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Peter Sauber nach Perez-Unfall geschockt

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Peter Sauber: Erinnerungen an Karl Wendlinger

29.05.2011, 12:40 Uhr | sid

Peter Sauber nach Perez-Unfall geschockt. Geschockt nach dem Perez-Unfall: Teamchef Peter Sauber (Foto: imago) (Quelle: imago)

Geschockt nach dem Perez-Unfall: Teamchef Peter Sauber (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die beiden schweren Unfälle von Nico Rosberg und vor allem Sergio Perez beim Großen Preis von Monaco haben Teamchef Peter Sauber auf eine harte Probe gestellt. Vor 17 Jahren war an exakt der selben Stelle sein Fahrer Karl Wendlinger verunglückt, lag danach wochenland im Koma.

Kein Wunder also, dass beim Anblick der neuerlichen Unfälle beim Schweizer die Erinnerungen an diese schlimmen Tage wieder geweckt wurden.

Herr Sauber, Ihr Fahrer Sergio Perez ist beim Qualifying in Monaco exakt in dieselbe Mauer eingeschlagen wie vor 17 Jahren der ebenfalls für Sie fahrende Karl Wendlinger. Sind da schlimme Erinnerungen bei Ihnen hochgekommen?
Peter Sauber: "Das ist gleich zweimal passiert. Beim Unfall von Nico Rosberg an derselben Stelle im Training musste ich praktisch üben, da kamen die Erinnerungen an Karl Wendlinger schon sehr stark."

Wendlinger lag damals wochenlang im Koma, wie schlimm waren die Erinnerungen nach dem Einschlag von Perez?
Sauber: "Das wird bei mir erst noch richtig kommen, aber es war schon heavy für mich. Schon bei Rosbergs Unfall. Dass es dann noch dicker kommen würde, hätte nicht sein dürfen. Und dann war alles noch so ähnlich. Diese drei Unfälle hätte man fast wie eine Schablone übereinanderlegen können."

Es hieß, Perez hat über den Boxenfunk zunächst nicht geantwortet. Mussten Sie da das Schlimmste befürchten?
Sauber: "Der Strom war sofort weg, deshalb haben wir nichts gehört und konnten keinen Kontakt mit ihm aufnehmen. Wir haben dann relativ schnell aus dem Krankenhaus erfahren, dass es ihm gut geht."

Die Diagnose lautete Gehirnerschütterung und Oberschenkelprellung. Wieso hatte Perez so viel mehr Glück als damals Wendlinger?
Sauber: "Bei Karl Wendlinger waren damals zwei Faktoren sehr schlecht: Eine Polsterung der Begrenzungsmauer war nicht vorhanden, und das Cockpit war nicht hochgezogen. Diesmal gab es eine gute Polsterung an der Strecke, und die Autos sind nicht mehr zu vergleichen mit denen von vor 17 Jahren. Das Chassis hatte überhaupt nichts, nicht einmal eine Delle. Und das ist auch der Grund, dass er keine schweren Verletzungen hat."

Nachdem sich die beiden Unfälle exakt an derselben Stelle ereignet haben wie der vor 17 Jahren: Muss die Strecke dort sicherer gemacht werden?
Sauber: "Das ist Sache der FIA (Automobil-Weltverband, d. Red.), ob sie etwas besser machen muss. Ich denke, man hat Gott sei Dank gesehen, dass die Fahrzeuge heute sicher sind."

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