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Aufsteiger Hertha BSC will jetzt auch Meister werden

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Aufsteiger Hertha will jetzt die Meisterschaft

26.04.2011, 14:04 Uhr | t-online.de

Aufsteiger Hertha BSC will jetzt auch Meister werden. "Mission erfüllt" - die Hertha-Spieler feiern den Aufstieg. (Foto: Reuters)

"Mission erfüllt" - die Hertha-Spieler feiern den Aufstieg. (Foto: Reuters)

Aus Duisburg berichtet Sebastian Schlichting 

Es roch nach einer Mischung aus Bier und Sekt. Der Boden klebte. Immer wieder rannte einer der Klubverantwortlichen von Hertha BSC durch die Mixed Zone im Duisburger Stadion, verfolgt von einem oder mehreren Spielern mit Flaschen in der Hand. Mittelfeldspieler Patrick Ebert und Torwart Maikel Aerts unterhielten sich mit den Journalisten, in der Hand hatten sie eine Flasche Pils. Es waren eher ungewöhnliche Szenen für die Minuten nach einem Spiel im Profi-Fußball. Aber es waren für die Berliner auch keine gewöhnlichen Minuten. (Foto-Show: Hertha feiert den Aufstieg)

Sie waren durch das 1:0 über den MSV Duisburg soeben in die Bundesliga aufgestiegen, hatten den letzten kleinen Schritt gemacht und damit den Albtraum 2. Liga beendet. Wobei Ebert meinte, dass eher die vorige Saison der Albtraum gewesen sei. Am 1. Mai 2010 war Hertha gut 50 Kilometer südlich von Duisburg in Leverkusen abgestiegen. Nach einer Saison, die ein einziges Desaster war. Danach war sofort das Ziel ausgegeben worden: Wiederaufstieg, sonst nichts. Nach dem Abpfiff in Duisburg zogen die Spieler T-Shirts an, auf denen sie kurz und bündig mitteilten: "Mission erfüllt."

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Nie mehr zweite Liga!

Hertha BSC ist zurück in der Bundesliga. Die Fans feiern den Aufstieg frenetisch. Video

Der beste Kader hat sich durchgesetzt

Der Aufstieg war ein Muss. Finanziell ohnehin, und auch sportlich. Ein Jahr lang hatte Hertha den Fans die 2. Liga erstaunlich schmackhaft machen können, über 70.000 Zuschauer gegen den SC Paderborn sprechen für sich. Eine zweite Saison wäre dies bestimmt nicht möglich gewesen. Aber Hertha hat die Pflicht erfüllt – und zwar nicht irgendwie, sondern schon am viertletzten Spieltag. Berlin hat nun, wie jede andere europäische Hauptstadt, wieder einen Fußball-Erstligisten.

"Wir haben die beste Mannschaft. Aber es setzt sich nicht immer der beste Kader durch", sagte Manager Michael Preetz, nachdem es vollbracht war. In diesem Fall hat es der beste Kader geschafft. Am Ende auch sehr souverän. In der Hinrunde stotterte der Aufstiegs-Motor zwischendurch gewaltig, Rückschläge in Form von Gegentoren ließen die Mannschaft einbrechen. In der Rückrunde leistete sich Hertha nur einen Schönheitsfehler: die Derby-Pleite gegen den 1. FC Union. "Wir waren der Konkurrenz immer einen Schritt voraus", sagte Stürmer Pierre-Michel Lasogga, die große Entdeckung der Saison. "Wenn die Konkurrenz gepatzt hat, haben wir die Ernte eingefahren."

Babbel: "Anfangs haben wir vieles vermissen lassen"

Auf der Pressekonferenz zeigte sich der MSV als äußerst höflicher Gastgeber. Es gab prickelnde Getränke, Hertha-Trainer Markus Babbel erhielt einen Blumenstrauß und der Duisburger Pressesprecher Martin Haltermann wünschte "viel Spaß in der 1. Liga und alles Gute". Trainer Milan Sasic, Offizielle und Journalisten klatschten Beifall – Gesten, die im Profigeschäft nicht selbstverständlich sind. "Das hatte Stil", fand nicht nur Preetz. Bei aller Freude vergaß Babbel, der noch leichte Spuren einer vorherigen Bierdusche aufwies, nicht, an die ersten Tage seiner Arbeit in Berlin zu erinnern. "Anfangs haben wir vieles vermissen lassen", sagte er in Anspielung auf die Tatsache, dass mehrere Spieler nicht fit aus dem Urlaub zurückgekehrt waren.  

Doch die Mannschaft habe dann "unglaublich gearbeitet" und sich "nie auseinander dividieren lassen". Babbel hat es geschafft zu vermitteln, dass es in der 2. Liga keine B-Note gibt. Kampf und Einsatzbereitschaft waren die gefragten Tugenden. In der zweiten Saisonhälfte hatten das endgültig alle verstanden. Nach dem Sieg beim VfL Bochum, spätestens aber vor einer Woche nach dem 4:0 gegen den VfL Osnabrück war die Fahrkarte nach oben gebucht. Wer noch ans Scheitern glaubte, dürfte auch Schneefall im Juli für wahrscheinlich halten.

Berlin will den "Titel" Zweitliga-Meister

Aber Babbel blieb sich treu. Er feierte nicht, solange die Tabelle das Feiern nicht zu Einhundert Prozent erlaubte. Nach dem Sieg gegen Osnabrück war er in zwar in der Fankurve, zeigte aber kaum Emotionen. In Duisburg fiel die Anspannung ab. Die Spieler packten den Trainer und ließen ihn hochleben.

Jetzt geht es noch um die Kür, also die Trophäe, die gern als Radkappe bezeichnet wird. Die wollen sie in Berlin holen – und zwar möglichst schnell. Deswegen gab es auch nach dem Spiel im Hotel in Oberhausen noch nicht die ganz große Aufstiegs-Party. Der Titel "Meister der 2. Liga" ist zwar keine Auszeichnung, die den Briefkopf veredelt, aber eben doch ein Titel. Den hätte Hertha bei einem Sieg am Freitag gegen 1860 München bereits sicher. Dann gäbe es wahrscheinlich schon wieder Bier- und Sektduschen.

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