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Formel 1: Mercedes-Teamchef Brawn gibt Fehler beim Personalabbau zu

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"Wir benötigen nur ein stärkeres Auto"

15.09.2011, 13:34 Uhr | Motorsport-Total.com

Formel 1: Mercedes-Teamchef Brawn gibt Fehler beim Personalabbau zu. Mercedes-Teamchef Ross Brawn. (Quelle: imago)

Mercedes-Teamchef Ross Brawn. (Quelle: imago)

Gerhard Berger hat erneut kein gutes Wort am Mercedes-GP-Team gelassen. Mercedes-Teamchef Ross Brawn habe es bislang nicht geschafft, den Topteams die Stirn zu bieten, sagte Berger. "Ich weiß nicht, was Bergers Motiv für diese Aussagen ist", konterte Brawn nun: "Ich habe ihnen auch nicht besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Ich kenne ihn persönlich und schätze, dass er bloß etwas Spaß hat. Aber es ist wahr: Unser Auto ist noch nicht stark genug. Doch jemand wie er sollte wissen, wie schwierig es ist - und ich bin sicher, er weiß es." Der Brite machte kein Geheimnis daraus, dass es weder an den Fahrern, noch am Motor liege, dass Mercedes bisher hinter den Erwartungen geblieben sei.

"Der Motor hat bewiesen, dass er stark genug ist. Er hat schon viele Rennen gewonnen", sagte Brawn. "Ich habe 2009 mit diesem Motor Rennen gewonnen. Und ein Team hat dieses Jahr mit diesem Motor Rennen gewonnen. Der Motor ist also großartig. Wir haben großartige Fahrer. Wir haben ein sehr gutes Team, eine gute Strategie, Boxenstopps - alle Ingredienzen passen. Wir benötigen nur ein stärkeres Auto."

Brawn bestätigt Fehler beim Personalabbau

Dem ehemaligen Ferrari-Technikchef wird in der Formel-1-Szene vor allem nachgesagt, besonders gut mit Menschen umgehen zu können. Dennoch dürfte er in Sachen Personal in der Mercedes-Ära noch nicht das Optimum herausgeholt haben. Im Vorjahr wollte sich Mercedes durch raschen Personalabbau schneller auf die Vorgaben des Ressourcen-Restriktion-Abkommens einstellen. Jetzt sei man diesbezüglich "vielleicht etwas zu optimistisch" gewesen, so Brawn.

"Wir müssen an die Grenzen des Erlaubten gehen", bestätigte der Brite die Strategieänderung. "Es ist wahr, dass die anderen Teams immer noch von ihrer Größe profitieren, da sie bessere Möglichkeiten haben, um Änderungen zu machen. Wir haben noch etwas Luft nach oben. Wir füllen diesen Raum jetzt und ich erkenne bereits die Verbesserungen."

Brawn: Sensation wie 2009 kaum möglich

Viel besser lief es 2009: Honda stieg aus der Formel 1 aus, der damalige Teamchef Brawn rettete den Rennstall und wurde mit Jenson Button trotz eines Schmalspur-Budgets Weltmeister. Danach stieg Mercedes ein, Rekord-Weltmeister Michael Schumacher kam als Fahrer - und seitdem lief nicht mehr viel zusammen.

Heute sei so ein großer Sprung nach vorne nicht mehr möglich: "2009 gab es große Reglementänderungen - das wird 2011 und 2012 nicht der Fall sein. Das neue Auto wird eher eine Art Evolution, die Situation ist also nicht mit damals vergleichbar. Die Autos werden im Winter um ein paar Prozent verbessert, außer irgendjemand kommt mit einer Idee, an die niemand anderer gedacht hat."

"Situation nicht mit damals vergleichbar"

Doch nicht nur die Reglementsituation hat sich verändert - auch die Struktur in Brawns Team ist nun deutlich anders: Während er 2009 gemeinsam mit Nick Fry alle Entscheidungen völlig autonom treffen konnte, ist der ehemalige Ferrari-Technikchef inzwischen nur noch Angestellter. Der Rennstall ist längst in den Besitz von Daimler und Aabar übergegangen.

Daimler gibt Brawn viel Freiheit

Dies habe aber auch positive Seiten, so Brawn. "Die Tiefe, die Expertise und die Ressourcen, die wir aus anderen Bereichen der Firma mit einbeziehen können, werden ein entscheidendes Element für den Erfolg in der Zukunft sein." Die Gefahr, dass das Team durch die Mitsprache des Konzerns an Wendigkeit verliere, sieht Brawn nicht: "Unser Vorstand weiß, dass ein Formel-1-Team flink sein muss, wenn es um die täglichen Entscheidungen geht. Das ist die Verantwortung, die sie Nick, mir und dem restlichen Management-Team übergeben haben."

Obwohl der Vorstand Brawn laut eigenen Angaben viel Freiheit lässt, "müssen wir die Eigentümer und Anteilseigner respektieren. Das ändert die Dinge ein bisschen, aber unser Vorstand weiß, dass das Team wie ein Formel-1-Team geführt werden muss - sonst wird es keinen Erfolg haben."

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