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Hockey-EM: Damen sind nun im Vorteil

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Nach Holland-Pleite: Hockey-Damen nun im Vorteil

26.08.2011, 09:09 Uhr | dpa

Hockey-EM: Damen sind nun im Vorteil. Die Engländerin Chloe Rogers (li.) bedrängt Deutschlands Spielführerin Fanny Rinne. (Foto: Reuters)

Die Engländerin Chloe Rogers (li.) bedrängt Deutschlands Spielführerin Fanny Rinne. (Foto: Reuters)

Deutschlands Hockey-Damen hatten das 0:2 gegen England kaum verdaut und sich schon mit den Niederlanden als möglichem Halbfinal-Gegner befasst, da verlor "Oranje" gegen Spanien. Nun winkt im Semifinale ein Duell mit dem vermeintlich leichteren Gegner.

Unverhofft kommt oft. Nach dem 0:2 gegen Angstgegner England sahen Deutschlands Hockey-Damen bei der Heim-EM wie die großen Verliererinnen aus. Doch gut zwei Stunden später war die Hockey-Welt in Mönchengladbach schon wieder in Ordnung. Denn nach der unerwarteten 0:1-Pleite des Top-Favoriten Niederlande gegen Spanien ist Michael Behrmanns Truppe plötzlich sogar im Vorteil. Ein Punkt am Dienstag (15.00 Uhr) gegen Außenseiter Belgien reicht, um als Gruppenzweiter ins Halbfinale einzuziehen. Und dann droht im Kampf um den Einzug ins Endspiel nicht das Duell mit der sonst als kaum bezwingbar geltenden "Oranje"-Elf.

Halbfinal-Gegner wohl die Spanierinnen

"Wenn man ein Ziel hat, dann ist es egal, wer da als Gegner kommt", sagte Bundestrainer Behrmann nach dem achten sieglosen Spiel gegen England in Folge am Sonntag - und meinte damit das vermeintliche Halbfinal-Match gegen die Holländerinnen, denen man eigentlich als Gruppenerster aus dem Weg gehen wollte. Doch dass beim Hockey manchmal alles ganz schnell geht, bewies "Oranje" unfreiwillig bei der Niederlage gegen Spanien. Plötzlich spricht nun alles dafür, dass sich die Ibererinnen gegen Außenseiter Aserbaidschan den Gruppensieg nicht mehr nehmen lassen und dann am Donnerstag auf die Deutschen treffen.

Direkte Qualifikation für London rückt in greifbare Nähe

"Das hätte ich nie im Leben erwartet", sagte Spielführerin Fanny Rinne noch unter dem Eindruck der "verdienten Niederlage" gegen die bärenstarken Engländerinnen. Die Olympiasiegerin von 2004 erinnerte aber sofort auch daran, dass sie und ihre Teamkolleginnen erst einmal ihre Pflicht gegen die aufstrebenden Belgierinnen ("Jedes Spiel muss erst mal gespielt sein") erfüllen müssen, um auch die Chance auf die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 zu wahren.

Um dieses Ziel sicher zu erreichen, müssten Rinne & Co. wie bei den vergangenen drei Europameisterschaften 2005, 2007 und 2009 wieder das Finale erreichen. Sollte allerdings auch der gesetzte Olympia-Gastgeber England in das Endspiel einziehen, würde sogar EM-Platz drei für das begehrte London-Ticket genügen. Und in der aktuellen Form ist dies dem ambitionierten Team von der Insel durchaus zuzutrauen. Aber im Hockey kann alles schnell auch ganz anders kommen.


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