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Eishockey-Nationalspieler Robert Dietrich stirbt bei Flugzeugabsturz

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Robert Dietrich bei Flugzeugsturz ums Leben gekommen

07.09.2011, 18:06 Uhr | dapd, sid, dpa

Eishockey-Nationalspieler Robert Dietrich stirbt bei Flugzeugabsturz. Nationalspieler Robert Dietrich (Quelle: imago)

Nationalspieler Robert Dietrich (Quelle: imago)

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Robert Dietrich ist bei einem Flugzeugabsturz in Russland ums Leben gekommen. Das bestätigte der geschäftsführende Direktor des Klubs Lokomotive Jaroslawl, Jewgeni Tschujew, auf Anfrage von dapd. Das Team von Lokomotive war auf dem Weg zu einem Spiel in Minsk. Von den 45 Menschen in der Maschine starben 43. Darunter unter anderem der Slowake Pavol Demitra, dreimaliger NHL-Allstar, Schwedens Olympiasieger Stevan Liv und der tschechische Weltmeister von 2010, Karel Rachunek. (Mehr Informationen: Eishockey-Team stirbt bei Flugzeugabsturz)

Der 25 Jahre alte Dietrich wurde in Kasachstan geboren. Er absolvierte bei der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland neun Spiele für die Gastgeber. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielte er für die Straubing Tigers, die Düsseldorfer EG und Adler Mannheim, wo er im Sommer seinen bis 2013 gültigen Vertrag auflöste, um für Jaroslawl in der Eliteklasse Kontinental Hockey League (KHL) zu spielen.

Durchbruch in Düsseldorf

Dietrich hatte die Jugendabteilungen bei seinem Heimatverein ESV Kaufbeuren durchlaufen, bevor er 2002 zu den Junioren der Adler Mannheim wechselte. Über die Stationen EC Peiting, ETC Crimmitschau und Straubing Tigers landete er 2006 bei der Düsseldorfer EG, bei der ihm der Durchbruch in der DEL gelang. Er zeigte derart beeindruckende Leistungen, dass auch die Scouts aus der nordamerikanischen Profiliga NHL auf ihn aufmerksam wurden. 2008 wechselte Dietrich zu den Nashville Predators, schaffte dort aber nicht den Sprung in die erste Mannschaft. Im Sommer 2010 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Leistungsträger in Mannheim. In 48 Spielen sammelte der Verteidiger 20 Punkte (3 Tore, 17 Vorlagen).

"Das ist eine tiefe Tragödie für das gesamte deutsche Eishockey", sagte Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), nachdem er über den Tod des 38-maligen Nationalspielers informiert worden war.


"Schreckliche Tragödie für die weltweite Eishockey-Gemeinde"

Rene Fasel, Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF, sprach vom "schwärzesten Tag in der Geschichte unseres Sports. Das ist eine schreckliche Tragödie für die weltweite Eishockey-Gemeinde, auch weil sie so viele Nationen betrifft", sagte der Schweizer, der sich im Rahmen einer schon zuvor geplanten Reise selbst in Russland befindet: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Freunden der Opfer."

Lokomotive Jaroslawl war 1949 als Team des nationalen Eisenbahnministeriums gegründet worden. Jaroslawl, 280 Kilometer nördlich von Moskau gelegen, gehört zu den führenden Vereinen in Russland. In den Jahren 1997, 2002 und 2003 war der Verein Meister, zudem 2008 und 2009 Vizemeister. In der Saison 2010/11 kam Lokomotive ins Halbfinale.

Weltmeister und Olympiasieger im Kader

Die Kontinentale Hockey-Liga Russlands wurde 2008 gegründet, in ihr spielen 24 Mannschaften aus Russland, Kasachstan, Lettland, Weißrussland und der Slowakei. Eine Erweiterung nach West- und Mitteleuropa ist im Gespräch. Von der Bedeutung her soll die Liga dauerhaft der nordamerikanischen NHL Konkurrenz machen. Schon jetzt spielen zahlreiche Topstars wie Russlands dreimaliger Weltmeister Sergej Fedorow in der KHL.

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