Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Button feiert, Vettel grummelt und Schumacher ist der Regengott

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

"Rain man" - Ein Rennfilm mit Überlänge

13.06.2011, 08:31 Uhr | t-online.de

Button feiert, Vettel grummelt und Schumacher ist der Regengott . Jenson Button - Last-Minute-Sieger in Monteral (Foto: imago)

Jenson Button - Last-Minute-Sieger in Monteral (Foto: imago)

Von Elmar Brümmer

Der Vorsprung von Sebastian Vettel in der Formel-1-Weltmeisterschaft wird zunehmend größer, und die Rennen immer spannender. Wie passt das zusammen? Der Große Preis von Kanada am Pfingstsonntag war ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Seh-Gewohnheiten der Zuschauer geändert haben. Zu Schumi-Zeiten guckte man den Start, und konnte ziemlich sicher sein, dass das schon die halbe Miete war. Heute kann man zur Not auf den Anfang des Rennens verzichten, keinesfalls aber auf den Schluss – in Montreal wurde zum dritten Mal in Folge das Rennen erst kurz vor Schluss entschieden.

Im Unterschied zu Barcelona und Monte Carlo diesmal allerdings zu Ungunsten von Sebastian Vettel. Es war der erste Regen-Grand-Prix der Saison, der von drei Schirm-Herren bestimmt wurde: Last-Minute-Sieger Jenson Button, dem Dauer-Führenden Vettel – und Michael Schumacher.

Button zwischenzeitlich auf dem letzten Platz

Vier Stunden und viereinhalb Minuten für 70 Runden. Sechs Safety-Car-Phasen, zahllose Kollisionen und ein dramatisches Überholmanöver im letzten Umlauf inklusive – eine ziemliche Geduldsprobe bis zum Finale Furioso. „Hölle, Hölle, Hölle“ brüllte Jenson Button, der nach der Kollision mit seinem übermotivierten McLaren-Teamkollegen Lewis Hamilton zwischenzeitlich Letzter war, nach der Zieldurchfahrt. Der zehnte Sieg seiner Karriere gibt dem "Professor" Auftrieb, der nun 60 Punkte zurück erster Verfolger des Titelverteidigers in der WM-Wertung ist.

Formel-1-Videos 
Sebastian Vettel legt die perfekte Runde hin

Der Red-Bull-Pilot erklärt den Circuit Gilles Villeneuve. Video

Vor allem aber unterstreicht es die Tatsache, dass richtig gute Rennfahrer auch mit den Blindflug-Bedingungen wie auf der Ile de Notre-Dame zurechtkommen. Intuitiv-Fahrer wie der britische Reifenstreichler ahnen auch in der Gischt die Ideallinie. Wasser marsch!

Vettel: "Es ist ziemlich enttäuschend"

Um Ellenbogenlänge verpasste Sebastian Vettel seinen sechsten Saisonsieg, das wäre dann schon einer mehr gewesen als im Weltmeisterjahr. Den herangeflogenen Chrompfeil Buttons hinter sich geriet er eine Minute vor der schwarz-weiß-karierten Flagge in Kurve drei kurz auf eine Pfütze, konnte zwar die Beherrschung über seinen Red Bull zurückgewinnen, verlor aber das Rennen. "Wir haben die wenigsten Fehler gemacht, und es ist ziemlich enttäuschend, wenn mal immer alles im Griff hat, nur am Schluss den Sieg nicht mehr in den Händen", grummelte der 23-Jährige.

Er hatte es versäumt, nach dem Neustart einen größeren Vorsprung herauszufahren, sollte auf Nummer sicher gehen. Das Team hat da eine Mitschuld, und dass er ohne richtig funktionierenden Zusatzschub durch KERS auf trockener Piste einen heftigen Nachteil gegen die Gegner mit Mercedes-Motoren hatte, kam noch dazu.

Schumi - der Regengott

Einmal zog in einer Kurzversion des so lange ersehnten deutsch-deutschen Generationenkonflikts sogar Michael Schumacher gleichauf mit dem Spitzenreiter. Schumi hatte seinem alten Ruf als Regengott mal wieder alle Ehre gemacht, war mit so kluger Fahrweise durch die Fluten gepflügt, dass er sich den zweiten Platz mit einem einzigen Überholmanöver gegen Kamui Kobayashi und Felipe Massa gleichzeitig holen konnte. Eine Frage der Ehre für den Rekordchampion, der am Ende dann gegen Button und Webber chancenlos war und vier Runden vor Schluss seinen ersten Podiumsplatz für Mercedes aufgeben musste.

Sportchef Norbert Haug attestierte ihm trotzdem eine Weltklasse-Leistung: "Er hat alles aus dem Auto gequetscht." Für Schumacher war die lang ersehnte Genugtuung aber eine andere: "Heute war viel Erfahrung notwendig, um im richtigen Moment schnell zu sein und überhaupt auf der Strecke zu bleiben.“ Was er damit meint: Wenn es darauf ankommt, kann ein 42-jähriger die anderen auch noch ganz schön alt aussehen lassen. Man muss nur lang genug dranbleiben - wie die Fernsehzuschauer.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal