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Indycar-Crash von Dan Wheldon: tragischer Unfalltod des britischen Indycar-Rennfahrers

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Patrick: "Es war wie in einem brutalen Film"

17.10.2011, 17:09 Uhr | dapd, dpa

Indycar-Crash von Dan Wheldon: tragischer Unfalltod des britischen Indycar-Rennfahrers. Dan Wheldon (links) fliegt mit seinem Auto durch die Luft. (Quelle: AP/dpa)

Dan Wheldon (links) fliegt mit seinem Auto durch die Luft. (Quelle: AP/dpa)

Der tragische Unfalltod des britischen Indycar-Rennfahrers Dan Wheldon hat die Motorsportwelt geschockt. Der 33-Jährige war beim Finale der Indycar-300-Serie Las Vegas in eine Massenkarambolage von 15 Rennwagen verwickelt. Sein Auto schoss in die Luft, flog über einen anderen Wagen hinweg in den Fangzaun und fing sofort Feuer. Wheldon starb wenig später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Söhne.

"Wenn man so etwas erfährt, ist man einfach nur schockiert und fassungslos. Ich wünsche seiner Familie jetzt ganz viel Kraft", schrieb Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher auf seiner Homepage. Weiter heißt es dort: "Wir reden uns ja immer alle ein, dass der Motorsport heutzutage so sicher ist, dass kein Mensch mehr sein Leben lassen muss, aber leider ist das eben doch noch immer Wunschdenken."



Zahlreiche Wagen gehen in Flammen auf

Die Katastrophe war in der 33. Runde passiert. Wheldon verlor bei einer Massenkarambolage die Kontrolle über sein Fahrzeug, das über ein anderes Auto flog und im Fangzaun landete. Der Brite wurde anschließend mit einem Hubschrauber ins University Medical Center geflogen, wo er starb.

Bei dem Unfall gingen zahlreiche Wagen in Flammen auf, drei weitere Piloten erlitten Verletzungen. "Es war wie in einem brutalen Film. Auf der ganzen Fahrbahn lagen Trümmerteile, man konnte den Rauch riechen, die Rauchschwaden vom Auto aufsteigen sehen und es war ein Feuerklotz, um den wir herumgefahren sind", sagte Rennkollegin Danica Patrick. "Es gibt dafür keine Worte. Ich bin wie viele andere am Boden zerstört."

Fahrerfeld ehrt Wheldon

Die Fahrer wurden zwei Stunden nach dem Unfall über Wheldons Tod informiert, das Rennen daraufhin nicht wieder fortgesetzt. Die Piloten, von denen viele weinten, drehten anschließend fünf Ehrenrunden für Wheldon. Dieser hatte 2005 und dieses Jahr das prestigeträchtige Indy 500 gewonnen. Das Finale in Las Vegas war sein 134. Rennen.

"Im Moment bin ich wie gelähmt und sprachlos. In der einen Minute scherzen wir in der Fahrervorstellung herum und in der nächsten ist er tot", sagte Dario Franchitti aus Schottland erschüttert. Auch der britische Formel-1-Pilot Lewis Hamilton zeigte sich bestürzt: "Das ist ein extrem trauriger Tag", sagte er. "Das ist ein tragischer Verlust in so einem jungen Alter. Mein Herz ist in dieser extrem schwierigen Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden."

Spitzengeschwindigkeiten von fast 360 Stundenkilometern

Es ist der erste Todesfall der Indycar-Serie seit dem tödlichen Unfall des Amerikaners Paul Dana 2006. Dieser war beim Training für das Rennen in Homestead vor den Toren Miamis verunglückt. Sieger dort wurde später Wheldon.

Auf dem 2,4 Kilometer langen Rundkurs von Las Vegas waren vor dem Massencrash im Training Spitzengeschwindigkeiten von fast 360 Stundenkilometern erzielt worden. Aufgrund dieses hohen Tempos hatten die Fahrer bereits im Vorfeld des Rennens Bedenken geäußert. Auf den Start in Las Vegas, der sein letzter werden sollte, hatte sich Wheldon unheimlich gefreut. "Das wird eine tolle Show", hatte er in einem Blog für die Zeitung "USA Today" geschrieben.


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