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Fußball international - Japan  

Matsuda stirbt nach Herzstillstand

04.08.2011, 09:03 Uhr | dpa, dapd

Naoki Matsuda verstorben. Naoki Matsuda ist im Alter von 34 Jahren gestorben. (Foto: imago)

Naoki Matsuda ist im Alter von 34 Jahren gestorben. (Foto: imago)

Der japanische Fußball-Profi Naoki Matsuda ist tot. Nach Angaben der Nachrichtenagentur "Kyodo" starb der 34-Jährige zwei Tage nach seinem Zusammenbruch während eines Trainings. Der Verteidiger des Drittligisten Matsumoto Yamaga hatte am 2. August in der Klinik einen Herzstillstand erlitten und sich seitdem in kritischem Zustand befunden. Trainer Yoshiyuki Kato erklärte, dass Matsuda bereits nach einem 15-minütigen Aufwärmprogramm ohnmächtig wurde, offenbar wegen eines Hitzschlags.

In Japan herrschen derzeit Rekordtemperaturen, die bereits zu mehreren Todesfällen geführt haben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

40 Länderspiele für Japan

Der Verteidiger hatte bei der Heim-WM 2002 alle vier Partien für sein Land bestritten - insgesamt absolvierte er 40 Länderspiele. 2003 und 2004 wurde Matsuda mit Yokohama F. Marinos Meister der japanischen J-League. 385 Mal kam er für den Klub in der Profiliga zum Einsatz. Seit 2011 spielte er für den Drittligisten Matsumoto Yamaga nordwestlich von Tokio.

Die Fußballwelt nimmt Anteil

FIFA-Präsident Joseph Blatter schickte umgehend eine Beileidsbekundung nach Japan. "Mit traurigem Herzen schreibe ich heute, da ich vom Tod Naoki Matsuda erfahren habe, dem legendären Verteidiger des japanischen Nationalteams", hieß in einer Mitteilung auf der Homepage des Weltverbandes FIFA. Die Fußballfamilie stehe trauernd an der Seite von Matsudas Familie und Freunden.

Buchwald wollte Matsuda einst verpflichten

"Er war ein herausragender Fußballer. Das macht einen schon traurig, wenn so ein Sportsmann so früh stirbt", sagte Weltmeister Guido Buchwald, der in Japan von 2004 bis 2006 die Urawa Red Diamonds trainierte. "Ich hatte mich mal damit beschäftigt, ihn zu Urawa zu holen. Er war kein typischer Abwehrspieler. Er war auch jemand, der gut organisieren konnte und nach vorne gegangen ist. Er war ein klasse Fußballer."

Beunruhigende Häufung unerklärlicher Todesfälle

Vor Matsuda waren schon mehrfach Profis bei Spielen oder im Training gestorben. Prominentester Fall war der Herztod des Kameruners Marc-Vivien Foé (28) im Halbfinalspiel des Confederations Cups am 26. Juni 2003 gegen Kolumbien. Am 25. Januar 2004 brach der damals 24-jährige ungarische Nationalspieler Mikos Feher in der Punktspielpartie Benfica Lissabons bei Vitoria Guimaraes zusammen. Benfica-Star Feher starb trotz Reanimierung.

Ein ähnlicher Vorfall sorgte in Spanien Ende August 2007 für große Trauer. Der 22-jährige Antonio Puerta kollabierte zum Saisonstart der Primera Division, als sein Klub FC Sevilla am 25. August gegen FC Getafe antrat. Puerta starb drei Tage später. Zwei Jahre darauf, am 8. August 2009, starb der Kapitän des Erstligisten Espanyol Barcelona, Daniel Jarque (26), während eines Trainingslagers im italienischen Mannschaftsquartier an plötzlichem Herzversagen. Er telefonierte gerade mit seiner Freundin.

Ex-Nationaltrainer ist geschockt

"Es ist fürchterlich, jemanden in so jungem Alter sterben zu sehen. Es ist ein großer Schock. Er war ein großartiger Junge, und ich habe mich ihm eng verbunden gefühlt", sagte Philippe Troussier über den Tod Matsudas. Unter dem französischen Trainer hatte er sein Nationalelfdebüt bei den "Blauen Samurai" gegeben und die WM 2002 bestritten.

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