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Behindertensport: Deutschlands Behindertensportler wollen "München 2022"

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Deutschlands Behindertensportler wollen "München 2022"

28.09.2011, 16:35 Uhr | sid

Behindertensport: Deutschlands Behindertensportler wollen "München 2022". DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach soll sich erneut für München als Olympia- und Paralympics-Stadt einsetzen. (Quelle: imago)

DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach soll sich erneut für München als Olympia- und Paralympics-Stadt einsetzen. (Quelle: imago)

Die Enttäuschung ist verflogen und in den Köpfen der deutschen Behindertensportler macht sich schon der Traum von Spielen im eigenen Land breit. Denn nach der gescheiterten Paralympics-Bewerbung um die Winterspiele in München 2018, schöpfen die Para-Sportler angesichts der wohl besten Paralympics-Bewerbung der Geschichte neue Hoffnung für das Jahr 2022.

Und nachdem sich Bewerbungs-Chefin Katarina Witt für einen erneuten Münchner Anlauf ausgesprochen hat, sind auch die Behindertensportler für diese Idee Feuer und Flamme. "München 2022 wäre die Krönung", sagt Alexander Spitz, vierfacher Paralympics-Sieger im Ski alpin und Botschafter der 2018er-Bewerbung. "Die Politik kann unternehmen, was sie will. Die Strahlkraft von Paralympics im eigenen Land würde für die Entwicklung des Behindertensports und der Situation von Behinderten alles toppen."

Stellenwert der Paralympics hinterfragen

"Hätte man die Sportler gefragt", glaubt Deutschlands Behindertensportler des Jahres Gerd Schönfelder, "hätte München schon diesmal gewonnen". So stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Paralympics bei der gemeinsamen Vergabe der Spiele haben, denn in diesem Bereich war München den siegreichen Südkoreanern aus Pyeongchang klar überlegen und hatte dies auch deutlich herausgestellt.

"Die Münchner Bewerbung war von allen die, die die Paralympics am meisten in den Mittelpunkt gerückt hat. Das spiegelt eindeutig die Haltung des DOSB wider", sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Sir Philip Craven, Chef des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), muss auf die Frage, ob aus Sicht des Behindertensports nicht München hätte gewinnen müssen, schmunzeln. "Sie werden mich nicht dazu bringen, das zu sagen", sagt Craven, der als IOC-Mitglied an der Abstimmung beteiligt war: "Aber ich würde auf jeden Fall zu einer neuen Bewerbung ermutigen."

Nachholbedarf beim IOC

Im Internationalen Olympischen Komitee genießt der Behindertensport aber anscheinend noch nicht die Wertschätzung wie im DOSB. "Präsident Jacques Rogge hat bei der Verkündung gesagt: 'Die Olympischen Spiele gehen an...' und nicht 'Paralympics und Olympia gehen an...'. Bach hat immer beides in einem Atemzug genannt", sagt Spitz. Der DOSB-Präsident stellte derweil fest, dass "der paralympische Sport in Deutschland schon durch die 2018er-Bewerbung einen Schub bekommen hat. Insofern hat es sich auf jeden Fall gelohnt."

Behindertensportler als integrierter Bestandteil der Bewerbung

Dies sieht auch Schönfelder so. "Es war eine Super-Werbung für den gesamten Wintersport - und wir wurden im gleichen Atemzug genannt", betont er. "Wir waren kein Anhängsel, sondern integrierter Bestandteil einer exzellenten Bewerbung", ergänzt Karl Quade, zuletzt acht Mal in Folge Deutschlands Chef de Mission bei Paralympischen Spielen. Tischtennisspieler Rainer Schmidt - Pfarrer, Kabarettist und seit 1984 siebenmaliger Paralympics-Teilnehmer - sieht ebenfalls einen "weiteren Schritt zur Etablierung des Behindertensportes in unserer Gesellschaft".

Dass der Zuschlag nicht an München ging, ärgert die Behindertensportler dennoch. Verbandspräsident Friedhelm Julius Beucher versteht das Votum für die Koreaner heute noch nicht. Neue Märkte seien entscheidend gewesen, betont er, "dabei dachte ich bisher immer, dass es darum geht, die Stadt zu finden, die die besten Möglichkeiten zum Ausüben des Sports bietet".

Poker im eine erneute Kandidatur

Schönfelder war ebenfalls stark in die Bewerbung eingebunden. "Hätte man zum Zeitpunkt der Bewerbung gewusst, dass die Koreaner ein drittes Mal antreten, hätte man es vielleicht gelassen", glaubt er. Daraus sollte man nun lernen, meint der Skifahrer. Er rechnet damit, dass man sich in Deutschland die Entscheidung über eine erneute Kandidatur "diesmal bis zum Schluss offen lässt".

Ob man erneut antritt, hänge "von vielen Faktoren ab", erläutert Bach. "Kaum ein Ausrichter der Olympischen und Paralympischen Spiele hat auf Anhieb den Zuschlag bekommen", erzählt Quade und votiert für einen erneuten Versuch 2022. Doch auch er weiß: Wertlos war für den Behindertensport auch die gescheiterte Bewerbung nicht.

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