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Bayerisches Schützenfest zum Stanislawski-Abschied

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Bayerisches Schützenfest zum Stanislawski-Abschied

07.05.2011, 17:20 Uhr | dpa

. Bayerns Arjen Robben (li.) und St. Paulis Thorandt nehmen den Ball ins Visier. (Foto: Reuters)

Bayerns Arjen Robben (li.) und St. Paulis Thorandt nehmen den Ball ins Visier. (Foto: Reuters)

Der FC Bayern München München hat den FC St. Pauli endgültig in die 2. Liga geschossen und sich selbst den Weg in die Champions League geebnet. Der deutsche Rekordmeister feierte am vorletzten Bundesliga-Spieltag einen glatten 8:1 (2:0)-Erfolg beim Kiez-Klub und kann nun sogar noch auf die direkte Qualifikation für die europäische Meisterliga hoffen. Vor 24.487 Zuschauern am ausverkauften Millerntor erzielten Mario Gomez (10./52./86. Minute) mit seinen Saisontoren 25 bis 27, Daniel van Buyten (32.), Arjen Robben (55./84.) und Franck Ribéry (75./88.) am Samstag beinahe nach Belieben die Bayern-Tore.

Die seit elf Spielen sieglosen und bedauernswerten St. Paulianer, für die Marcel Eger (79.) den verdienten Ehrentreffer besorgte, haben nun auch theoretisch keine Chance mehr auf den Klassenverbleib. Sie müssen mit einer auf mehreren Positionen veränderten Mannschaft und einem neuen Trainer-Team im Unterhaus einen neuen Anlauf nehmen.

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Warme Worte zum Abschied

Vor dem Anpfiff zum letzten Saison-Heimspiel verabschiedete St. Pauli seinen scheidenden Coach Holger Stanislawski und dessen Assistenten André Trulsen. "Jetzt ist der Moment gekommen, den wir uns nie gewünscht haben. Wir müssen Abschied nehmen, sagen vor allem aber auch: Danke für alles. Ein Trainer geht, ein Freund bleibt", meinte Teammanager Christian Bönig zu Stanislawski, der mit Trulsen zu 1899 Hoffenheim wechselt. Zudem verabschiedet wurden die ausgeliehenen Profis Bastian Oczipka und Richard Sukuta-Pasu.

Bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen begann die Partie für die Münchner optimal. Nach anfänglichem Abtasten spielte Thomas Müller beim ersten gefährlichen Angriff den Ball per Rückzieher vor das Tor. Innenverteidiger Markus Thorandt wollte den Ball mit der Brust zum wieder für Benedikt Pliquett im Tor stehenden Stammkeeper Thomas Kessler zurückspielen, doch Gomez war zur Stelle und staubte zur erhofft frühen Führung ab. Die Bayern drängten weiter und hätten durch Bastian Schweinsteiger (12.) schon kurz darauf fast nachgelegt.

Gustavo für Badstuber

Auch in der Folge kontrollierten die Gäste, bei denen Luiz Gustavo anstelle von Holger Badstuber in der Innenverteidigung begann, die Partie. Kurz vor der Pause kam der DFB-Auswahlakteur dann aber doch noch für den angeschlagenen Brasilianer aufs Feld. Die St. Paulianer konnten sich in der Offensive nicht entscheidend durchsetzen. Als Dennis Daube einmal frei vor dem Tor auftauchte, schoss er Keeper Jörg Butt an (45.).

In der Defensive verhinderte der nach langer Verletzungspause ins Team zurückgekehrte Pauli-Kapitän Fabio Morena zunächst Schlimmeres, als er Gomez in letzter Sekunde den Ball vom Fuß nahm (24.). Acht Minuten später aber machte es der weit aufgerückte van Buyten besser, als er Robbens Eckball zur 2:0-Pausenführung einköpfte.

Bittere zweite Hälfte

Nach dem Wechsel versuchte Stanislawski mit der Hereinnahme von Marius Ebbers und Florian Bruns für Takyi und den indisponierten Thorandt den Umschwung herbeizuführen. Zuerst traf Florian Lechner den Außenpfosten (51.), doch dann ging der Schuss gewaltig nach hinten los. Der Doppelschlag von Gomez, der seine Führung im Kampf um die Torjägerkanone weiter ausbaute, und Robben raubte den in der Hintermannschaft bedenklich wackelnden Hanseaten den Nerv.

Entsprechend leicht konnten die Bayern nachlegen. Ribéry hatte Glück, dass er nach einem Griff Richtung Fin Bartels' Hals nur Gelb sah. Im letzten Saisonspiel gegen Stuttgart ist der Franzose nun gesperrt.

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