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Wouter Weylandt stirbt nach Sturz

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Belgier Weylandt stirbt nach Sturz

09.05.2011, 18:35 Uhr | dpa, sid

Wouter Weylandt stirbt nach Sturz. Wouter Weylandt ist beim Giro d'Italia schwer verunglückt. (Foto: imago)

Wouter Weylandt ist beim Giro d'Italia schwer verunglückt. (Foto: imago)

Die Radsport-Welt steht unter Schock: Der belgische Profi Wouter Weylandt hat einen fürchterlichen Sturz auf der dritten Etappe des 94. Giro d'Italia mit dem Leben bezahlt. Der 26 Jahre alte Kollege von Fabian Wegmann und Dominic Klemme beim Team Leopard verlor auf der Abfahrt vom Bocco-Pass 25 Kilometer vor dem Ziel in Rapallo bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Rad und prallte mit dem Kopf auf den Asphalt.

Noch auf der Straße kämpften die Rennärzte mit Herzmassagen vergeblich um Weylandts Leben. Der Sportler erlag an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Um 18.01 Uhr bestätigte sein Team den Tod: "Wir haben einen Freund verloren. Das gesamte Team steht unter Schock." Weylandts Freundin Sophie ist schwanger, sie erwartet im Herbst das gemeinsame Kind.

An einer Steinmauer hängengeblieben

Weylandt ist das vierte Todesopfer in der 102-jährigen Geschichte des Giro. "Das ist ein äußerst trauriger Tag für den Radsport, eine schlimme Nachricht für den Giro. Ich habe am Bildschirm gesehen, was passiert ist", sagte Renndirektor Angelo Zomegnan. Die Ehrungen für den spanischen Etappensieger Angel Vicioso wurden sofort abgesagt, im Fahrerlager herrschte tiefe Betroffenheit. "Das ist schrecklich", sagte der australische Fahrer Robbie McEwen. Der Schwede Magnus Bäckstedt sagte: "Jeder im Radsport wird ihn vermissen." In einer Erklärung des Teams Leopard Trek heißt es: "Wir verlieren einen fantastischen Teamkameraden und einen guten Freund. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden."

Informationen des TV-Senders Eurosport zufolge soll sich das linke Pedal des Rades von Weylandt an einer Steinmauer verhakt haben, wodurch der Belgier rund 20 Meter durch die Luft geschleudert wurde. "Wir waren schnell bei ihm und haben rund 40 Minuten um ihn gekämpft - aber es war nichts zu machen", sagte Einsatzleiter Giovanni Tredici bei Eurosport.

Notfall-Hubschrauber findet keinen Landeplatz

An der Unfallstelle spielten sich dramatische Szenen ab. Nach seinem Sturz hatte Weylandt sofort das Bewusstsein verloren, sein Gesicht war blutüberströmt. Die medizinischen Kräfte der Italien-Rundfahrt waren zwar binnen weniger Minuten beim schwer verletzten Belgier. Doch nach Angaben italienischer Medien herrschte an der Unglücksstelle kein Mobilfunk-Empfang. Per TV-Appell wurde ein Notfall-Hubschrauber angefordert, doch dieser fand im bergigen Gelände lange keinen geeigneten Landeplatz.

Weylandt hatte 2004 beim Team Quickstep bei den Profis debütiert und war nach der vergangenen Saison zum Team Leopard um Olympiasieger Fabian Cancellara und die Schleck-Brüder gewechselt. Vor Jahresfrist hatte Weylandt auf der dritten Etappe seinen größten Sieg gefeiert.

Der Giro geht weiter

Trotz des tödlichen Sturzes wird die Italien-Rundfahrt fortgesetzt. Giro-Chef Angelo Zomegnan will es aber den Fahrern überlassen, wie sie die vierte Etappe gestalten. Dabei werde er jede Entscheidung respektieren, sagte Zomegnan.

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