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Formel 1: Sebastian Vettel warnt vor Ferrari

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Vettel warnt vor starkem Ferrari-Team

20.07.2011, 10:04 Uhr | dpa

Formel 1: Sebastian Vettel warnt vor Ferrari. Sebastian Vettel (vorn) spürt den heißen Atem der Ferrari-Piloten in seinem Nacken (Foto: imago) (Quelle: imago)

Sebastian Vettel (vorn) spürt den heißen Atem der Ferrari-Piloten in seinem Nacken (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Weltmeister warnt und die Widersacher wittern Morgenluft: Obwohl Sebastian Vettel die Formel 1 derzeit beherrscht wie Michael Schumacher zu seinen besten Zeiten, tritt er vor seinem Heimrennen auf dem Nürburgring auf die Euphoriebremse. "Ferrari ist bedrohlich nah an uns herangerückt", sagt der Red-Bull-Pilot.

McLaren-Kontrahent Jenson Button kündigt unterdessen an: "Sebastian und Red Bull dürfen sich nicht zu früh freuen." Und Felipe Massa tönt: "Ferrari gibt niemals auf."

Gleich sieben Rivalen für den Weltmeister

Vettel hat aber nicht nur die wiedererstarkten "Roten" auf der Rechnung. Der souveräne Spitzenreiter rechnet beim Großen Preis von Europa an diesem Sonntag (das Rennen ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) auch mit seinem Teamkollegen Mark Webber. "Und die Jungs von Mercedes und McLaren dürfen wir immer noch nicht unterschätzen", listet er insgesamt sieben ernsthafte Rivalen auf.

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Allerdings zeigte sich zuletzt beim Grand Prix von Großbritannien, dass die Red-Bull-Strategen Webbers Angriffslust per Teamorder unterbinden, wenn es hart auf hart kommt. Der Gesamtzweite (112 Punkte) aus Australien kommt daher als Titelkandidat nicht ernsthaft infrage.

Ferrari setzt auf "sehr aggressive Strategie"

Deshalb dürfte Vettel vor allem von Ferrari die größte Gefahr drohen. Silverstone-Sieger Fernando Alonso ist zwar vor dem zehnten Saisonlauf nur WM-Dritter mit gewaltigen 92 Punkten Rückstand, aber die Scuderia kommt nach einem schwachen Start immer besser in Fahrt und gilt als aktuell stärkster Verfolger. "Im Moment redet bei uns keiner vom WM-Titel", sagt der zweimalige Champion aus Spanien. "Aber wir werden in der Qualifikation und im Rennen mit einer sehr aggressiven Strategie antreten und dann schauen, was rauskommt."

Auch Button, der durch seinen jüngsten Nuller beim Heim-Grand-Prix an Boden eingebüßt hat, rechnet sich im Titelrennen durchaus noch Chancen aus. "Wir sind in Silverstone eindeutig unter Wert geschlagen worden. Auf dem Nürburgring wird das wieder ganz anders aussehen", prognostiziert der Brite, der punktgleich mit seinem Landsmann und McLaren-Teamkollegen Lewis Hamilton 95 Zähler hinter Vettel (204) auf Rang fünf liegt.

Noch kein Sieg für Vettel in der Eifel

Vettel-Festspiele sind in der Eifel also nicht garantiert. Dabei würde der 16-malige Grand-Prix-Sieger zu gerne erstmals ein Heimrennen gewinnen. "Klar wäre es ein Highlight", versichert er. Ein zweiter Platz auf dem Nürburgring 2009 und Rang drei im Vorjahr in Hockenheim sind zu Hause seine bislang besten Ergebnisse.

Unabhängig vom Resultat am Sonntag erscheint angesichts des Kräfteverhältnisses - Vettel gewann sechs der bislang neun Grand Prix und belegte dreimal den zweiten Platz - eine erfolgreiche Aufholjagd der anderen in der WM jedoch unrealistisch. Selbst wenn der 24 Jahre alte Heppenheimer beim Heimrennen leer ausgehen und auch danach ein paar Mal schwächeln sollte, wofür derzeit nichts spricht, könnte er lange von seinem gewaltigen Vorsprung zehren.

Schumi: "Er hätte den Titel sicherlich auch verdient"

Schumacher sieht seinen Kumpel jedenfalls nicht ernsthaft gefährdet. "Es sieht sehr gut aus für ihn, keine Frage", sagt der siebenmalige Weltmeister. "Und er hätte den Titel sicherlich auch verdient."

Der wie immer vorsichtige Vettel wehrt sich dennoch entschieden gegen Einschätzungen, das Rennen sei schon gelaufen und die Rivalen würden resignieren. "Verzweiflung, Nervenschwäche - davon habe ich aber noch nichts gesehen. Ich kümmere mich auch nicht so sehr um die anderen, sondern darum, wie wir die optimale Leistung bringen", sagt er.

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