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Olympia 2012: Claudia Pechstein will auf dem Rad starten

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Claudia Pechstein will auf dem Rad zu Olympia

28.06.2011, 10:33 Uhr | sid

Olympia 2012: Claudia Pechstein will auf dem Rad starten. So kennt man Claudia Pechstein: Auf dem Eis. (Foto: imago)

So kennt man Claudia Pechstein: Auf dem Eis. (Foto: imago)

Claudia Pechstein will bei Olympia 2012 in London auf Medaillenjagd gehen. Die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin geht dafür sportlich komplett neue Wege. "Mein Ziel sind die Olympischen Sommerspiele in London 2012. Dort möchte ich auf der Bahn starten - als Radfahrerin", sagte Pechstein der "Sportbild".

Fraglich ist jedoch, ob Pechstein die dafür nötige Starterlaubnis vom Internationalem Olympischen Komitee (IOC) erhält. Denn laut der sogenannten Osaka-Regel darf ein Athlet nach Ablauf einer Dopingsperre an zwei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen nicht teilnehmen. Pechstein war vom Eisschnelllauf-Weltverband ISU wegen erhöhter Blutwerte, jedoch nicht wegen eines positiven Dopingbefunds, für zwei Jahre gesperrt worden. Seit dem 08. Februar 2011 nimmt die 39-Jährige wieder an Wettkämpfen teil.

"Ich habe nie gedopt"

"Diese Regel gilt also nicht für mich, denn ich habe nie gedopt. Meine Sperre war ein Fehlurteil, das auf einem einzigen Indiz, meinen erhöhten Retikulozytenwerten, beruht. Diese Werte sind längst durch meine Blutanomalie medizinisch erklärt. Jetzt will ich mir die gestohlenen Spiele von Vancouver zurückholen. Ich werde alles dransetzen, dass die Osaka-Regel für mich außer Kraft gesetzt wird", sagte Pechstein. Hoffnung kann sie aus der Tatsache schöpfen, dass der internationale Sportgerichtshof CAS die Osaka-Regel derzeit einer Überprüfung unterzieht.

Pechstein kämpft um Olympia-Teilnahme

Das IOC wird den Antrag von Pechstein nun ebenfalls prüfen. "Der Sport kann sich auf Dauer nicht den medizinischen Erkenntnissen in meinem Fall verschließen. Ich werde um meine Chance kämpfen, sportlich, diplomatisch - und, wenn es sein muss, auch juristisch", kündigte Pechstein an.

Vorbereitung bei den Deutschen Meisterschaften

Bereits bei der Bahn-DM vom 6. bis 10. Juli in Berlin will sie in der Einerverfolgung an den Start gehen. "Außerdem plane ich einen Start im Sprint oder im 500-m-Zeitfahren. Ich traue mir das zu, denn als Eisschnellläuferin habe ich viel auf dem Rad trainiert. Ich habe doch nichts zu verlieren", sagte Pechstein.

Bundestrainer ist skeptisch

Auf Gegenwind stoßen die Pläne bei Detlef Uibel. Der Bundestrainer Kurzzeit hält das Ansinnen von Pechstein "für sehr fragwürdig" und "für einen Quereinsteiger schwierig und in kurzer Zeit nicht erlernbar, gerade mit Blick auf die Schnelligkeit und die Rennübersicht." Pechstein meint es jedoch ernst. Inzwischen hat sie auf der Bahn trainiert, "acht Wochen lang, jeweils zweimal die Woche, also 16-mal. Ich habe mich wohl ganz gut angestellt, denn ansonsten hätten die Trainer mit Sicherheit gesagt: 'Lass mal lieber sein'."

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