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Fußball: Gladbacher vor Relegation gegen Bochum selbstbewusst

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Gladbacher strotzen vor Selbstbewusstsein

18.05.2011, 13:39 Uhr | sid

Fußball: Gladbacher vor Relegation gegen Bochum selbstbewusst. Fingerzeig: Gladbachs Marco Reus gibt sich vor der Relegation siegesgewiss. (Foto: imago)

Fingerzeig: Gladbachs Marco Reus gibt sich vor der Relegation siegesgewiss. (Foto: imago)

Die Rechnung beginnt wieder bei null, und Lucien Favre ist anscheinend nicht ganz wohl dabei. "Die Chancen stehen 50:50", sagt der Trainer von Borussia Mönchengladbach vor den Endspielen um den Klassenerhalt in der Bundesliga gegen die Aufstiegsexperten des VfL Bochum. Vehement versucht der Schweizer dem allgemein vorherrschenden Eindruck entgegenzuwirken, die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten könnte für sein Team ein Selbstläufer werden.

Seine Spieler strotzen jedenfalls vor Selbstvertrauen. "Bochum ist keine schlechte Mannschaft, aber wir haben die besseren Einzelspieler und sind gut drauf. Wir wollen beide Spiele gewinnen", sagte Marco Reus. Der Shootingstar kündigte zudem zur Freude der Gladbacher Fans via "Sport Bild" an, selbst im Abstiegsfall weiter für die Borussia spielen zu wollen.

Nicht die Stärke der Borussia

Teamkamerad Mike Hanke ist sich derweil sicher, dass "wir es auf jeden Fall schaffen werden, wenn wir 100 Prozent geben und die Leistungen der letzten Wochen abrufen." Eine von Favres vorrangigen Aufgaben vor dem Spiel dürfte es dennoch sein, dass die Spieler seine Warnungen nicht als notwendiges Geschwätz hinnehmen, sondern als Aussagen mit durchaus realistischem Hintergrund verinnerlichen.

Immerhin muss seine Elf im Hinspiel am Donnerstag (ab 20.15 Uhr im Liveticker bei t-online.de) im ausverkauften Borussia-Park wohl etwas tun, das sie seit Monaten nicht mehr getan hat und das auch nicht unbedingt ihre Stärke ist: das Spiel machen. Bochum stellt zudem eine unangenehm zu spielende Mannschaft, die nach schwachem Saisonbeginn regelmäßig die Kompaktheit zeigte, die Gladbach erst durch Favre nach dessen Amtsübernahme Mitte Februar verliehen bekommen hat.

Warnung auf Warnung

In dem formstarken Mirkan Aydin, Top-Joker Giovanni Federico oder den allerdings angeschlagenen Mimoun Azaouagh und Chong Tese verfügt der VfL zudem über Spieler, die auch mal aus dem Nichts treffen können. Bochums Trainer Friedhelm Funkel formuliert es so: "Gladbach sollte sich nicht zu viele Fehler erlauben, denn wir haben Spieler, die diese Fehler ausnutzen können."

Auch dank einer Serie von 15 Spielen in Folge ohne Niederlage sammelten die Westfalen in der Rückrunde der Zweiten Liga mehr Punkte (37) als Gladbach in der kompletten Erstliga-Saison (36). Favre reiht deshalb nicht ohne Grund Warnung an Warnung: "Das Selbstvertrauen in meiner Mannschaft ist groß, aber wir müssen eine Top-Leistung bringen, um Bochum zu besiegen."

"Angstgegner - den gibt es nicht"

Einhellig ist die Meinung auf beiden Seiten, dass die durchaus bemerkenswerten Statistiken, die rund um die beiden Relegationsspiele kursieren, zur Entscheidung wenig beitragen werden. Seit 15 Spielen hat Bochum gegen Gladbach nicht mehr verloren. "Das ist schön zu lesen, aber bringt uns gar nichts", sagte Funkel. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, einst Profi in Bochum meinte: "Den Angstgegner Bochum gibt es nicht. Es gibt nur zwei Endspiele."

Auch die Tatsache, dass Funkel und Bochum unabhängig voneinander die deutschen Aufstiegsexperten schlechthin darstellen, hilft dem VfL wohl kaum weiter. Funkel stieg als Trainer bislang fünfmal von der Zweiten in die Erste Liga auf. Bochum schaffte nach seinen bislang fünf Abstiegen immer den direkten Wiederaufstieg.


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