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Vettel, Heidfeld, Schumi: Extraklasse! Klasse! Klasse?

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Formel 1 als Drei-Klassen-Gesellschaft

11.04.2011, 07:04 Uhr | t-online.de

Vettel, Heidfeld, Schumi: Extraklasse! Klasse! Klasse?. Heidfeld, Vettel, Schumi: Gepunktet haben sie immerhin alle. (Fotos: imago)

Heidfeld, Vettel, Schumi: Gepunktet haben sie immerhin alle. (Fotos: imago)

Aus Sepang berichtet Elmar Brümmer

Keine Frage, die Auto-Nation Deutschland bestimmt auch diese Formel-1-Saison. Der Große Preis von Malaysia zeigt das exemplarisch. Drei PS-Teutonen in den Top-Ten, drei deutsche Rennfahrer-Schicksale: Sebastian Vettel steht als Dauer-Sieger unter Strom (oder auch nicht), Nick Heidfeld feiert ein großartiges Comeback und Michael Schumacher macht sich momentan mehr Sorgen als Hoffnungen.

Nach zwei Rennen werden erste Trends klar. Sie versprechen – nicht nur aus patriotischer Sicht – eine abwechslungsreiche Saison. Nimmt man die besten Drei von Sepang mit deutscher Pilotenlizenz, dann formuliert sich daraus auch eine Drei-Klassen-Gesellschaft. (Einzelkritik: Zwei Deutsche mit Note 1, aber Rosberg fällt durch)

CHAMPIONS LEAGUE: Vettel, der Reifenflüsterer

Die Große-Preis-Frage ist schnell formuliert, und sie wird überall im Fahrerlager bange gestellt: Wer soll Sebastian Vettel noch stoppen? Zwei Siege, zwei Pole-Positionen – der Weltmeister beginnt das neue Rennjahr so, wie er das alte beendet hat. Auf die aerodynamische Überlegenheit seines Red Bull verlässt er sich dabei nicht, Vettel ist mehr ein Angreifer als ein Verteidiger. Selbst der einmal mehr zickende Zusatzschub durch KERS bringt den Mann nicht aus der Ruhe. Sein Selbstbewusstsein wächst scheinbar von Runde zu Runde, man kennt das aus seligen Schumi-Zeiten.

Und wenn es sein muss, wird er sogar zum Reifenflüsterer. Nicht Plan A, vier Stopps wie Kollege Mark Webber, sondern Plan B mit nur drei Boxenhalten hat beim Sauna-Rennen zum Erfolg geführt. Aber richtig ins Schwitzen hat das nur die anderen gebracht. Da vertraut einer in sich, ins Auto und ins Team – die emotionalen Zärtlichkeitsbekundungen nach der Zieldurchfahrt sind ein ehrliches Zeugnis: "Ich liebe es mit Euch, jedes Wochenende." Schon am kommenden Sonntag in Shanghai, dem Ort seines ersten Red-Bull-Sieges, hat er die nächste große Chance. Die aktuelle Momentaufnahme des Champions: "Ich könnte glücklicher nicht sein. Aber heute ist Malaysia schon Geschichte, die Vorbereitung auf China hat begonnen."

BUNDESLIGA: Heidfeld, die Lotusblüte

Es gibt also doch noch Rennfahrer-Comebacks, die funktionieren können. Nick Heidfeld, vor zwei Monaten noch arbeitslos, jetzt zum ersten Mal seit dem Regenchaos von Malaysia 2009 wieder auf dem Podium. Der dritte Platz mit dem Lotus Renault ist beinahe eine so große Genugtuung wie der ersehnte erste Grand-Prix-Sieg, dem der Gladbacher seit 174 Rennen entgegenfahren will.

Aber ein Schritt nach dem anderen: Sein französischer Dienstwagen hat das Potenzial für das Podium, Heidfeld selbst ist auch mit 33 noch frisch wie beim Debüt zur Jahrtausendwende. Beim Start konnte er sogar Spitzenreiter Vettel erschrecken, als er gleichauf zog. Das macht dem Kubica-Ersatz Lust auf mehr. "Was für ein Fortschritt", jubelt der Raketenstarter und man weiß nicht genau, ob er sich oder sein Auto meint. Wahrscheinlich beides. Sein KERS ist die mentale Schubkraft eines Spätzünders.

RELEGATION: Schumi, der Zickenbändiger

Neunter Platz, so oft ist das in der einmaligen Karriere des Michael Schumacher nicht vorgekommen. Und noch seltener, dass er mit diesem Rang sogar vollauf zufrieden sein musste. Zweites Rennen im zweiten Comeback-Anlauf, aber immer noch ist der Silberpfeil eine Zicke, vor allem in der Qualifikation. KERS läuft, jetzt macht der verstellbare Heckflügel Probleme. Schumacher muss sich mit Neuling Paul di Resta im Force India kabbeln, das ist seiner nicht würdig.

Formel 1 - Videos 
Im Schatten der Zwillingstürme

Schumi und Rosberg lernen Malaysia kennen. Video

Doch langsam kommt der alte Schumi durch. Ein Kämpfer, was auch Kollege Nico Rosberg (Rang zwölf) zu spüren bekommt, der beim Äquator-Rennen nicht wirklich eine Chance im direkten Vergleich hatte. Schumacher ist wie ein angeschlagenes Raubtier. Aber wenn Mercedes GP nicht schleunigst die Mängel abstellt und die Weiterentwicklung forciert, dann klappt es nicht mit dem Anschluss nach oben. "Schaffe, schaffe, Häusle baue", funkt er nach Stuttgart. Es ist kein Witz, sondern bitterer Ernst.

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