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Wouter Weyland vor Todessturz beim Giro d'Italia: "Rennen sehr gefährlich"

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Weyland vor Todessturz: "Das Rennen ist sehr gefährlich"

10.05.2011, 07:16 Uhr | dpa, sid

Wouter Weyland vor Todessturz beim Giro d'Italia: "Rennen sehr gefährlich". Wouter Weylandt (Foto: dpa)

Wouter Weylandt (Foto: dpa)

Der bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommene belgische Radprofi Wouter Weylandt hatte vor dem Start des Giro d'Italia Angst um seine Gesundheit. Nach dem Auftakt der Italien-Rundfahrt schickte er seinem Manager Jef van den Bosch eine SMS. Das Rennen sei sehr gefährlich, es werde nervös gefahren. "Das bereitet mir Sorgen", schrieb Weylandt nach Aussagen seines Managers, der vom Onlinedienst der belgischen Tageszeitung "Het Laatste Nieuws" zitiert wurde.

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft der italienischen Gemeinde Chiavari ein Ermittlungsverfahren zur Klärung des Unfallhergangs eingeleitet. Dies bestätigte die Behörde. Der stellvertretende Staatsanwalt Francesco Brancaccio gab den Abtransport des Leichnams frei und ordnete zudem eine Autopsie im Krankenhaus von Lavagna an.

Rennarzt: "Er war sofort tot"

Der 26 Jahre alte Weylandt war auf der dritten Etappe auf einer Abfahrt verunglückt. Er erlitt einen Schädelbasisbruch und schwere Gesichtsverletzungen. "Er hat nicht gelitten. Er war auf der Stelle tot. Es hätte eines Wunders bedurft, um ihn zu retten", erklärte Rennarzt Giovani Tredici.

Sport 
Trauer bei der Giro d'Italia

Nach dem Tod des belgischen Radprofis Wouter Weylandt herrscht große Betroffenheit. Video

Erinnerungen an Fabio Carsartelli

Trotz des tragischen Todes wird der Giro heute fortgesetzt. Laut "Gazzetta dello Sport" soll die 4. Etappe von Quarto dei Mille über 213 Kilometer nach Livorno neutralisiert werden. Am Ende einer Bummeletappe werde Weylandts Leopard-Team geschlossen ins Ziel rollen. Das gleiche Szenario hatte es 1995 bei der Tour de France nach dem Tod des italienischen Olympiasiegers Fabio Casartelli gegeben. Damals ließ das Fahrerfeld dem Casartelli-Team US-Postal mit Lance Armstrong an der Spitze den Vortritt.

Cavendish: "Mir ist total übel"

Unter den Fahrern herrscht weiterhin tiefe Betroffenheit: "Auch wenn wir für verschiedene Teams fahren, sind wir alle am gleichen Ort. Dies ist ein extrem schwieriger Tag für die Welt des Radsports“, sagte der spanische Giro-Favorit Alberto Contador. Der Schotte David Millar, der mit Platz zwei auf der dritten Etappe das Rosa Trikot des Gesamtführenden eroberte, erklärte: "Der Erfolg bedeutet mir nichts mehr. Unter dem Strich ist unser Sport einer, der an jedem einzelnen Tag seine Risiken hat."

Englands Sprint-Ass Mark Cavendish, der am Montag Rosa verlor, twitterte: "Solche Dinge sollten nicht geschehen. Mir ist total übel." Der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong war in seiner Heimat Austin "geschockt und betroffen", wie er bei Twitter schrieb.

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