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Vettel und Red Bull in Malaysia unter Druck

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Vettel und Red Bull in Malaysia unter Druck

08.04.2011, 03:45 Uhr | t-online.de/ngo, t-online.de

Vettel und Red Bull in Malaysia unter Druck. Sebastian Vettel im Red Bull (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

Sebastian Vettel im Red Bull (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

Beim Saisonauftakt in Melbourne war Sebastian Vettel nicht zu schlagen, für Red Bull Racing schien der Titel bereits sicher. In Malaysia sind die Karten nun neu gemischt. Bei den ersten beiden freien Trainings in Sepang lag zwar jeweils Mark Webber an der Spitze des Feldes, doch der Vorsprung auf die Konkurrenz war am Ende verschwindend gering. Sollte Red Bull nicht noch etwas in der Hinterhand haben, werden die Fans ein spannendes Qualifying und Rennen erleben.

Deutlich verbessert zeigten sich derweil die vier Piloten von McLaren-Mercedes und Mercedes GP. Jenson Button rückte dicht an Webber heran, Michael Schumacher konnte in beiden Trainingssessions überzeugen. (Übersicht: Ergebnisse zweites freies Training)

Red Bull wieder ganz vorn, Webber schlägt Vettel

Nach dem ersten Training auf dem Rundkurs von Sepang schien das Kräfteverhältnis geklärt. Mark Webber ließ die Konkurrenz alt aussehen, seine Rundenzeit von 1:37,651 Minuten war ein Schlag ins Gesicht für den Rest des Feldes. Lewis Hamilton, der am Ende Rang zwei belegte, fehlten bereits mehr als 1,5 Sekunden auf den Australier.

Und Sebastian Vettel? Der Weltmeister hatte gleich auf seinen ersten Runden einmal mehr mit KERS zu kämpfen. Das Energierückgewinnungs-System fiel aus. Zwar schien KERS später im Training wieder zu funktionieren, doch für Vettel war es da bereits zu spät. Mit deutlich mehr Sprit an Bord als Webber belegte er am Ende nur Platz 17.

Schumacher stark, Hülkenberg überrascht

Bei den Silberpfeilen ging es einen großen Schritt nach vorn. Nach dem mehr als enttäuschenden Start in die neue Saison wollen Schumacher und Nico Rosberg in Malaysia endlich punkten. Im ersten Training wusste der Rekordweltmeister auch gleich zu überzeugen. Schumacher beendete die Session auf Rang drei, sein Teamkollege Nico Rosberg kam nur auf den zehnten Platz.

Überraschend gut war Nico Hülkenberg unterwegs. Der Force-India-Testfahrer fuhr auf Rang vier, während Stammpilot Adrian Sutil hinter Rosberg auf Rang elf landete.

Große Probleme bei Lotus Renault

Stehendes Vorderrad bei Nick Heidfeld (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)Stehendes Vorderrad bei Nick Heidfeld (Foto: Reuters)Bei den Verantwortlichen im Team von Nick Heidfeld herrschte Ratlosigkeit. Sowohl beim Deutschen, als auch bei seinem russischen Teamkollegen Vitaly Petrov gab es im ersten Training große Schwierigkeiten mit den Bremsen. Zunächst blockierte bei Heidfeld das rechte Vorderrad, ehe bei Petrov später die Bremsscheibe vorne links platzte und das Rad zerfetzte. Lange sah es so aus, als würden beide Piloten das zweite Training ausfallen lassen, aber dann kamen sie doch noch einmal auf die Strecke.

Red Bull kann sich nicht wirklich absetzen

Das zweite Training lief bei den Spitzenteams nahezu identisch ab. Zunächst drehten die Fahrer Runden im Qualifying-Modus - schnelle Rundenzeiten, weiche Reifen, alles optimiert für die eine perfekte Runde. Danach änderte sich die Taktik, die Boliden wurden auf Rennabstimmung getrimmt. Mit vollen Tanks stiegen die Rundenzeiten dramatisch an.

Bemerkenswert dabei war die Tatsache, dass sich Webber und Vettel in beiden Varianten nicht wirklich von Button und Hamilton absetzen konnten. Im Gegenteil, Button klebte förmlich an Webbers Heck. Am Ende trennten die beiden nur fünf Tausendstel-Sekunden, Vettel lag um acht Hundertstel-Sekunden hinter Hamilton auf Rang vier. Ein Spaziergang wie in Melbourne wird es für Red Bull im Rennen am Sonntag nicht.

Schumacher erster Verfolger des Spitzenquartetts

Schumacher machte unterdessen dort weiter, wo er im ersten Training aufhörte. Der Mercedes-Pilot positionierte sich als erster Verfolger von Red Bull und McLaren-Mercedes, belegte am Ende Rang fünf vor Felipe Massa, Rosberg und einem gut aufgelegten Heidfeld.

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