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VfL Wolfsburg klettert mit Siegin Bremen aus dem Keller

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Wolfsburg klettert aus dem Keller

29.04.2011, 22:20 Uhr | dpa

Meistertrainer Felix Magath macht dem VfL Wolfsburg auch im Abstiegskampf Beine. Der Titelträger von 2009 gewann das Nordderby bei Werder Bremen mit 1:0 (1:0) und verließ durch den zweiten Sieg in Serie den Relegations-Platz 16 der Bundesliga. Der Treffer von Sascha Riether (22.) entfachte dazu noch die Abstiegsangst in Bremen neu. Denn Werder liegt nach dem siebten sieglosen Heimspiel in Serie nur noch drei Punkte vor den Wölfen.

Eigentlich wollten die Bremer ihrem Trainer "den Geburtstag nicht versauen", wie Torsten Frings vor der Partie sagte. Thomas Schaaf wird am Samstag 50 Jahre alt. Werders Kapitän wiederum bestritt sein 400. Bundesliga-Spiel und gab mit einer ersten Freistoß-Chance in der 11. Minute zunächst die Richtung vor. Denn die Bremer waren in einer flotten Anfangsphase die klar überlegene Mannschaft.


Wiese patzt, Riether staubt ab

Mit seiner ersten Gelegenheit ging dann allerdings der vom engagierten Ex-Bremer Diego angetriebene VfL in Führung. Werders Torwart Tim Wiese ließ einen Schuss von Cicero genau vor die Füße von Riether abprallen, der beim Abstauben keine Mühe hatte. Damit zahlte sich früh aus, dass Trainer Magath den Brasilianer Cicero etwas überraschend im Team gelassen und Ashkan Dejagah trotz seiner beiden Tore gegen Köln wieder auf die Bank gesetzt hatte. Nur sechs Minuten später klärte Wiese gegen Mario Mandzukic deutlich energischer (28.).

Vor 40.000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion verloren die Bremer nun ihre Linie. Wolfsburg überließ ihnen zwar weiter die Feldüberlegenheit, konterte aber gleich mehrfach gefährlich. Der VfL war dem 2:0 so näher als Werder dem 1:1, da den Gastgebern auch nicht viel mehr einfiel, als es mit Schüssen aus der Distanz zu versuchen. «Wir spielen nicht mit dem letzten Willen. Da muss man mehr dagegenhalten», monierte Geschäftsführer Klaus Allofs zur Pause.


Wolfsburg setzt auf Konter

Auch wenn Werder durch Marko Marin (54.) wieder die erste gute Chance der zweiten Halbzeit besaß, änderte sich an diesem Eindruck kaum etwas. Wolfsburg hatte das Spiel weiter im Griff, wirkte deutlich sicherer und setzte wie bei einem Angriff über Diego und Grafite (56.) oder einer Chance von Marcel Schäfer (68.) auf Konter.

Diego wurde bei seiner Rückkehr ins Weserstadion freundlich empfangen. Es gab weder Pfiffe noch überschwänglichen Jubel für den Brasilianer, der von 2006 bis 2009 insgesamt 84 Bundesliga-Spiele für Werder bestritt, ehe er über den Umweg Turin beim VfL landete.

Den Bremern fehlte am Freitag eine Kreativkraft wie er, sie fanden gegen die kompakten Wolfsburger keine spielerischen Mittel. Außerdem konnte Millionen-Einkauf Marko Arnautovic den verletzten und zuletzt so auffälligen Sandro Wagner im Angriff nicht ersetzen. In den letzten 25 Minuten machte Werder noch einmal Druck, wendete diesen Rückschlag nach acht Spielen ohne Niederlage aber nicht mehr ab.

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