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Schockzustand nach Spielabbruch auf Schalke

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St. Pauli nach Spielabbruch im Schockzustand

02.04.2011, 08:48 Uhr | t-online.de, dpa

Schockzustand nach Spielabbruch auf Schalke. Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner ist nach dem Becher-Wurf benommen. (Quelle: dpa)

Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner ist nach dem Becher-Wurf benommen. (Quelle: dpa)

Nach dem unrühmlichen Ende der Partie St. Pauli gegen Schalke 04 herrscht Fassungslosigkeit bei allen Beteiligten. "So etwas geht gar nicht, das ist eine Katastrophe, da gibt es null Toleranz. Ich kann mich nur bei dem Linienrichter entschuldigen", sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski. Ähnlich äußerte sich auch Schalke-Coach Ralf Rangnick: "Es ist traurig, dass es so etwas überhaupt gibt." Für die DFL hat es vorerst offiziell nichts gegeben, weder die beiden Tore der Gäste noch die beiden Platzverweise gegen die Gastgeber. "Wir werten so, als hätte das Spiel nicht stattgefunden", sagte ein Sprecher.

Erst nach einer Entscheidung durch den Kontrollausschuss und das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über eine Wertung des Spiels würden alle Aktionen in die Statistiken aufgenommen beziehungsweise über persönliche Strafmaße durch die DFB-Gerichtsbarkeit geurteilt werden können, hieß es von der DFL.

Aytekin bricht Partie nach Attacke auf Kollegen Schiffner ab

Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte die Partie beim Stand von 2:0 (1:0) für Schalke abgebrochen. Sein Assistent Thorsten Schiffner war in der 88. Minute durch einen von der Tribüne geworfenen Plastikbecher voll Bier im Nacken getroffen worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, berichtete Aytekin über seinen Linienrichter. Unmittelbar nach dem Abbruch soll Schiffner benommen gewirkt haben.

Tat-Verdächtiger ist wieder frei

Der 43-jährige, mutmaßliche Bierbecher-Werfer konnte noch im Bereich des Millerntor-Stadions mit Hilfe der Ordner gestellt und vorübergehend festgenommen werden. Man habe die Personalien aufgenommen und den Mann anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Zunächst hatte es geheißen, dem Fan sei möglicherweise die Flucht gelungen.

Schulte: Es gibt immer schwarze Schafe

"Ich bin sehr enttäuscht, dass das passiert ist und kann mich im Namen des FC St. Pauli nur entschuldigen", betonte auch Sportchef Helmut Schulte. Er wies in dem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass gerade die St. Pauli-Fans in Fußball-Deutschland einen guten Ruf genießen. "Für sie muss ich hier auch eine Lanze brechen. 99 Prozent von ihnen sind absolut in Ordnung, natürlich ist aber auch immer mal das eine oder andere schwarze Schaf darunter", erklärte der Sportchef des Kiez-Clubs.

Neuer: Becher-Werfer ein Schwachkopf

Schalke-Keeper Manuel Neuer sagte, dass es am Millerntor immer zur Sache ginge und der Abbruch der Partie Sache des Schiedsrichters sei. Harte Worte fand der Keeper für den Becher-Werfer. Auf seiner Facebook-Seite bezeichnete er ihn als "Schwachkopf".

Schalke bekommt die Punkte wohl zugesprochen

Aytekin stellte klar, er habe "keine andere Wahl" gehabt, als das Match vorzeitig zu beenden. Und der Referee kündigte an, den zum Spielabbruch führenden Vorfall im Spielbericht zu dokumentieren. "Alles andere wird dann das Sportgericht entscheiden", ergänzte er. Dass Schalke, zum Zeitpunkt des Abbruchs durch Tore von Raul (26. Minute) und Julian Draxler (66.) in Führung, die sportlich fast schon gewonnenen Punkte nachträglich am Grünen Tisch zugesprochen bekommt, gilt als sicher.

Pauli droht saftige Geldstrafe

Dem FC St. Pauli, der nach der sechsten Niederlage in Serie tief im Abstiegsstrudel steckt, droht nach dem Skandal dagegen weiteres Ungemach: Eine saftige Geldstrafe und möglicherweise ein sogenanntes "Geisterspiel" unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Der Kontrollausschuss wird zu Wochenbeginn seine Ermittlungen aufnehmen", teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dazu mit.

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