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Webber und Mosley kritisieren Formel-1-Rückkehr nach Bahrain

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Webber und Mosley kritisieren Rückkehr nach Bahrain

04.06.2011, 19:54 Uhr | dpa

Webber und Mosley kritisieren Formel-1-Rückkehr nach Bahrain. Mark Webber übt scharfe Kritik an der FIA. (Foto: imago)

Mark Webber übt scharfe Kritik an der FIA. (Foto: imago)

Mit der Entscheidung, den umstrittenen Großen Preis von Bahrain wieder in den Rennkalender der Formel 1 aufzunehmen, erntet der Motorsportweltverband FIA jede Menge Kritik. Sebastian Vettels Teamkollege Mark Webber glaubt trotz der Neuansetzung nicht an ein Rennen in dem arabischen Staat in dieser Saison. "Auch wenn eine Entscheidung getroffen wurde, wäre ich sehr überrascht, wenn der Bahrain Grand Prix in diesem Jahr stattfindet", schrieb der Red-Bull-Fahrer auf seiner Internetseite.

"Meiner Meinung nach hätte der Sport schon früher in diesem Jahr eine viel härtere Haltung einnehmen müssen anstatt ständig seine Entscheidung in der Hoffnung zu verschieben, das Rennen 2011 neu ansetzen zu können. Das hätte eine klare Botschaft zur Position der Formel 1 bei so etwas Fundamentalem wie den Menschenrechten gesendet und darüber, wie sie mit moralischen Fragen umgeht", urteilte der Australier.

Formel 1 als "Instrument der Unterdrückung"

Auch der frühere FIA-Präsident Max Mosley hat die Neuansetzung scharf kritisiert. "Mit der Entscheidung, dort zu fahren, wird die Formel 1 zum Komplizen bei dem, was dort geschehen ist. Sie wird für Bahrains Regierung zum Instrument der Unterdrückung", schrieb Mosley im "Sunday Telegraph".

Der Internationale Automobilverband FIA unter Mosleys Nachfolger Jean Todt hatte am Freitag den wegen blutiger Unruhen im März ausgefallenen Grand Prix für den 30. Oktober neu angesetzt. Mosley sieht dies als "Fehler, der nicht vergessen wird und, wenn er nicht aufgehoben wird, die Formel 1 am Ende teuer zu stehen kommen wird".

Webber hält Beschluss der FIA für falsch

Die Teamvereinigung FOTA hatte nach der Entscheidung eine interne Diskussion angekündigt. Webber schrieb, er halte den Beschluss der FIA für falsch und fühle sich als Sportler unwohl, in Bahrain fahren zu müssen. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt für eine Rückkehr in das jüngst von blutigen Unruhen erschütterte Königreich. Erst am Mittwoch war der Ausnahmezustand in Bahrain nach mehr als zwei Monaten aufgehoben worden. Auch Menschenrechtler hatten die Formel 1 vor einer Neuansetzung des Rennens gewarnt.

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