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Formel 1: Die Saison startet in Melbourne

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Vettels Mission Titelverteidigung beginnt

24.03.2011, 12:08 Uhr | dpa

Formel 1: Die Saison startet in Melbourne. Sebastian Vettel hat die Titelverteidigung fest im Visier. (Foto: imago)

Sebastian Vettel hat die Titelverteidigung fest im Visier. (Foto: imago)

Die Verfolger formieren sich, doch Weltmeister Sebastian Vettel will gleich zum Auftakt der Formel 1 wieder in die Titelspur fahren. "Unser Ziel ist es, da weiterzumachen, wo wir aufgehört haben und den Schwung mitzunehmen", sagte der Red-Bull-Pilot vor dem ersten Rennen in Melbourne.

Rivale Fernando Alonso konterte prompt mit eigenen Ansprüchen: "Wenn man für Ferrari fährt, gibt es kein anderes Ziel, als um die WM zu kämpfen." Auch Mercedes mit Michael Schumacher, Lotus-Renault und McLaren-Mercedes werden vor dem ersten Saisonlauf am Sonntag als WM-Kandidaten gehandelt. Verfolgen Sie das erste freie Training am Freitagmorgen ab 2.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker!

Alonso erwartet fünf Teams an der Spitze

Soviel Ungewissheit war selten. "Die Situation ist etwas schwierig, weil man nicht weiß, wie wettbewerbsfähig man ist", erklärte Vettel, der als Champion bei seiner Rückkehr ins verregnete Fahrerlager besonders im Fokus stand, ständig umringt von Kameras und Mikrofonen. Auch Vize-Weltmeister Alonso erwartet ein sehr offenes Titelrennen. "Es ist unmöglich, im Moment die Reihenfolge vorherzusagen. Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt fünf Teams, die um Siege und den Titel mitkämpfen können", urteilte der Spanier.

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Mission Titelverteidigung

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel will auch in diesem Jahr wieder angreifen. Video

Red Bull hat die besten Karten

Die Favoritenrolle aber fällt zunächst wieder Red Bull zu. "Es war ein guter Winter für uns", befand Vettel-Teamkollege Mark Webber vor seinem Heimrennen im idyllischen Albert Park. Knapp dahinter sehen die meisten Beobachter vor dem Saisonstart Ferrari, doch auch Mercedes wähnt sich mit dem stark verbesserten Silberpfeil in einer guten Position. "Ich sehe eine gute Chance, dass wir um den Platz des zweitschnellsten Teams kämpfen können", meinte Rekordchampion Schumacher. Ziel seiner Comeback-Mission bleibe auch nach dem ernüchternden Vorjahr Titel Nummer acht. "Dafür bin ich hier."

Komplettiert wird das Quintett der Weltmeister im Feld von den McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button, die 2008 und 2009 die Titel einfuhren. Diesmal jedoch droht ihr launischer Dienstwagen zum Hindernis zu werden. "Wir hoffen, dass wir nicht zu weit zurückliegen", sagte Hamilton. Für Button dürfte es so zumindest schwer werden, zum dritten Mal in Serie in Melbourne zu gewinnen.

Neue Reifen bereiten Kopfzerbrechen

Alle Prognosen aber werden durch die Neuerungen bei den Reifen und im Reglement erschwert. Vor allem die wenig haltbaren Pirelli-Pneus dürften wegen der vielen notwendigen Boxenstopps ein entscheidender Faktor werden. "Die Reifen verlangen einen anderen Fahrstil. Wir müssen das Beste daraus machen", sagte Mercedes-Pilot Nico Rosberg. Hinzu kommt die Herausforderung durch den Zusatzschub des Energie-Rückgewinnungssystems KERS und den verstellbaren Heckflügel - beides muss bei Höchsttempo von den Fahrern bedient werden.

Turbulente Rennen mit reichlich Überholmanövern könnten die Konsequenz sein. Von diesem Spektakel könnten Außenseiter profitieren. Hoffnungen macht sich auch Nick Heidfeld, der in letzter Minute bei Lotus-Renault für den bei einem Rallye-Unfall verletzten Robert Kubica einsprang. "Ich habe ein gutes Gefühl."

Glock und Sutil fahren hinterher

Ganz anders sieht es bei Adrian Sutil und Timo Glock aus. "In den ersten Rennen werden wir noch nicht ganz so stark sein, danach sollte der Trend nach oben gehen", sagte Force-India-Fahrer Sutil. Sein Team habe beim neuen Auto VJM04 "einfach noch viele Baustellen", meinte der Gräfelfinger. Platz zehn bis 16 sei realistisch. Noch weiter hinten dürfte sich Marussia-Virgin-Pilot Glock wiederfinden. "Wir werden in Melbourne hinterherfahren."

Vettel lächelt noch immer

Die deutsche Hoffnung Nummer 1 heißt aber ohnehin Vettel. Nur allzu gern möchte er das Gefühl konservieren, dass ihn seit dem WM-Triumph begleitet. "Ich habe noch immer dieses Lächeln auf dem Gesicht", sagte Vettel. Doch in Erinnerungen schwelgen, dafür hat Vettel längst keine Zeit mehr. "Zurückschauen ist keine natürliche Bewegung", meinte der Red-Bull-Star.

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