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Behindertensport: Para-Dressur: EM-Medaillen für das deutsche Team

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Para-Dressur: EM-Medaillen für das deutsche Team

07.09.2011, 12:54 Uhr | t-online.de / dkthr.de

Behindertensport: Para-Dressur: EM-Medaillen für das deutsche Team. Dr. Angelika Trabert (li.) und Hannelore Brenner (re.) ritten mit der Mannschaft zu Bronze. (Quelle: imago)

Dr. Angelika Trabert (li.) und Hannelore Brenner (re.) ritten mit der Mannschaft zu Bronze. (Quelle: imago)

Einmal Gold, drei Mal Silber und Mannschafts-Bronze: die Medaillenausbeute der deutschen Para-Dressurreiter bei den Europameisterschaften im belgischen Moorsele kann sich sehen lassen. Die Hoffnung, die britische Dominanz in dieser Disziplin zu knacken, ging allerdings auch in diesem Jahr nicht in Erfüllung.

"Die Briten sind in der Para-Dressur einfach zu stark aufgestellt und beherrschen seit Jahren die Szene. Und gerade jetzt, ein Jahr vor den Paralympics in London, haben sie noch einmal enorm aufgerüstet, was neue Pferde und Reiter betrifft", sagte die deutsche Equipechefin Britta Bando im Gespräch mit Uta Helkenberg von der Pressestelle der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Nach Mannschafts-Gold holten die Briten Kür-Gold in vier der fünf Behinderten-Grades (Erläuterungen der einzelnen Grade am Ende des Artikels). So auch in Grade III, in dem Deborah Criddle mit LJT Akilles ganz knapp an Doppel-Weltmeisterin Hannelore Brenner mit Woman of the World vorbeizog. "Heute hat sie sich im Galopp etwas hochgespielt und war vielleicht nicht ganz so gut wie sie eigentlich gehen kann", sagte Brenner. In der Einzelwertung am Vortag hatte das Paar seinen Titel aus 2009 noch erfolgreich verteidigen können. "Auch heute haben mir viele gesagt, dass ich eigentlich hätte vorne sein müssen", freute sich Brenner trotz der knappen Niederlage.

Silber für Britta Näpel

Ein zweites Mal Silber gab es in Grade II für Britta Näpel und Aquilina. Wie in der Einzelwertungen mussten sie sich nur dem britischen Paar, Natasha Baker mit Cabral, geschlagen geben. Im Vergleich zur Pflicht am Vortag verbessern konnte sich Kür-Weltmeisterin Dr. Angelika Trabert. Mit Ariva Avanti übersprang sie in der Kür die 70er Marke, verpasste mit 72,85 Prozentpunkten aber dennoch einen Platz auf dem Treppchen und landete auf Platz vier.

In Grade IV, wo auf S-Niveau geritten wird, setzte sich zwei Mal die junge Britin Sophie Wells mit Valerius durch. Lena Weifen, die mit Don Turner im vergangenen Jahr ihr WM-Debüt bei den Weltreiterspielen in Kentucky gegeben hatte, belegte in Moorsele den sechsten beziehungsweise siebten Platz in den EM-Wertungen. Erstmals startete sie auch für das deutsche Team und gewann gemeinsam mit den drei Championats-Routiniers Näpel, Trabert und Brenner Bronze.

Zufriedenstellende Leistung der Newcomerin

Das allererste Mal bei einem Championat für Deutschland am Start war die erst 19-jährige Alina Rosenberg aus Konstanz. Die Rolli-Fahrerin startete mit Magellan in Grade Ib und sicherte sich in der Einzelwertung den fünften Platz. "Alina hat da alles gegeben", lobte Equipechefin Bando. Bei der Kür lief es nicht mehr ganz so gut. Mit 61,55 Prozentpunkte kamen die beiden Newcomer nicht über Platz 13 hinaus. "Sie hat in ihrer Kür eine Pflichtlektion vergessen. Und dann fehlt natürlich eine Note. Wahrscheinlich war die Aufregung einfach zu groß. Aber sie ist gut geritten und war eine Bereicherung für unser deutsches Team", so Bando.

Einteilung der unterschiedlichen Grade:

Grad

I

Die Athleten sind hauptsächlich Rollstuhl-Benutzer, entweder mit geringer Rumpfbalance oder mit begrenzten Arm- und Beinfunktionen.
Athleten mit fehlender Rumpfbalance, aber guten Armfunktionen sind auch in dieser Klasse startberechtigt.

Grad

II

Die Athleten sind hauptsächlich Rollstuhl-Benutzer oder solche mit schweren Bewegungsbehinderungen, welche die Rumpfbalance
betreffen, aber mit guten bis leicht behinderten Armfunktionen. Athleten ohne Bewegungsfunktionen des Armes und des Beines an der gleichen Körperseite sind auch in dieser Klasse startberechtigt.

Grad

III

Die Athleten können in der Regel ohne Unterstützung gehen. Sie haben Behinderungen entweder am einem Arm und Bein der gleichen Körperseite, mäßige Behinderungen in beiden Armen und beiden Beinen oder schwere Behinderungen der Arme. Athleten, die als B1 klassifiziert sind, können auch in dieser Klasse starten.

Grad

IV

Die Athleten haben Behinderungen nur in einem oder zwei Gliedmaßen oder Einschränkung der Sehfähigkeit.



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