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Formel 1: Fehde zwischen Vettel und Webber geht in die nächste Runde

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Streit zwischen Vettel und Webber flammt wieder auf

11.07.2011, 07:02 Uhr | t-online.de

Formel 1: Fehde zwischen Vettel und Webber geht in die nächste Runde. Eisige Stimmung: Sebastian Vettel (li.) und sein Teamkollege Mark Webber. (Foto: Imago)

Eisige Stimmung: Sebastian Vettel (li.) und sein Teamkollege Mark Webber. (Foto: Imago)

Aus Silverstone berichtet Elmar Brümmer

Das Wetter schlecht, ein Rad klemmt, ein Wagenheber bricht, ein Ferrari gewinnt – und am Ende baut Sebastian Vettel seinen Vorsprung in der Formel 1 auch mit dem zweiten Platz beim Großen Preis von Großbritannien doch noch aus. Formel Paradox. Komfortable 80 Punkte beträgt vor dem Heimspiel in zwei Wochen auf dem Nürburgring jetzt sein Vorsprung auf Mark Webber. Doch die dramatische Schlussphase von Silverstone zeigt, dass aus den Teamkollegen längst wieder In-Team-Feinde geworden sind. (Klicken Sie sich durch die Einzelkritik vom GP in Silverstone und stimmen Sie ab!)

Stallorder sind seit dieser Saison nicht mehr verboten, und Red Bull macht beim neunten WM-Lauf auch Gebrauch davon, als Mark Webber drei Runden vor Schluss plötzlich enormen Druck auf Sebastian Vettel ausübt, der auf einem sicheren zweiten Platz hinter Fernando Alonso liegt. "Halte den Abstand ein, Mark", dröhnt es vom Kommandostand in den Helm des Australiers. Aber Webber, der nach heftigen verbalen und tatsächlichen Kollisionen mit seinem deutschen Gegenspieler schon entmannt schien, ignoriert aus Gründen der Selbstachtung die Anweisungen. In der Vorschlussrunde kann sich Vettel nur durch Zick-Zack-Manöver und heftige Bremsaktionen auf Rang zwei halten.

Zukunft von Webber unsicher

Das wird noch ein Nachspiel haben, zumindest ist die Harmonie im Bullen-Stall wieder nachhaltig gestört. Vettel gesteht, dass er im umgekehrten Fall wohl genauso gehandelt hätte. Aber die Voraussetzungen sind andere: Der Titelverteidiger ist bei Red Bull bis mindestens 2014 gesetzt, während Mark Webber noch betteln muss, um mit 34 ein weiteres Beifahrer-Jahr zu bekommen. Das Verhalten vom Sonntag wird ihm nicht gerade einen Bonus einbringen – oder wird er nun endgültig mit einer Vertragsverlängerung zur Nummer zwei abgestempelt?

Vettel: "Gab keinen Grund, dass etwas Dummes passiert"

"Es ist ein Mannschaftsergebnis", knurrt der englische Teamchef Christian Horner, "wir konnten bei diesem Rennverlauf das Risiko nicht eingehen, eine Menge Punkte zu verlieren. Zu dieser Situation wäre es wohl gekommen, wenn wir dem Treiben nicht Einhalt geboten hätten. Es wäre einfach dumm gewesen, das wegzuwerfen." Vettel unterstreicht diese Position: "Es gab keinen Grund, dass etwas Dummes passiert." Der Heppenheimer führt nun mit 80 Punkten Vorsprung in der WM, Webber ist Zweiter. Red Bull hatte im Vorjahr selbst nach dem Crash von Webber und Vettel noch beiden Piloten freie Fahrt gestattet.

Englische Medien beschuldigen Vettel

"Sebastian gibt sein Bestes, und ich gebe es auch", sagt Webber trotzig. Mit der Opferrolle ("Die Situation gefällt mir ganz und gar nicht") wird er nicht weit kommen. Denn der Australier hatte den Start von der Pole-Position verpennt und auch aus dem Vorzug des ersten Boxenstopps nichts machen können. Doch die Nörgeleien waren Wasser auf die Mühlen der britischen Boulevardpresse, die nach der neuerlichen Pleite der einheimischen Chauffeure ihre Ersatzbefriedigung in Angriffen auf den deutschen Weltmeister sucht: "Eine Schande, Sebastian, wie willst Du ein würdiger Champion sein?" Vettel kontert die Annahme, dass es ihm zu leicht gemacht worden sei: "Es glaubt doch wohl niemand, das unsere harten Manöver zum Schluss abgesprochen waren. Mark hat alles gegeben, und ich habe ihn nicht vorbeigelassen. Ich fand das ausgesprochen aufregend." Aufregender auf jeden Fall als das, was er kommen sieht: "Ach, dass damit jetzt wieder die Diskussionen losgehen... Aber das kann ich auch nicht vermeiden." Es ist zum Davonfahren.

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