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Ecclestones Formel-1-Imperium ist in Gefahr

27.04.2011, 13:07 Uhr | dpa

Ecclestones Formel-1-Imperium ist in Gefahr. Stoßgebet zum Himmel: Bernie Ecclestone muss um sein Formel-1-Imperium bangen. (Foto: dpa)

Stoßgebet zum Himmel: Bernie Ecclestone muss um sein Formel-1-Imperium bangen. (Foto: dpa)

Gleich an mehreren Fronten droht Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Kampf um Macht und Millionen Ungemach. Münchner Staatsanwälte verdächtigen den 80-jährigen Zampano in einer Bestechungsaffäre, mit dem Weltverbandschef liegt er im Clinch und die Teams rüsten sich schon für die beinharten Verhandlungen um einen neuen Grundlagenvertrag. Nun halten sich auch noch hartnäckig die Gerüchte, dass Ecclestones Arbeitgeber CVC das PS-Spektakel an Medien-Mogul Rupert Murdoch verkaufen könnte. "Ich bin alt genug für eine Pension, also muss ich keine Arbeit haben", murrte Ecclestone.

Doch so einfach dürfte der Brite sein Lebenswerk kaum aufgeben. "Die Formel 1 ist wirklich sein Leben. Er liebt die Herausforderung", sagte der dreimalige Weltmeister Jackie Stewart. In der Vergangenheit hat der ehemalige Gebrauchtwagenhändler Ecclestone, der die Königsklasse in den Jahrzehnten seiner Herrschaft zur Geldmaschine machte, noch jeden Angriff abgewehrt.

Illegale Zahlungen bisher bestritten

Diesmal aber könnte es eng werden. Da ist die Affäre um den früheren Bayern-LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky, der im Zuge des Verkaufs der Formel-1-Rechte an die Investmentgruppe CVC 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) kassiert haben soll. Ecclestone wurde Anfang April von den Münchner Ermittlern als Beschuldigter vernommen. Er zeigte sich wohl kooperativ, womöglich wollte er so zur Milderung einer drohenden Strafe beitragen. Ecclestone hat illegale Zahlungen bisher vehement bestritten.

Machtspiele in der Formel 1?

Als "Unsinn" konterte Ecclestone jüngst auch angebliche Pläne der Milliardäre Murdoch und Carlos Slim zur Übernahme der Formel 1. Die luxemburgische CVC, die ihn als Formel-1-Geschäftsführer fürstlich bezahlt, sei derzeit gar nicht gewillt, die lukrativen Rechte weiterzureichen. Schon gar nicht an Murdochs Bezahlfernsehen, mit dem Sebastian Vettel und Co. aus dem Free-TV verschwinden würden.

Doch in den gewöhnlich gut informierten britischen Medien wurde das vermeintliche Interesse des Australiers Murdoch und des mexikanischen Telekom-Giganten Slim, der bereits ins Sauber-Team investiert, als durchaus ernsthaft gewertet. Der "Guardian" sieht bereits ein "Kräftemessen um die Formel 1" heraufziehen.

Todt: Evolution hat seinen Preis

Machtspielchen liefert sich Ecclestone zudem mit Jean Todt, dem Nachfolger seines Weggefährten Max Mosley als Präsident des Internationalen Automobilverbands FIA. Der Franzose sei ein "Max für Arme" und die FIA "ein Witz", polterte der Chefvermarkter. Grund für seinen erneuten Ausbruch in der seit langem schwelenden Fehde mit dem früheren Ferrari-Teamchef Todt sind dessen Pläne für eine umweltschonendere Formel 1.

Todts Konter kam prompt. Indirekt kündigte er an, den noch von Mosley geschlossenen Deal zum Verkauf der kommerziellen Formel-1-Rechte an Ecclestone auf den Prüfstand zu stellen. "Die Technologie hat sich verändert. Evolution hat seinen Preis. Ich muss sicherstellen, dass die Finanzierung der FIA korrekt ist", sagte Todt.

Steht eigene Rennserie bald wieder im Raum?

Auch die Rennställe wollen in Zukunft noch mehr vom Kuchen. Mehr als eine Milliarde Dollar (rund 740 Millionen Euro) haben die CVC und Ecclestone 2010 mit der Formel 1 umgesetzt. Der Chef der Teamvereinigung, Martin Whitmarsh von McLaren, kritisierte zuletzt beim Rennen in China jedoch, bei der Vermarktung liege noch immer reichlich Potenzial brach.

Im kommenden Jahr läuft das Concorde Agreement aus, das die Verteilung der Gelder regelt. Als beim letzten Mal die Verlängerung des Abkommens anstand, eskalierte der Streit und die Topteams drohten gar mit einer eigenen Rennserie. Dies könnte wieder passieren, falls die Verhandlungen sich erneut in die Länge ziehen. Es sind schwere Zeiten für Bernie Ecclestone.

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