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Formel 1 wird zur Formel Vettel

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Formel 1 - Grosser Preis von Europa  

PS-Macho schlägt Sommermädchen

27.06.2011, 06:49 Uhr | t-online.de, t-online.de

Formel 1 wird zur Formel Vettel. Fingerzeig: Sebastian Vettel ist die klare Nummer eins in der Formel 1. (Foto: Reuters)

Fingerzeig: Sebastian Vettel ist die klare Nummer eins in der Formel 1. (Foto: Reuters)

Aus Valencia berichtet Elmar Brümmer

Der Großen Preis von Europa war so ziemlich das beste, was die Männer-Sportwelt der Frauen-Euphorie entgegenzusetzen hat. Und nach der Darbietung von Sebastian Vettel bei seinem sechsten Sieg im achten Grand Prix lässt sich behaupten: Die deutschen Fußballerinnen sind trotz des Auftaktsieges vom Weltmeistertitel noch ein Stückchen weiter entfernt als der Heppenheimer, der bereits 186 von 200 möglichen Punkten einfahren konnte.

Als Rennstall von der Bergstraße wäre er damit alleine auf Platz zwei der Konstrukteursweltmeisterschaft. Die Formel 1, immer mehr eine Formel Vettel. (Benoten Sie die Leistungen der deutschen Piloten in unserer Einzelkritik)

Formel 1 - Video 
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"Vettel ist die einzige Konstante"

Champion im Tieferlegen der Erwartungshaltung ist er ja bereits, und dabei muss der Rennfahrer kreativer sein als die Red-Bull-Techniker auf der Suche nach einer neuen Auspufflösung. Dass er mit dem einsamen Triumph bei der Mittelmeer-Rundfahrt seinen Vorsprung auf den Nächstbesten um weitere 17 auf 77 Punkte ausbauen konnte hängt einerseits damit zusammen, dass sich Ferrari und McLaren in ihren Jagdpositionen ständig abwechseln. Vettels Teamchef Christian Horner aber bewertet die Ausgangsposition vier Wochen vor dem großen Preis von Deutschland so: "Sebastian ist vor allem ein sehr intelligentes Rennen gefahren. Er ist die einzige Konstante in diesem Feld.“

Die klare Nummer eins

Das Verbot der von Red Bull perfektionierten Motorenumstellung von der Qualifikation zum Rennen änderte nichts daran, dass in beiden Fällen der Vettel-Finger aus dem Cockpit ragte. Samstag-Eins und Sonntag-Eins ergibt zusammen: Nummer eins. Vor dem Verbot des "kalt angeblasenen Diffusors“ ab Silverstone ist ihm daher auch nicht bange – dazu ist der Typ selbst einfach zu cool. Oder angesichts der Asphalttemperatur von Valencia eher: zu heiß.

Drohung an die Konkurrenz

Im ersten Moment erscheint das Fazit des 23-Jährigen, der in Valencia die 1000. Führungsrunde seiner Karriere einfahren konnte, beinahe bescheiden. Aber nach zweimaligem Lesen muss man es als Drohung an die versammelten Gegner verstehen, wenn er sein Cockpit-Schicksal bei der Hafenrundfahrt so schildert: "Es hat sich wunderbar angefühlt heute, es war vielleicht mein bestes Rennen. Ich liebe es einfach, wenn man gegen sich selbst fährt. Auf das Auto zu hören, die perfekte Harmonie zu suchen. Deshalb ist meine Zufriedenheit so riesengroß.“ Sein Versprechen ist der nächste Angriff: "Wir bleiben hungrig!“

Am Mut mangelt es weder Fahrer noch Team, aber was ist das beste Mittel gegen den Übermut? Vermutlich jene Bodenständigkeit, die sich der Titelverteidiger erst gar nicht verordnen muss, weil er sie ohnehin besitzt. Mit Höhenluft kommt er seit Besteigung des Empire State Buildings im Kurzurlaub vor Valencia eh klar. Also spricht der Champion in der x-ten Folge seiner hessischen Relativitätstheorie: "Die Formel 1 ist so schnelllebig, ich versuche einfach, jedes Rennen für sich zu sehen.“

Es macht ihn fast ein bisschen sauer, wenn man ihn schon durchwinken will und mutmaßt, dass ihm doch langsam langweilig werden müsse: "Sich ans gewinnen gewöhnen? Um Gotteswillen! Das wäre ja schlimm. Da darf man sich nicht dran gewöhnen. Besser ist es, wenn man nie genug davon bekommen kann. Man versucht jedes Mal, etwas mehr Vorsprung herauszufahren.“ Das heißt: Die Konkurrenz muss sich warm anziehen, denn der Mann der Stunde ist immer auch der Mann der nächsten Runde.

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