der Stuttgarter Christian Träsch (re.) im Zweikampf mit Diego vom VfL Wolfsburg. (Foto: dpa)

Nach einem Gegentreffer in letzter Minute hat für Rückkehrer Felix Magath die Mission Rettung beim VfL Wolfsburg mit einem verschenkten Sieg begonnen. 664 Tage nach seinem Abschied als deutscher Meister mussten die Niedersachsen im Abstiegsduell beim VfB Stuttgart mit einem 1:1 (1:0) zufrieden sein.

Georg Niedermeier traf in der vierten Minute der Nachspielzeit noch zum glücklichen VfB-Ausgleich. Torjäger Grafite hatte in der 40. Minute für die VfL-Führung nach viermonatiger Torflaute gesorgt. Wolfsburg verpasste den ersten Sieg in Stuttgart seit dem 8. April 2000 und bleibt damit auf Abstiegsplatz 17. Der zuvor dreimal erfolgreiche VfB belegt den rettenden 15. Rang.

Magath vertraut auf Bewährtes

Nach nur einer Trainingseinheit schenkte der erst am vorigen Mittwoch in Schalke geschasste Magath sieben Akteuren aus der Meistermannschaft von 2009 das Vertrauen. "Die meisten Spieler haben sich sehr gefreut, mich zu sehen und haben Optimismus, was den Rest der Saison angeht. Ich hoffe, dass sich das schon zeigt", sagte Magath unmittelbar vor der Partie.

VfB-Trainer Bruno Labbadia betonte jedoch: "Felix wird nicht all die Probleme, die die Mannschaft hat, durch Handauflegen lösen können." Anstelle des verletzten Diego Benaglio stand erstmals seit mehr als einem Jahr Routinier André Lenz im Tor, Magath begründete dies mit der Erfahrung des 37-Jährigen.

Gebhart macht Druck

In den ersten 20 Minuten war beiden Mannschaften die Nervosität anzumerken. Dann erhöhte der VfB vor allem durch Timo Gebhart das Tempo, der Mittelfeldspieler scheiterte nach dem ersten guten Angriff aber an Lenz (24.). Den Schwaben fehlte in der Offensive unter anderen der gesperrte Torjäger Martin Harnik, die Defensive musste ohne Kapitän Mathieu Delpierre auskommen.

Vor allem Grafite und Diego brachten die VfB-Abwehr oft in Verlegenheit. Zunächst setzte sich Grafite robust gegen Serdar Tasci durch und bediente Diego, doch der Regisseur scheiterte aus Nahdistanz am glänzend reagierenden Torhüter Sven Ulreich (28.), der auch einen Distanzschuss von Diego parierte (35.). Dabei rutschte der Brasilianer weg und verletzte Stuttgarts Zdravko Kuzmanovic so schwer, dass der Antreiber ausgewechselt werden musste.

Grafite kann noch Tore schießen

Der nächste Schock für die 38.500 Fans folgte sofort: Nachdem Stefano Celozzis abgeblockter Befreiungsschlag im eigenen Strafraum landete, behauptete sich Grafite gegen Georg Niedermeier und drückte den Ball unter die Latte. Es war das achte Saisontor für den einstigen Bundesliga-Torschützenkönig, aber sein erstes seit dem 13. November 2010.

Der VfB stemmte sich zwar nach dem Wechsel gegen den Rückstand, konnte sich aber zunächst bei Schlussmann Ulreich bedanken, der einen Schuss von Jan Polak aus kurzer Entfernung an den Pfosten lenkte (65.). Grafite vergab bei einem der vielen Konter in der Schlussphase zweimal den beruhigenden zweiten Treffer. Das bestrafte Niedermeier, auf der anderen Seite vergab Grafite sogar noch das mögliche 2:1.

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