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Grüne wollen Formel 1 am Nürburgring kippen

18.04.2011, 08:06 Uhr | dpa

Grüne wollen Formel 1 am Nürburgring kippen. Geht es nach den Grünen, könnte auf dem Nürburgring schon bald Schluss sein mit der Formel 1. (Foto: imago)

Geht es nach den Grünen, könnte auf dem Nürburgring schon bald Schluss sein mit der Formel 1. (Foto: imago)

Die wohl bald in Rheinland-Pfalz mitregierenden Grünen stellen die Formel 1 am Nürburgring infrage. "Ich habe nichts gegen die Autorennen in der Eifel. Ich habe nur ein Problem, wenn Steuergeld dazu gebraucht wird, dass andere Millionen und Milliarden Euro an Gewinn einstreichen", sagte der grüne Landeschef Daniel Köbler. "In den Verhandlungen mit der SPD werden wir darauf hinarbeiten, die Subventionen am Ring in absehbarer Zukunft dauerhaft zu streichen."

Die alle zwei Jahre - auch im Sommer 2011 - an der legendären Rennstrecke ausgerichtete Formel 1 verschlingt jeweils rund 13 Millionen Euro an Steuergeld. "Wir können es vertreten, eine wirtschaftliche Perspektive für die strukturschwache Region zu schaffen. Wir wollen den Nürburgring nicht einfach dichtmachen - da steckt ja schon viel Steuergeld drin. Aber wir können uns nicht mit so hohen Subventionen zum Spielball von Einzelnen machen", sagte Köbler mit Blick auf Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

Privatfinanzierung spektakulär geplatzt

Nach ihrem Traumergebnis von 15,4 Prozent bei der Landtagswahl am 27. März wollen die Grünen zusammen mit der SDP regieren. In den laufenden Koalitionsverhandlungen spielt auch der Nürburgring eine wichtige Rolle. Die bisherige SPD-Landesregierung hatte dort einen riesigen Freizeitpark für offiziell 330 Millionen Euro bauen lassen, um die Formel-1-Verluste auszugleichen. Dabei platzte eine Privatfinanzierung spektakulär. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt, unter anderem gegen Ex-Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) und den Ringbetreiber Kai Richter.

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Ermittlungen laufen immer noch

"Alle Verträge und das Gesamtkonzept müssen überprüft werden", betonte Köbler, der auch Fraktionschef ist. Die Grünen hatten immer darauf gedrängt, dass mit den Skandalen am Ring Schluss sein müsse, und eine personelle Aufstockung der Staatsanwaltschaft Koblenz gefordert. Der private Finanzdeal war bereits 2009 gescheitert. Doch die Ermittlungen laufen immer noch.

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