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Die Explosion des FC Bayern München

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Bundesliga - FC Bayern  

Die Explosion des FC Bayern München

17.04.2011, 19:10 Uhr | t-online.de

Aus München berichtet Thomas Tamberg

Uli Hoeneß hatte nach der Entlassung von Trainer Louis van Gaal von der Mannschaft nichts Geringeres als eine Explosion gefordert. Und Uli Hoeneß bekam eine Explosion. Der FC Bayern legte los, als wollte er sich den Frust einer ganzen Saison in nur einer Halbzeit von der Seele schießen. Der Rekordmeister besiegte am 30. Bundesliga-Spieltag Bayer Leverkusen mit 5:1 (4:0). Bereits nach 45 Minuten war die Partie gelaufen und für Leverkusen der Traum von der Meisterschaft endgültig beendet. Mario Gomez und Co. brannten dagegen ein Feuerwerk ab und versöhnten so ganz nebenbei die zuletzt zerrissene Bayern-Familie.

"Es war ein Super-Spiel, und wir haben die Dinge jetzt wieder selbst in der Hand", sagte Karl-Heinz Rummenigge angesichts der Tatsache, dass der FC Bayern wieder einen Zähler mehr auf dem Konto hat als der ärgste Konkurrent um Platz drei, Hannover 96.

Noch nie in dieser Saison wurde der Tabellenzweite so vorgeführt. "Nach der Pause haben die Bayern einen Gang zurückgeschaltet, sonst wäre das hier anders ausgegangen. Wir wurden von einer sehr guten Bayern-Mannschaft eiskalt abserviert", war ein völlig niedergeschlagener Hanno Balitsch am Ende sogar froh, nicht noch eine deutlichere Packung bekommen zu haben.

Heynckes wählt klare Worte

"In der ersten Halbzeit haben wir alles falsch gemacht, was man nur falschen machen kann. Wir haben in der Defensive viel zu viel Raum zwischen den Leuten gelassen. Wenn die Bayern Platz haben, dann nutzen sie das aus", sagte Leverkusens Trainer Jupp Heynckes, der in der neuen Saison auf der Bayern-Bank sitzen wird. "Dann muss man sich nicht wundern, dass man zur Halbzeit 0:4 zurückliegt."

Nicht eine Sekunde lang vermissten die 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena den rot-gesperrten Superstar Arjen Robben. Dank hoher Laufbereitschaft, Konzentration und jeder Menge Spielwitz spielten die Bayern die Gäste im ersten Abschnitt an die Wand. Simon Rolfes per Eigentor (7.) und drei Mal Gomez mit einem astreinen Hattrick (28./44./45.) schossen bis zur Pause eine beruhigende Führung heraus. Eren Derdiyok (62.) und Frank Ribéry (75.) sorgten im zweiten Durchgang für den Endstand.

Gomez feiert Hattrick

"Mit unserer Aggressivität ist Leverkusen nicht klar gekommen. Es sind zwar nur drei Punkte, aber die Art und Weise, wie wir heute gewonnen haben, gibt uns aber viel Selbstvertrauen. Das ist sehr viel wert", sagte Gomez, die personifizierte Explosion an diesem Nachmittag. Der Goalgetter schoss drei Mal aufs Tor, drei Mal schlug es hinter Rene Adler ein. Mit nunmehr 22 Treffen führt Gomez wieder die Torschützenliste vor dem Freiburger Cissé (20) an.

Fünf-Spiele-Coach Andries Jonker hatte einige Veränderungen vorgenommen. Thomas Müller gab den Robben auf rechts, Klose kam ins Team und agierte hinter Gomez als hängende Spitze, Daniel van Buyten und Luiz Gustavo bildeten ein starkes Innenverteidiger-Paar. Hans-Jörg Butt kehrte ins Tor zurück und hatte bei einigen Szenen das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Wurde aber letztlich selten ernsthaft geprüft.

Lahm kennt den Schlüssel

"Das war ein wichtiger Sieg für uns. Die erste Halbzeit war entscheidend", analysierte Bastian Schweinsteiger, der ebenso wie der angeschlagene Franck Ribéry mitwirken konnte. "Jeder Spieler weiß, in welcher Situation wir sind." Auch Philipp Lahm war höchst zufrieden. "Alle elf Mann haben verteidigt", sah der Kapitän in der Abwehrarbeit den Schlüssel zum Erfolg.

Der dürfte aber auch bei Jonker liegen. Der Interimscoach vertraute nicht nur anderen Spielern, sondern auch einer etwas anderen Spielweise. Lediglich 41 Prozent Ballbesitz hatte der FC Bayern. Unter van Gaal war dieser Wert gut und gerne doppelt so hoch. "Wir haben bisschen anders gespielt", gab Schweinsteiger zu und dürfte dabei vor allem an die vielen langen Bälle – unter van Gaal noch verboten – gedacht haben.

Jonker überrascht und zufrieden

Jonker selbst zeigte sich von der fulminanten ersten Hälfte "überrascht" und lobte seine Spieler. "Die Jungs haben sehr gut erkannt, in was für einer Situation wir sind." Ganz nebenbei hatte sich durch diesen engagierten Auftritt die Debatte nach den Fan-Protesten gegen Präsident Hoeneß von alleine erledigt.

"Steht auf, wenn ihr Bayern seid", hallte es bereits in der 31. Minute durch die Arena - und bis auf die Leverkusen-Fans machte jeder mit. Zu diesem Zeitpunkt führte der Gastgeber bereits 2:0. Als in der 73. Minute die Fans "Uli Hoeneß, du bist der beste Mann" anstimmten, dürfte auch der Präsident wieder sein Lachen gefunden haben. Am Ende schwappte gar die Welle durchs Stadion. Hoeneß selbst wollte an diesem außergewöhnlichen Tag keine Stellungnahme abgeben. Er wünschte jedem, der ihm entgegentrat, einen "schönen Abend" und verließ mit einem tiefenentspannten Lächeln das Stadion.

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