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Formel 1: Sutil droht das Aus

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Sutil: "Ich bin mit keinem Team im Gespräch"

22.09.2011, 12:17 Uhr | dapd

Formel 1: Sutil droht das Aus. Hat Adrian Sutil in der Formel 1 eine Zukunft? (Quelle: imago)

Hat Adrian Sutil in der Formel 1 eine Zukunft? (Quelle: imago)

Nico Hülkenberg musste vor dem Saisonstart als Stammfahrer gehen, Nick Heidfeld wurde vor wenigen Wochen rausgeworfen, und Adrian Sutil droht zum Jahresende das Aus: Im Schatten von Weltmeister Sebastian Vettel haben die anderen deutschen Fahrer in der Formel 1 einen zunehmend schweren Stand.

Statt bislang sechs könnten 2012 nur noch vier deutsche Piloten in der Königsklasse des Motorsports an den Start gehen. Und ob der 42 Jahre alte Rekord-Weltmeister Michael Schumacher nach seinem Vertragsende 2012 weitermacht, ist mehr als ungewiss.

Entscheidung folgt im Dezember

"Ich bin mit keinem Team im Gespräch", sagte Sutil vor dem Großen Preis von Singapur: "Mir bleibt nichts anderes übrig, als bis zum Saisonende so gut wie möglich zu fahren und zu hoffen, dass ich hier oder anderswo einen Vertrag bekomme." Aus seiner Stimme klingt tiefer Frust. Ein vermeintliches Williams-Angebot entpuppte sich als Luftnummer, sein Vertrag bei Force India läuft zum Saisonende aus.

Sutil würde auch mangels Alternativen gerne bleiben, aber Teameigner Vijay Mallya will erst im Dezember über seine Fahrerpaarung für die kommende Saison entscheiden. Und Sutils Chancen stehen nicht besonders gut, zumal er mit einer ominösen Disko-Auseinandersetzung in Schanghai für negative Schlagzeilen im Formel-1-Zirkus gesorgt hat.

Seit 2007 fährt er in der Königsklasse - und hat in dieser Zeit das Team von ganz hinten bis ins Mittelfeld geführt. Derzeit ist er WM-Zwölfter, deutlich vor seinem britischen Teamkollegen Paul di Resta.

Viel mehr als das Können zählen der Name und das Geld

Aber die sportliche Leistung allein ist nicht entscheidend. "Ich schlage immer mal große Teams und große Fahrer, aber anscheinend nehmen die Leute das nicht wahr. Es ist sogar schwierig, überhaupt mal einen Kontakt zu einem Team zu bekommen", sagte Sutil.

"Ich habe nicht das Gefühl, dass es nach purer Leistung geht. Da tauchen plötzlich Fahrer auf, und man versteht gar nicht, wie das kommt", sagte Sutil. Auch Heidfeld ist dieser Entwicklung zum Opfer gefallen. Bei Renault wurde er vor dem Belgien-Rennen gefeuert und durch Bruno Senna ersetzt. Der Neffe der Formel-1-Legende Ayrton Senna brachte den wesentlich klangvolleren Namen und mehrere Großsponsoren mit.

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