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Bremen nutzt Dortmunds Meistermüdigkeit

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Bremen nutzt Dortmunds Meistermüdigkeit

07.05.2011, 17:19 Uhr | dpa

. Dortmunds Schmelzer (re.) geht mit gestrecktem Bein gegen Bremens Fritz zu Werke. (Foto: Reuters)

Dortmunds Schmelzer (re.) geht mit gestrecktem Bein gegen Bremens Fritz zu Werke. (Foto: Reuters)

Werder Bremen hat die letzten Zweifel am Klassenverbleib beseitigt. Der in dieser Saison unerwartet schwache Bundesligist gewann am vorletzten Spieltag der Saison gegen Meister Borussia Dortmund mit 2:0 (1:1) und hat dadurch mit dem Abstieg nichts mehr zu tun.

Die Bremer sicherten sich die drei Punkte nach zuletzt sieben sieglosen Heimspielen dank der Tore von Mikael Silvestre (6.) und Claudio Pizarro (64.) vor 40.600 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion.

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Borussia schrammt am Auswärtsrekord vorbei

Nach dem vorzeitigen Titelgewinn am Spieltag zuvor spielte der BVB in Bremen überhaupt nicht meisterlich. Das Team von BVB-Coach Jürgen Klopp wollte in Bremen zwar noch einen Rekord aufstellen und als erstes Team zwölf Auswärtssiege in einer Saison feiern - doch das klappte nicht.

Die Dortmunder schienen vielmehr in Gedanken noch bei der Party des vergangenen Wochenendes zu sein. Nur die Aufstellung erinnerte an jene Elf, die sich gegen Nürnberg den Titel gesichert hatte. Sogar Gastgeschenke erhielt Werder vom müden Meister.

Silvestre bedankt sich für Dortmunder Nachlässigkeit

Beispielsweise beim frühen Tor von Silvestre: Keeper Roman Weidenfeller und Lukasz Piszczek patzten nach einer Ecke, der Bremer Linksverteidiger nutzte das zu einem Schuss aus dem Hinterhalt. Aber auch der Treffer von Pizarro wäre zu vermeiden gewesen, wenn der Peruaner angegriffen und bei seinem Dribbling und Torschuss gestört worden wäre.

Die Bremer gewannen verdient. Sie agierten nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg vor acht Tagen engagierter, überzeugten vor allem in der Defensive. Nach dem frühen Silvestre-Tor und einem krachenden Pfostenschuss von Marko Marin (13.) passierte im Angriff nur noch wenig. 50 Minuten dauerte es, bis es durch Marin die nächste große Chance gab und Mats Hummels auf der Linie klärte. Erst nach Pizarros Tor wurde es noch einmal etwas lebendiger.

Pizarro macht alles klar

Die Werder-Profis erwiesen sich auf jeden Fall als deutlich zweikampfstärker. Der BVB spielte zu behäbig, um sich gegen die kompakten Bremer durchzusetzen. Ein gefährlicher Freistoß von Antonio da Silva nach fast einer Stunde stand für die spärlichen Offensivbemühungen der Gäste.

Im Sturm agierten Pizarro und der wieder genesene Sandro Wagner lange ohne Durchsetzungsvermögen. Gegen die Innenverteidiger Neven Subotic und Hummels, die zu den besseren BVB-Profis zählten, konnten sich die Werder-Angreifer ganz selten in Szene setzen, ehe Pizarro den umjubelten zweiten Treffer erzielte.

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