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Sutil lässt sich nicht einschüchtern und Ultimatum verstreichen

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Force India - Adrian Sutil  

Sutil droht weiterhin Anzeige wegen Körperverletzung

20.05.2011, 11:58 Uhr | sid, t-online.de

Sutil lässt sich nicht einschüchtern und Ultimatum verstreichen. Adrian Sutil möchte derzeit keine lästigen Fragen zu seinem Discobesuch in Shanghai hören. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Adrian Sutil möchte derzeit keine lästigen Fragen zu seinem Discobesuch in Shanghai hören. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Eigentlich soll Adrian Sutil in Barcelona das tun, was er alle 14 Tage tut: Seinen Force India so schnell als möglich um einen Grand-Prix-Kurs zu steuern. In Eric Lux hat der deutsche Formel-1-Pilot derzeit jedoch einen ständigen, unsichtbaren Beifahrer. Der Teameigner von Renault droht Sutil seit dem blutigen Vorfall in einer Disco in Shanghai mit einer Anzeige wegen schwerer Körperverletzung. Der Beschuldigte leugnet, Lux absichtlich verletzt zu haben.

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Dessen Wunde am Hals musste mit immerhin 24 Stichen genäht werden. Ein kaum zu verbergendes Zeugnis eines Ereignisses, das Sutil die Karriere als Rennfahrer kosten könnte. Doch wer bringt Licht in den handfesten Streit, für den es einen Haufen feierlustiger Zeugen gibt, mindestens Sutils Kumpel Lewis Hamilton?

Es existieren angeblich Video-Bilder

Lux soll Sutil ein Ultimatum gestellt haben, sonst würde er seine Anzeige platzieren: in Deutschland, der Schweiz (wo Sutil wohnt), in England (wo Sutils Team zu hause ist) und in Shanghai (wo sich alles zutrug). Angeblich existierten Videoaufzeichnungen vom Abend des 17. April in Shanghais Disco M1nt.

Die Medienmeute versammelt sich

"Unglaublich, was hier auf einmal los ist", flüsterte Sutils Manager Manfred Zimmermann seinem Schützling zu. Statt der üblichen zwei Handvoll Journalisten kamen in Barcelona nämlich plötzlich deren 25 zu Sutils kleiner Presserunde. Wenige Meter weiter drehten Sutils Landsleute Nico Rosberg oder Timo Glock den Spieß um. Statt Fragen zu beantworten, fragen sie ganz aufgewühlt die Journalisten: "Gibt es etwas Neues wegen Adrian? Wie ist der letzte Stand?"

Haug: Sutil ist kein Schläger

Die Kollegen sind geschockt über die Vorwürfe, viele denken wie Norbert Haug. "Ich weiß nicht, was an diesem Abend passiert ist", sagte der Mercedes-Sportchef: "Ich weiß nur, dass ich diesen Mann (Adrian Sutil, Anmerk. d. Verf.) nicht als Aufmischer oder Schläger kenne." Sutil selbst will am liebsten nur über die Formel 1 reden. Fragen zu dem Thema, das von der "Privatsache" längst zur öffentlichen Angelegenheit mutiert ist, will er nicht beantworten.

Lux will Sutil nicht im Renn-Auto sehen

Einen kleinen Einblick in sein Innenleben gewährt Sutil dann aber doch. "Natürlich ist es alles etwas schwieriger im Moment", sagte der 28-Jährige und wirkte sichtlich angespannt: "Aber wenn ich im Auto sitze, ist die Welt in Ordnung. Darauf freue ich mich." Und genau das will Lux nicht. Angeblich habe er von Sutil bereits bis zum 13. Mai zur Mittagszeit eine öffentliche Entschuldigung verlangt, zudem eine Spende an eine wohltätige Einrichtung. Und: Sutil sollte auf mehrere Rennen verzichten. "Davon wissen wir nichts, es gab kein Ultimatum", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" Zimmermann.

Force India steht noch zu Sutil

Klar ist, dass Sutil Lux mit einem Glas am Hals verletzt hat. Trotzdem muss für ihn zunächst die Unschuldsvermutung gelten. Zimmermann stellte klar, "dass es bis heute keine offizielle Anzeige gibt, nur die Pressemitteilung darüber, dass die Absicht besteht". Sutils Team Force India bestätigte den Deutschen nach Lux' Ankündigung der Anzeige als Fahrer, zunächst aber nur für Barcelona. "Das Team hat das Recht, die weitere Situation zu beobachten, das ist normal", sagte Zimmermann: "Aber wir gehen davon aus, dass Adrian auch in den weiteren Rennen im Cockpit sitzen wird."

Noch liegt die Wahrheit im Dunkeln

Aber die Diskussionen nagen an ihm und seinem Ruf, deshalb muss auch er bei reinem Gewissen eine lückenlose Aufklärung fordern. Eine Gerichtsverhandlung scheint deshalb nicht ausgeschlossen. Zimmermann stellte aber noch einmal klar, dass man in diesem Fall davon ausgehe, "dass es auch zu einem entsprechenden Urteil kommt. Die Wahrheit wird herauskommen."

Die FIA schaut noch zu und wartet ab

Der Automobil-Weltverband FIA beobachtet die Vorgänge ebenfalls genau. Offizielle Statements gibt es keine. Klar ist nur: Der Paragraf 151.c, der Handlungen untersagt, welche dem Ansehen des Sports schaden, bietet Spielraum für sämtliche Strafen, die im Ermessen der FIA liegen. Im schlimmsten Fall könnte Sutil der Entzug der Lizenz drohen, dies aber offenbar nur bei einer rechtskräftigen Verurteilung. Im Moment, und das ist der Stand der Dinge, sieht die FIA nicht einmal einen Grund, sich einzumischen oder Nachforschungen irgendwelcher Art anzustellen.

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