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Bierhoff: "Was Blindenfußballer leisten, ist eine sportliche Top-Leistung"

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Bierhoff: "Was Blindenfußballer leisten, ist eine sportliche Top-Leistung"

21.03.2011, 10:03 Uhr | t-online.de, t-online.de

Bierhoff: "Was Blindenfußballer leisten, ist eine sportliche Top-Leistung". Steffi Jones (r.), OK-Chefin der FIFA Frauen-WM 2011, wird bei ihren ersten Schritten von Blindenfußball-Nationaltrainer Ulrich Pfisterer (l.) unterstützt. (Foto: Deutsche Telekom AG)

Steffi Jones (r.), OK-Chefin der FIFA Frauen-WM 2011, wird bei ihren ersten Schritten von Blindenfußball-Nationaltrainer Ulrich Pfisterer (l.) unterstützt. (Foto: Deutsche Telekom AG)

Anstoß zum bundesweit angelegten Schulprojekt "Neue Sporterfahrung" mit Rollstuhlbasketball und erstmalig Blindenfußball: Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, und Steffi Jones, OK-Chefin der FIFA Frauen-WM 2011, machten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums in München die Erfahrung ohne Sehvermögen Fußball zu spielen. Angeleitet wurden sie von Ulrich Pfisterer, Cheftrainer der deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft und Nationalspieler Marcel Heim (BFW Würzburg). Als Vorbilder engagieren sich alle fünf für die herausragenden Leistungen im Behindertensport und für gegenseitigen Respekt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Mit verbundenen Augen Pässe schlagen, den Ball eng am Fuß führen und Tore schießen

Oliver Bierhoff und Steffi Jones machten sich mit den technischen Grundlagen des Blindenfußballs vertraut und sammelten gemeinsam mit den Jugendlichen positive Erfahrungen beim Hallenfußball-Kick der etwas anderen Art. "Was Blindenfußballer leisten, ist eine sportliche Top-Leistung. Ihr Gefühl für den Raum und ihre Intuition am Ball ist beeindruckend. Ich habe großen Respekt vor ihrem Engagement und ihrer Klasse", zeigte sich Oliver Bierhoff beeindruckt. Bei der paralympischen Disziplin Blindenfußball geht es, genau wie beim Fußball sehender Spieler darum, den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Das Sportgerät ist im Inneren mit Rasseln gefüllt und auf diese Weise hörbar. "Gerade koordinativ und technisch anspruchsvolle Sportarten wie Blindenfußball werden in der Öffentlichkeit oft unterschätzt", sagt Ulrich Pfisterer. "Solch ein Projekttag mit außergewöhnlichen Sportarten ist eine wertvolle Erfahrung für junge Menschen." Ergänzt wurde der Projekttag durch Rollstuhlbasketball unter Anleitung der Nationalspieler Florian Fischer und Uli Schmölz vom USC München.

Soziale Kompetenzen sollen gestärkt werden

Die "Neue Sporterfahrung" vermittelt jungen Menschen, welche hohen Anforderungen sich bei paralympischen Sportarten stellen. Durch die neuen Bewegungserfahrungen soll Verständnis für unterschiedliche Lebenssituationen geweckt und Werte wie Fairness, Toleranz und Respekt gestärkt werden. Oliver Bierhoff: "Die Aktion zeigt, was Menschen mit Behinderung im Sport und auch darüber hinaus in unserer Gesellschaft leisten können. Blindenfußball steht stellvertretend für viele beachtliche Beiträge und Leistungen von Menschen mit Handicap. Die Aktion "Neue Sporterfahrung" ist daher eine gelungene Initiative, die ich gerne unterstütze." Steffi Jones weiß aus ihrer aktiven Zeit als Fußballprofi, dass es sich lohnt, um Anerkennung zu kämpfen: "Ressentiments gegenüber kickenden Mädchen und Frauen waren früher an der Tagesordnung. Mittlerweile sind wir akzeptiert und genießen, auch Dank der diesjährigen Heim-WM, große Aufmerksamkeit. Ich helfe sehr gerne mit, dass auch der Blindenfußball hierzulande bald seine verdiente Anerkennung erhält."

Rollstuhlbasketball und Blindenfußball als beispielhafte Sportarten

Die "Neue Sporterfahrung" ist eine Initiative der Deutschen Telekom in Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband und dem Deutschen Rollstuhlsportverband. Nach dem Start der Initiative in Bayern, folgen im September Berlin und Brandenburg. Der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, begrüßt das Projekt: "Initiativen wie die "Neue Sporterfahrung" geben jungen Menschen ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen und fördern den fairen Umgang miteinander. Dies ist für den Zusammenhalt in der Gesellschaft von großem Wert." Seit dem Start im Oktober 2009 haben bereits mehr als 220 Schulen und über 33.000 Jugendliche in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bremen und Hamburg mit Begeisterung und großem Engagement teilgenommen. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, unterstreicht den gesellschaftlich relevanten Ansatz: "Rollstuhlbasketball und Blindenfußball sind beispielhafte Sportarten, die Spaß machen, junge Menschen motivieren und das gegenseitige Verständnis fördern. Genau diese Brücken machen Förderprojekte wie die "Neue Sporterfahrung" der Telekom so wertvoll." 

Umfrage bestätigt Interesse an Integration

Dass die Telekom mit ihrem Engagement richtig liegt, unterstreicht eine aktuelle repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Sport + Markt. Demnach ist es 89 Prozent der Befragten wichtig, dass Unternehmen soziale Projekte an Schulen unterstützen. 81 Prozent sprechen sich für die verstärkte Förderung von Integration behinderter und nicht-behinderter Menschen an den Bildungsstätten aus und 75 Prozent sind überzeugt, dass Erfahrungen von Schülern in paralympischen Sportarten soziale Kompetenzen wie Fairness, Respekt und Toleranz stärken. "Die Förderung von gesellschaftlich relevanten Projekten liegt uns bereits seit Langem am Herzen. Gerade im und durch Sport können vor allem bei jungen Menschen wichtige Weichen für die Toleranzfähigkeit unserer Gesellschaft gestellt werden", erklärt Stephan Althoff, Leiter Corporate Sponsoring der Deutschen Telekom AG.   

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