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Dämpfer für Dresdens Aufstiegshoffnungen

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Dresden muss um den Aufstieg bangen

20.05.2011, 21:39 Uhr

Dämpfer für Dresdens Aufstiegshoffnungen. Dresdens Fiel im Duell mit dem Osnabrücker Siegert. (Foto: dpa)

Dresdens Fiel im Duell mit dem Osnabrücker Siegert. (Foto: dpa)

Dynamo Dresden muss um den erhofften Aufstieg in die 2. Bundesliga bangen. Im Relegations-Hinspiel vor eigenem Publikum kam der Drittligist lediglich zu einem 1:1 (0:0) gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück. Der Dresdner Robert Koch (75.) sorgte mit seinem Treffer für den verdienten Ausgleich, nachdem sein Mannschaftskollege Lars Jungnickel mit einem Eigentor in der 66. Minute die Gäste in Führung gebracht hatte. Das Rückspiel findet am 24. Mai in Osnabrück statt, dann reicht dem VfL schon ein 0:0 zum Klassenerhalt.

"Ich bin nicht zufrieden mit dem Resultat, weil wir das Spiel bestimmt haben", ärgerte sich Dynamo-Trainer Ralf Loose. "Das Ergebnis ist für Osnabrück schmeichelhaft." Sein VfL-Trainerkollege Heiko Flottmann gestand: "Wir haben ein Tor geschossen, deshalb ist das okay. Aber wir können besser spielen." Der Aufstieg wäre für Dynamo enorm wichtig. Denn den Klub plagen Bürgschaftssorgen. Während der Verein für die 3. Liga über zwei Millionen Euro beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen muss, fordert die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für die 2. Bundesliga lediglich 830.000 Euro.

Tolle Stimmung, wenig Chancen

Die Aufstiegschance hatte die Dresdner elektrisiert. Binnen sechs Minuten waren die 10.000 frei verkäuflichen Karten vergriffen. Am Spieltag herrschte in der Stadt eine Atmosphäre wie zur Fußball-WM 2006 mit Public Viewing. In der mit 28.760 Zuschauern ausverkauften Arena verbreiteten die Fans von Beginn an eine prächtige Stimmung. Doch der Funke sprang nicht auf die beiden Teams über. Auf dem Spielfeld dominierten Vorsicht und Nervosität.

Weder die Gastgeber noch die Niedersachsen kamen gefährlich in die Nähe der gegnerischen Tore. Der Drittligist versuchte sich daher immer wieder in Distanzschüssen. Doch sowohl Timo Röttger (11., 33.) als auch Kapitän Thomas Hübener verfehlten das Tor.

Jungnickel mit unglücklichem Eigentor

Mit zunehmender Spieldauer bestimmten die Dresdner die Begegnung. Osnabrück glänzte mit sicherer Defensive. Kurz vor der Pause hatte Dani Schahin die besten Chancen für die Hausherren. Erst prallte eine Hereingabe von seinem Rücken auf das Osnabrücker Tor (42.), eine Minute später scheiterte er frei stehend an Berbig.

In der zweiten Halbzeit wurde die Partie lebhafter, weil auch Osnabrück mehr für die Offensive tat. So kamen die Niedersachsen durch Alexander Schnetzler und Flamur Kastrati in der 54. Minute zu ihren ersten Chancen, die jedoch Dresdens Keeper Benjamin Kirsten vereitelte. Das 0:1 fiel aus Dynamo-Sicht unglücklich: Eine Ecke von Schnetzler prallte Jungnickel an die Schienbeine und ins leere Tor. Doch mit Moral schaffte der Drittligist noch den Ausgleich. In der Schlussphase vergab Dynamo noch zwei gute Chancen, sogar einen knappen Sieg herauszuspielen.

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