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Reinhold Bötzel: Die ersten Wettkämpfe

14.06.2011, 11:33 Uhr | t-online.de, t-online.de

Reinhold Bötzel: Die ersten Wettkämpfe. Hochspringer Reinhold Bötzel trainiert für die Paralympics 2012. (Foto: privat)

Hochspringer Reinhold Bötzel trainiert für die Paralympics 2012. (Foto: privat)

Reinhold Bötzel ist ein erfolgreicher Spitzensportler mit Behinderung. In seiner bemerkenswerten Karriere stellte Bötzel einen Hochsprung-Weltrekord auf, 2009 wurde er in seiner Paradedisziplin Weltmeister. Der 35-Jährige wohnt und trainiert in Hannover und arbeitet dort als Telekommunikations-Berater in einer T-Shop-Filiale. Sein letztes großes Ziel als Aktiver sind die Paralympics 2012 in London. Für t-online.de berichtet der Hochspringer, dessen Bestmarke bei übersprungenen 1,97 Meter liegt, exklusiv über den Stand seiner Vorbereitungen und seine Erlebnisse auf und neben dem Trainingsplatz.

Zwei Mal die 1,85 Meter übersprungen - und das innerhalb von einer Woche! Das stimmt mich positiv, denn es zeigt mir: Ich bin stabil in dem Bereich. Wenngleich bei meinem ersten Auftritt in Garbsen mehr drin gewesen wäre. Denn ich hatte ein sehr gutes Gefühl für die 1,90 Meter. Doch leider fiel die Latte......

Harte Arbeit beim Heimspiel

Der zweite Auftritt eine Woche später gestaltete sich etwas schwieriger. Mein Heimspiel in Hannover beim Sparkassenmeeting artete in harte Arbeit aus. Meine Anfangshöhe, die 1,80 Meter, meisterte ich erst im dritten Versuch. Das Aus mit einem Salto Nullo hatte ich schon vor Augen. Doch der geglückte dritte Versuch gab mir Selbstbewusstsein. Die 1,85 Meter übersprang ich gleich im ersten Versuch. Jetzt sollten die 1,88 Meter kein Problem mehr sein. Leider schlichen sich einige Fehler ein, und so blieb es bei der Höhe von 1,85 Meter. Und der Erkenntnis, dass ich noch einiges zu tun habe.

Sport 
Hochspringer Bötzel bringt sich in Form

Der Paralympics-Starter hat die 1,85 Meter problemlos drauf. Video

An die Arbeit!

Im Techniktraining arbeiten wir jetzt daran, die Fehler zu minimieren und dann auch abzustellen. Das heißt für mich im Speziellen: Ich muss auf die Kurvenlage achten, konsequent die Kurve auslaufen und nicht zu direkt die Latte ansteuern. Beim Absprung darf die Hüfte nicht "durchlaufen", sondern muss geblockt werden und stabil sein, um den Schwung in die Höhe mitzunehmen. Denn wenn die Hüfte nicht stabil ist, verteilt sich der ganze Schwung des Anlaufs in alle möglichen Richtungen - nur nicht dahin, wo er hin soll. Nämlich in die Höhe. Ein weiteres Manko, das verbessert werden muss, ist der Absprung. Hin und wieder übersteuere ich den Absprung mit der Folge, dass es mich in der Luft und bei der Lattenüberquerung verdreht. Und dann kommen natürlich keine Topleistungen zustande. 

Keine Sonderschichten

Sonderschichten legen wir deswegen aber nicht ein, wir trainieren ganz normal weiter. Natürlich mit dem besonderen Augenmerk auf den angesprochenen Problemen. So werden im Sprungkrafttraining Übungen eingebaut, um das "Blocken" der Hüfte zu trainieren. Stemmsprünge und hohe Steigesprünge über Hindernisse sollen die gewünschte Stabilität bringen. Im Techniktraining arbeiten wir momentan mit kurzem Anlauf, um das Erlernte besser vertiefen und in den komplexen Bewegungsablauf integrieren zu können. 

Ich bin zuversichtlich, dadurch meine Leistungen weiter verbessern zu können. Für mein nächstes großes Ziel, die Deutschen Meisterschaften in Singen im Juli, bin ich optimistisch, die 1,90 Meter packen zu können.

Bis dahin, euer Reinhold Bötzel

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