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Vettel greift auch in der Gehaltsrangliste an

21.03.2011, 11:14 Uhr | sid, sid

Sebastian Vettel greift auch in der Gehaltsrangliste an. Sebastian Vettel ist in der Formel 1 auch finanziell auf dem Vormarsch. (Foto: imago)

Sebastian Vettel ist in der Formel 1 auch finanziell auf dem Vormarsch. (Foto: imago)

Lukrative Werbe-Verträge und eine kräftige Gehalterhöhung nach Vertragsverlängerung haben bei Sebastian Vettel die Kasse klingeln lassen. Der Formel-1-Weltmeister ist auch in der Geldrangliste der Königsklasse auf dem Weg zur Nummer eins, angekommen ist er dort aber noch nicht. Vettel bleibt seinen Idealen treu: Einen Manager hat er nicht, und die verlockenden Angebote aus der Werbebranche hat er mit einer Ausnahme ausgeschlagen. Dass Vettel lieber an "perfekte Pasta" als an Schuppen denkt, weiß inzwischen jedes Kind (Foto-Show: Soviel verdienen die Formel-1-Stars).

Mit dem Gehaltssprung auf - je nach Prämien - bis zu zwölf Millionen Euro schafft es Vettel damit auf etwa 15 Millionen Euro Jahresgehalt. Damit ist er, gleichauf mit Lewis Hamilton, nur die Nummer drei im Formel-1-Zirkus. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher ist seinem sportlichen Nachfolger in dieser Hinsicht noch ein Stück voraus, der Topverdiener der Szene ist allerdings der von Vettel im Saisonfinale bezwungene Fernando Alonso. Der Spanier soll bei Ferrari alleine an die 20 Millionen Euro Gehalt verdienen, hinzu kommen noch mal etwa acht Millionen durch Werbung.

Junge und dynamische Marke

Die Geldmaschine läuft bei Vettel aber gerade erst so richtig an. Der 23-Jährige gilt für Insider der Werbebranche als die kommende Marke schlechthin. Er ist jung und dynamisch, dabei aber spitzbübisch und sympathisch geblieben, wirkt erfolgsorientiert, aber fast nie verbissen. Einziges Hindernis: Durch die starke Bindung zum Teaminhaber wird Vettel sehr stark mit Red Bull assoziiert, weitere Marken haben es etwas schwerer, sich in der Verbindung mit ihm zu verankern. Doch Geld ist für Vettel nicht die größte Motivation.

"In dem Moment, wo Geld dein Ansporn und deine Motivation wird, kannst du nicht mehr so gut sein wie jemand, der seinen Sport mit voller Leidenschaft und aus innerem Willen heraus betreibt", sagte Vettel schon 2009. Kurz nach dem Gewinn des WM-Titels versicherte er der "Bild"-Zeitung: "Ich brauche keine Jacht, nur weil ich jetzt Weltmeister bin." Und falls er sich je einen Privatjet zulege, dann "geht es nicht um Luxus, nur um Zeitersparnis".

Alonsos Vorteil der zwei Märkte

Dass die Marke Vettel in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird, scheint sicher. Spannend bleibt die Entwicklung der Marke Schumacher. Sportlich hat der Rekord-Champion, der in seiner Zeit als scheinbar unschlagbarer Weltmeister mehr als 25 Millionen Euro nur durch Werbeeinnahmen verbucht haben soll, bei seinem mäßigen Comeback an Strahlkraft eingebüßt. Dafür wirkte er lockerer und nahbarer.

Alonso ist derweil gleich auf zwei Märkten begehrt. In Spanien behauptet sich der Spanier gegen die starke Konkurrenz der Fußball-Weltmeister oder des Tennisspielers Rafael Nadal, zudem hat er als Ferrari-Aushängeschild auch in Italien zahlreiche Fans.

Pay Driver halten Einzug

Eine neue Größe im Fahrerlager sind die sogenannten Pay Driver, die vor allem durch Unterstützung ihrer Privatsponsoren ins Feld rutschten. So hielt sich der Russe Witali Petrow im Feld, der Venezolaner Pastor Maldonado verdrängte bei Williams den Deutschen Nico Hülkenberg trotz dessen Pole Position in Brasilien. Beide kriegen mehr Werbegelder als Gehalt.

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