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Rücksichtsloser Hamilton erhitzt die Gemüter

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Rücksichtsloser Hamilton erhitzt die Gemüter

13.06.2011, 16:03 Uhr | dapd

Rowdy, Rüpel, Rambo: Lewis Hamilton fährt derzeit Amok in der Formel 1. Wäre der ehemalige Weltmeister ein Eishockey-Spieler, würde er für seine Sünden vermutlich Dauergast auf der Strafbank sein. Nach seinen Entgleisungen auf und neben der Strecke in Monte Carlo war der McLaren-Pilot im Regen-Chaos von Montreal erneut völlig von der Spur. In der "Bild"-Zeitung wurde er am Tag danach bereits als Lewis "HamilDumm" verspottet.

Schon kurz nach dem Start drehte er den Red Bull des Australiers Mark Webber rücksichtslos um, dann fuhr er dem eigenen Teamkollegen bei hoher Geschwindigkeit ins Auto. "Was tut dieser Kerl da bloß?", sagte der völlig erboste Jenson Button über Funk. Teamchef Martin Whitmarsh war fassungslos, schüttelte am Kommandostand nur den Kopf. Dass Button das längste Rennen der Formel-1-Geschichte nach mehr als vier Stunden schließlich gewann, machte Hamiltons Crash-Kurs nicht besser.

Lauda: "Komplett wahnsinnig"

Wenn Hamilton so weitermacht, hat er bald keine Freunde mehr im Fahrerlager. "Ich war immer ein Fan von ihm, doch was Lewis in Monte Carlo und nun hier aufgeführt hat, geht gar nicht. Der ist komplett wahnsinnig", sagte der dreimalige Weltmeister Niki Lauda als Experte des Fernsehsenders RTL. Der Unfall mit Webber sei einzig und allein Hamiltons Schuld gewesen, meinte der Österreicher. So könne man in der Formel 1 nicht fahren.

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Beim Unfall mit Button hätte es sogar Tote geben können, sagte Lauda und forderte ein hartes Durchgreifen: "Wenn die Sportkommissare den nicht bestrafen, verstehe ich die Welt nicht mehr." Die erste Strafe für den Verkehrsrowdy folgte prompt: Während Button weiterfahren konnte, war an Hamiltons Auto die hintere Radaufhängung beschädigt - das Ende seiner Dienstfahrt.

Danner sieht "Hollywood-Format"

Viele glauben, dass der Freund der Sängerin Nicole Scherzinger ganz einfach Star-Allüren hat. "Wenn es Lewis so toll findet, Hollywood-Format zu haben, dann soll er's doch machen", meinte der ehemalige Grand-Prix-Pilot Christian Danner. Laut Lauda leidet Hamilton am "Beckham-Syndrom". Der Fußball-Weltstar David Beckham und der Rennfahrer haben schließlich auch den gleichen Manager.

Hamilton hatte sich zuletzt in Monaco uneinsichtig präsentiert und fühlte sich als Opfer einer Verschwörung. "Vielleicht liegt es daran, dass ich eine dunkle Hautfarbe habe", hatte er nach dem Rennen in Monaco in Anspielung auf seine Durchfahrtsstrafe gesagt und damit eine Rassismus-Debatte vom Zaun gebrochen. Für diese Äußerung hat sich Hamilton inzwischen in einem offenen Brief entschuldigt - diese Einsicht kam allerdings viel zu spät.

Ferrari-Pilot Massa gerät in Rage

Die Strafe bekam er völlig zurecht, schließlich hatte Hamilton mit seinen rüden Attacken die Chancen von Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien) und Pastor Maldonado (Venezuela) von Williams zerstört. "Was er angestellt hat, war unglaublich. Er muss bestraft werden, und zwar ordentlich, sonst lernt er nichts", sagte Massa, der die Strafe noch für viel zu milde hielt.

Auch bei seinen Rammstößen in Montreal war sich Hamilton keiner Schuld bewusst. Die Sache mit Webber sei keine Absicht gewesen, so sei halt der Rennsport, sagte er lapidar. Den Unfall mit Button führte er auf die extrem schwierigen Streckenbedingungen zurück: "Ich ziehe seitlich vorbei, dann konnte ich nichts anderes machen, denn da war die Mauer." Die Sportkommissare verzichteten nach einer Anhörung diesmal auf Sanktionen, aber Hamilton ist derzeit ohnehin gestraft genug.

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