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Vettel: "Ich muss ein Drecksack sein"

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"Drecksack" Vettel erklärt die Geheimnisse seines Erfolgs

12.06.2011, 15:08 Uhr | sid, t-online.de

Vettel: "Ich muss ein Drecksack sein". Sebastian Vettel zeigt auch ab und an eine dunkle Seite. (Foto: AP)

Sebastian Vettel zeigt auch ab und an eine dunkle Seite. (Foto: AP)

Mal Drecksack, mal Gemüsebauer, und manchmal ganz allein zu Haus: Sebastian Vettel hat am Rande des Großen Preises von Kanada (ab 18.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) einen kleinen Einblick in sein Leben in und neben der Formel 1 gegeben. Denn diese beiden Bereiche trennt der Weltmeister ganz genau. "Ich muss natürlich auf der Rennstrecke, salopp gesagt, ein Drecksack sein, du brauchst da einfach diesen Killerinstinkt. Wenn du zu freundlich bist, rauschen die anderen nur noch so an dir vorbei. Doch es gibt keinen Grund dafür, dass du nach dem Rennen auch ein Arsch sein musst", sagte Vettel in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Antrainieren musste sich Vettel den Killerinstinkt für die Rennen aber nicht, wie er beteuert. "Das kommt mit dem Ehrgeiz. Die Frage ist: Wie sehr willst du gewinnen? Wie gut verkraftest du, wenn du verlierst? Ich ärgere mich sogar, wenn ich gegen Tommi, meinen Physio, beim Tennis verliere. Manche Leute haben nicht diesen Antrieb. Ich habe ihn", sagte der 23-Jährige. Und der hat ihn im vorigen Jahr als jüngsten Fahrer der Formel-1-Geschichte auf den WM-Thron geführt.

"Vollbremsung für den Kopf"

Eine Erfahrung, die ihn noch stärker gemacht hat. "Es macht schon was aus. Zu wissen, ich habe das geschafft, das ist das beste Gefühl. Und diese Gewissheit setzt noch mal etwas in mir frei", erklärte er. Erholen kann sich Vettel, der durch die Formel 1 ständig unterwegs ist und die ganze Welt sieht, am besten "zu Hause. Wenn du viel auf Achse bist, dann lernst du es viel besser schätzen. Ich habe jetzt angefangen, ein bisschen Gemüse anzubauen daheim. Das entspannt mich. Normalerweise ist der Montag nach einem Rennen komplett frei, da ist das Handy aus, da kann mich niemand erreichen. Ich brauche manchmal eine Vollbremsung für meinen Kopf, um wieder Kraft zu tanken."

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Viel mehr Auszeiten gönnt sich Vettel jedoch nicht. "Jeder Fahrer kann selbst aussuchen, wie viel Zeit er investiert, um noch besser zu werden im Simulator, in der Fabrik oder beim Training. Im gesamten Mai, das weiß ich zufällig, hatte ich zweieinhalb Tage frei. Maximal gibt es in der Saison mal drei Tage am Stück, an denen ich wirklich nichts mache", erklärte er: "Aber ich beschwere mich natürlich nicht. Ich bin einer von 24 Auserwählten hier."

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