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Spa: Schumi stiehlt Vettel die Show

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Schumi: Ein bisschen Spa muss immer sein

29.08.2011, 06:48 Uhr | t-online.de

Spa: Schumi stiehlt Vettel die Show. Michael Schumacher fährt vom letzten auf den fünften Platz vor. (Foto: dpa)

Michael Schumacher fährt vom letzten auf den fünften Platz vor. (Foto: dpa)

Eine Kolumne von Elmar Brümmer

Wer kann, wer soll diesem Sebastian Vettel noch die Schau stehlen? Siebte Pole-Position, siebter Sieg, noch sieben ausstehende Rennen. Red Bull hat mit einem Doppelerfolg Vettel/Mark Webber beim Großen Preis von Belgien schon mal auf Probe den WM-Titel gefeiert. Noch lauter war die Musik nur noch in der Garage von Mercedes. Jubilar Michael Schumacher war als Letzter gestartet und kam als Fünfter ins Ziel, noch vor seinem Silberpfeil-Kollegen Nico Rosberg. Ein Husarenritt durch die Ardennen mit einer klaren Botschaft: Schumi ist wieder da! (Lesen Sie hier die Einzelkritik)

Exakt 20 Jahre nach seinem Formel-1-Debüt am gleichen Ort krönte der inzwischen 42-Jährige sein Schumiläum selbst. Erst servierte er nach dem Frust des verlorenen Rades in der Qualifikation seinen Gästen Kölsch vom Fass und Currywurst, dann machte er den Ritt von ganz hinten nach ziemlich weit vorn zu seinem persönlichen Festtag. Eine riskante, aber geschickte Reifenwahl, der wiedererwachte Instinkt auf der Berg- und Talbahn und sicher auch die Wut auf alle jene Kritiker, die Häme statt Analysen geliefert hatten. Nach der ersten Runde hatte er schon zehn Plätze gut gemacht, Erinnerungen an 1995 wurden wach, als er von Rang 16 noch zum Sieg gerast war. Mercedes-Sportchef Norbert Haug gestand später: "Das ist wie ein Märchen. Ich hätte daran nicht geglaubt." RTL-Grantler Niki Lauda, "gibt es in Spa zwei Sieger. Der andere neben Super-Vettel war Schumacher – was für eine unglaubliche Leistung."

Silberpfeil-Kommando: Frei Fahrt für beide!

So gut ist der Silberpfeil noch nicht, auch wenn Nico Rosberg anfangs sogar dem mit Reifen-Zicken kämpfenden Sebastian Vettel die Führung abjagen konnte. Aber Schumacher schob sich über 40 Runden clever nach vorn. Dann kam es zu der Szene, die das Binnenverhältnis bei Mercedes für die Zukunft neu definieren könnte: Der Rekord-Weltmeister läuft auf Rosberg auf, der den fünften Platz hielt, von dem aus er gestartet war. In aller Ruhe legte sich der Senior den Junior zurecht, um dann aus dem Windschatten heraus vorbeizuschießen. Zuvor hatte der Mercedes-Kommandostand gefunkt: Freie Fahrt für beide!

Beginn einer In-Team-Feindschaft?

Was für eine Genugtuung für Schumacher muss das gewesen sein, Rosberg blieb nur der Hinweis darauf, dass er Benzin habe sparen müssen. Schumacher kommentierte süffisant, dass das doch immer so sei und vor allem die falsche Stelle dafür. Man merkte schon am kühlen belgischen Nachmittag: Da wird ein heißes Duell vorbereitet, sofern der Silberpfeil richtig konkurrenzfähig ist, kann da eine In-Team-Feindschaft aufbrechen. Es ist genau die Situation, die Rosberg seit Beginn des Schumi-Comebacks vor anderthalb Jahren immer gefürchtet hat. Der Wiesbadener machte sich beim entscheidenden Manöver etwas breiter als man es in solchen Fällen sonst macht. Schumacher spielte seine Leistung geschickt herunter: "Ich musste doch nur einen kühlen Kopf bewahren..."

In dieser Form fährt Schumi auch 2012 

Nein, ein Jubiläums-Geschenk war das nicht, und ganz gewiss keine versteckte Stallorder. Dafür psychologisch wertvoll. Schumacher arbeitet hinter den Kulissen stark an der Wende, in Spa hat er zum ersten Mal mit einem neuen Renningenieur zusammen gearbeitet. Er lauert darauf, nicht als Mittelfeldmann abtreten zu müssen. Nach der Leistung von Belgien dürfte klar sein, dass er das dritte Jahr seines Mercedes-Vertrages 2012 in jedem Fall erfüllt. Es war das beeindruckendste Rennen seines zweiten Karriereanlaufes: "Ich hatte sehr viel Spaß dabei, denn es gab sehr viele Möglichkeiten, mich in Szene zu setzen." Am liebsten sei es ihn, wenn künftig jedes Rennen in Spa gefahren würde...

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