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Adrian Sutil wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt

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"Es ist eine Anzeige gegen Herrn Sutil anhängig"

23.06.2011, 14:14 Uhr | sid

Adrian Sutil wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung: Adrian Sutil (Foto: imago) (Quelle: imago)

Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung: Adrian Sutil (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der deutsche Formel-1-Pilot Adrian Sutil ist wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt worden. Der Force-India-Fahrer hatte am 17. April in einer Diskothek in Shanghai Eric Lux, einen der Geschäftsführer des Team Lotus Renault GP, mit einem Glas am Hals verletzt.

"Es ist eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Herrn Sutil anhängig", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München I der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Sutil hatte den Vorfall bestätigt, allerdings stets versichert, er habe Lux "absolut unabsichtlich" verletzt. Lux musste mit 24 Stichen genäht werden musste. Er hatte bereits am 16. Mai schriftlich mitgeteilt, Anzeige wegen "eines tätlichen Angriffs und schwerer Körperverletzung" zu erstatten.

"Ich bin bereit, mich zu verteidigen"

Sutil selbst wusste vom Eingang der Anzeige "nur aus der Zeitung", reagierte jedoch gelassen. "Was soll mir passieren? Warum sollte ich meinen Platz verlieren? Das ist eine private Angelegenheit und das Fahren ist mein Job", sagte er vor dem Rennen in Valencia am Wochenende. "Mir geht's gut, ich kann mich auf meinen Job konzentrieren. Ich war darauf vorbereitet, dass irgendwas kommt, es war nur komisch, dass es so lange gedauert hat."

Angst vor einer nun möglichen gerichtlichen Auseinandersetzung hat Sutil nicht. "Wir wollen die Wahrheit, absolut", sagte er: "Ich hoffe, sie wird bald ans Licht kommen. Ich bin bereit, mich zu verteidigen."

Sutils Management bleibt weiter gelassen

Wie Sutil reagierte auch sein Manager Manfred Zimmermann gelassen auf die neue Entwicklung. "Es ist uns sogar ganz recht, dass es nun vielleicht vor Gericht geht. Denn sonst bleibt ja doch vielleicht etwas am Adrian hängen", sagte er: "Wir sind überzeugt, dass ein Gericht zu der Auffassung kommen wird, dass es kein Angriff von Adrian war, kein Schlag oder etwas Ähnliches."

Staatsanwaltschaft beginnt Prüfung

Ob es wirklich zu einem Prozess kommt, ist offen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun erst einmal, ob sie zuständig ist. Sutil stammt zwar aus Gräfelfing bei München, lebt aber inzwischen in der Schweiz. Anschließend untersucht sie nach "FAZ"-Angaben, ob ein Anfangsverdacht vorliegt. Werde dies bestätigt, folge ein Ermittlungsverfahren, an dessen Ende bewertet werde, ob Anklage erhoben wird.

Force-India-Besitzer Vijay Mallya hatte schon vor Wochen erklärt, er wolle erst seine Konsequenzen ziehen, wenn ein Schuldspruch vorläge. Der Automobil-Weltverband FIA hatte bisher ebenfalls nicht öffentlich reagiert. Promoter Bernie Ecclestone steht in engem Kontakt zu Sutil, soll diesem aber bisher angeblich den Rücken gestärkt haben.

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