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Vettel überragt beim Boxenstopp-Festival in der Türkei

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Vettel überragt beim Boxenstopp-Festival

09.05.2011, 06:56 Uhr | t-online.de

Vettel überragt beim Boxenstopp-Festival in der Türkei. Sebastian Vettel feiert in Istanbul seinen dritten Saisonsieg. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel feiert in Istanbul seinen dritten Saisonsieg. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Aus Istanbul berichtet Elmar Brümmer

Für alle, die beim rasanten Reifenwechsel-Wettbewerb von Istanbul, getarnt als Großen Preis der Türkei, nicht mehr richtig hinterhergekommen sind mit dem nachzählen: Es waren 82 Boxenstopps, die das Rennen so unterhaltsam wie unübersichtlich gemacht haben. Gefühlte Überholmanöver waren es ebenso viele. Nur Sebastian Vettel zieht davon scheinbar völlig unbeeindruckt seine Kreise. Der dritte Sieg im vierten Rennen führt dazu, dass dem Heppenheimer von 100 möglichen Punkten 93 gutgeschrieben worden sind. (So lief das Rennen in Istanbul)

Ernsthaft glaubt gerade nur er, der nach dem 13. Sieg seiner Karriere immer noch Abergläubische, dass ihm der Weltmeistertitel in dieser Saison noch zu nehmen ist. Er kommt ja sogar – unfreiwillig nach seinem Trainingscrash in Istanbul – mit ein paar Abstimmungsrunden aus, und neue Aerodynamikteile braucht er scheinbar auch nicht, um den Kollegen Mark Webber in die Schranken zu weisen. Dafür gönnte er sich einen Doppel-Jodler: "Viel besser hätte es nicht laufen können, wir mussten nur reagieren, nicht agieren." Beide Bullen auf dem Podium, das war die Wiedergutmachung für das schief gegangene Duell in Runde 40 des letzten Jahres. Mit neun Sekunden Vorsprung kamen sich die beiden nicht wirklich nahe. (die Leistungen der deutschen Fahrer in der Einzelkritik!)

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Bei Boxenstopps verkalkuliert

Schöne neue Formel-1-Welt, nicht nur aus deutscher Sicht. Das Ziel, mit den Pirelli-Pneus das entscheidende Spannungselement so schwer kalkulierbar zu machen, ist schon jetzt aufgegangen. Harte gegen weiche Mischungen zu unterschiedlichen Zeiten eingesetzt, macht einen Klassenunterschied aus – mit entsprechend großen Verschiebungen. Im Istanbul Park hatten die Strategen eigentlich nur mit einem Schnitt von drei Stopps kalkuliert, es wurden bei fast allen vier. Und die Arbeit am Kommandostand ähnelt einem Blitzschach mit 750 PS. Selbst einem Ayrton Senna würde heutzutage schwindlig werden, die Anzahl der Überholmanöver in diesem Jahr wird in die Tausende gehen, der verstellbare Heckflügel im Zusammenspiel mit einem funktionierenden KERS wirkt da Wunder. "Die Fernsehkommentatoren müssten beim Erklären Muskelkater bekommen", glaubt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Und selbst Dauer-Sieger Vettel sagt: "Irgendwie ist das für uns auch immer eine Fahrt ins Blaue."

Schumacher in der Mittelfeldkrise 

Die Frage, in welchem Rennen Sebastian Vettel die Titelverteidigung einfahren kann, wird nur noch getoppt von der, ob und wann Michael Schumacher wieder Normalform erreichen kann. Der achte Startplatz mag ja noch der Reifenform geschuldet sein, der zwölfte Rang geht aber auf seine Kappe, nachdem er früh eine Kollision mit Witali Petrow verursacht hatte. Schumacher fehlt die Fortune, er erlebt eine Fortsetzung seiner Mittelfeldkrise aus dem Vorjahr. Auch Nico Rosbergs Höhenflug aus der Qualifikation wandelte sich schnell in einen Absturz, am Ende wurde er unter den Augen von Daimler-Lenker Dieter Zetsche ordentlicher Fünfter. Mehr aber auch nicht. Balance und Rennspeed lassen noch zu wünschen übrig, das Rätsel muss gelöst werden. Von einer Art Zwischenlager beim Weg zurück an die Spitze spricht Silberpfeil-Boss Haug. Aber richtig gefestigt ist diese Position noch nicht, da muss bis zum richtigen Europa-Start in Barcelona in zwei Wochen noch mehr passieren. Demut wird gepflegt im Management: "Wir haben nur an einer Stelle eine große Klappe – am Heckflügel." Den Spott aber bekommt gerade der Rekordweltmeister voll ab.

Alonso macht den ersten Schritt

Ferrari ist auch noch lange nicht aus dem Gröbsten raus. Immerhin, bemerkt Teamchef Stefano Domenicali, sei es ja ganz nett, mal wieder einen Ferrari-Piloten auf dem Podium zu erleben – das war zum letzten Mal im November 2010 der Fall gewesen. Fernando Alonsos dritter Rang war verdient, hatte aber auch mit der Zwischenkrise von McLaren und deren Boxenstopp-Pannen zu tun. "Das ist erst der erste Schritt", wiegelt Alonso jeglichen Überschwang ab. Immerhin habe er den Spaß am Rennfahren zurück gewonnen.

Lauda von Vettel überzeugt

Sebastian Vettel hat den Spanier schon vorsichtshalber auf die Rechnung genommen: "Fernando hat doch gezeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann und wie stark alles durcheinander gewürfelt wird in diesem Jahr. Deshalb müssen wir jetzt nicht nur unseren Schwung mitnehmen, wir müssen auch immer weiter Vollgas geben." Das hat dem Heppenheimer noch nie Schwierigkeiten bereitet. Gegenspieler Webber gestand im Istanbul Park: "Seb hat einfach den Lauf." Oder, wie es Dauer-Grantler Niki Lauda sieht: "Für den Rest der Formel 1 geht es nur um Platz zwei oder drei, Red Bull ist immer vorn."

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